4A_283/2013 : Wirksamkeit der Kündigung der Miete betr. Nebensache; Bedeutung von OR 253a I und der Parteiinteressen

Ein­heitliche Mietver­hält­nisse betr­e­f­fen eine Haupt- und eine Neben­sache, die das gle­iche rechtliche Schick­sal teilen. Eine Kündi­gung der Neben­sache allein ist daher nicht zuläs­sig. Im vor­liegen­den Fall war fraglich, ob die Miete eines Restau­rants die Haupt- und jene eines Büro­raums die Neben­sache war, oder ob bei­de Mietver­hält­nisse je eigen­ständig waren; es ging dabei um die Gültigkeit … weit­er­lesen

Vernehmlassung zur Teilrevision SERVG und SERV‑V (bis am 23.1.2014)

Der Bun­desrat hat heute die Vernehm­las­sung zu ein­er Teil­re­vi­sion des Expor­trisikover­sicherungs­ge­set­zes (SERVG) sowie der zuge­höri­gen Verord­nung (SERV‑V) eröffnet (vgl. Medi­en­mit­teilung). Er will die Expor­tanstren­gun­gen der schweiz­erischen Unternehmen weit­er­hin wirkungsvoll unter­stützen und die inter­na­tionale Wet­tbe­werb­s­fähigkeit der Schweiz­erischen Expor­trisikover­sicherung (SERV) sich­er­stellen.  Dies soll laut dem Erläutern­den Bericht zur Teil­re­vi­sion des SERVG mit fol­gen­den Mass­nah­men erre­icht wer­den: Das … weit­er­lesen

4A_206/2013: Handelsregistereintrag, Voraussetzungen für einen Verzicht auf eine eingeschränkte Revision (Opting-out) (amtl. Publ.)

Dem vor­liegen­den Urteil lag ein Entscheid des Han­del­sreg­is­ter­amts zugrunde, welch­es die Ein­tra­gung eines Verzichts auf eine eingeschränk­te Revi­sion (Opt­ing-out) ein­er GmbH, welche seit ihrer Grün­dung im Jahr 2003 nie über eine Revi­sion­sstelle ver­fügt hat­te, ablehnte, da die Gesellschaft keinen Prü­fungs­bericht eines zuge­lasse­nen Revi­sors ein­gere­icht hat­te. Umstrit­ten war somit, ob zu den “mass­ge­blichen aktuellen Unter­la­gen” im Sinne von Art. … weit­er­lesen

Bericht des Bundesrats zu Social Media: geltendes Recht genügt, trotz Unsicherheiten; relevante laufende Revisionsarbeiten und weiteres Vorgehen

Der Bun­desrat hat in Erfül­lung des Pos­tu­lats Amherd “Rechtliche Basis für Social Media” (11.391) einen auf heute (9.10.) datierten Bericht vorgelegt und fest­ge­hal­ten, dass die neuen Her­aus­forderun­gen durch soziale Net­zw­erke wie Twit­ter, Blogs oder Face­book kein eigenes Spezialge­setz erfordern. Das Pos­tu­lat hat­te gefragt, Wie ist die aktuelle Recht­slage in der Schweiz und inter­na­tion­al in Bezug … weit­er­lesen

Neuer Präsident und Vorstand der Schweizerischen Vereinigung für Schiedsgerichtsbarkeit gewählt

Am 4. Okto­ber 2013 wählte die Vere­insver­samm­lung der Schweiz­erischen Vere­ini­gung für Schieds­gerichts­barkeit (“ASA”) in Bern einen neuen Präsi­den­ten und Vor­stand. Neuer Präsi­dent ab 1. Jan­u­ar 2014 ist der bish­erige Vize-Präsi­­dent Elliott Geisinger. Als Vize-Präsi­­dent wird weit­er­hin Bern­hard Mey­er amten. Der neu gewählte Vor­stand unter­schei­det sich in ver­schieden­er Hin­sicht vom bish­eri­gen. Zunächst ein­mal weist er mit 24 Per­so­n­en … weit­er­lesen

2C_13/2013: “Protex”: Gebrauchsuntauglichkeit bei Produkten zur Gefahrenabwehr gleichzeitig Produktfehler; durch lange Verfahrensdauer nachträglich eingetretene Unverhältnismässigkeit (amtl. Publ.)

