2C_13/2013: “Protex”: Gebrauchsuntauglichkeit bei