Im vor­liegen­den Fall hat­te die für die Mark­tkon­trolle von Druck­be­häl­tern zuständi­ge SVTI eine Impor­teurin von Feuer­lösch­ern und Aldi (vgl. dazu auch die NZZ) u.a. zur Wieder­hol­ung eines Rück­rufs für bes­timmte seit 2007 verkaufte “Protex”-Feuerlöscher verpflichtet. Ein erster Rück­ruf war erfol­gt, weil ein Teil der betrof­fe­nen Feuer­lösch­er nicht funk­tions­fähig war; die Wieder­hol­ung war laut SVTI erforder­lich, … weit­er­lesen

5A_392/2013: Verwirkung der Drittansprache betr. gepfändeter Vermögenswerte (hier bejaht bei Zuwarten von mehr als einem Jahr)

Das BGer äussert sich im vor­liegen­den Entscheid zur Frist für die Anmel­dung von Drit­tansprüchen an gepfän­de­ten Ver­mö­genswerten (Drit­tansprache). Nach der Recht­sprechung beste­ht für die Drit­tansprache keine Frist, doch muss sie “bin­nen nüt­zlich­er Frist” erfol­gen. Später ist sie ver­wirkt. Im vor­liegen­den Fall hat das OGer ZH als Vorin­stanz die Ver­wirkung bejaht. Der Drit­tanspruch am Pfän­dung­sob­jekt ver­wirke, … weit­er­lesen

WEKO veröffentlicht Richtlinien für ökonomische Gutachten

Die Wet­tbe­werb­skom­mis­sion (WEKO) hat Mitte Sep­tem­ber Richtlin­ien für ökonomis­che Gutacht­en pub­liziert. Hin­ter­grund ist der Umstand, dass von den betrof­fe­nen Unternehmen in Wet­tbe­werb­sver­fahren regelmäs­sig ökonomis­che Gutacht­en ein­gere­icht wer­den. Mit den nun veröf­fentlicheten Richt­li­nen will die WEKO eine “gewisse Ein­heitlichkeit” erre­ichen und sich­er­stellen, dass die ein­gere­icht­en Parteigutacht­en die “ele­men­tarsten wis­senschaftlichen Anforderun­gen an ökonomis­che Gutacht­en” erfüllen. Weit­ere Infor­ma­tio­nen: … weit­er­lesen

In eigener Sache: Dr. Martin Rauber verstärkt swissblawg

Die Redak­tion von swiss­blawg freut sich über weit­ere Ver­stärkung: RA Dr. Mar­tin Rauber, LL.M., als Anwalt bei Nater Dal­lafior Recht­san­wälte AG in Zürich vor­wiegend im Prozess­recht und Schieds­gerichts­barkeit, Wet­tbe­werb­srecht, Han­dels- und Gesellschaft­srecht, Ver­tragsrecht und Zwangsvoll­streck­ungsrecht zu Hause, betreut bei uns ab sofort den Bere­ich Gesellschaftsrecht.

4A_128/2013: Anforderungen an den rechtserhaltenden Markengebrauch — “M‑WATCH” (amtl. Publ.)

Seit 1983 und bis 2010 hat­te der MGB unter der Beze­ich­nung M‑WATCH von Mondaine hergestellte Uhren ver­trieben. Seit der Beendi­gung der Zusam­me­nar­beit ist das bessere Recht am Kennze­ichen M‑WATCH bzw. M WATCH zwis­chen den Parteien strit­tig. Im vor­liegen­den Urteil hat­te das BGer in erster Lin­ie Fra­gen um recht­ser­hal­tenden Markenge­brauch zu beurteilen. Dabei gilt es zunächst … weit­er­lesen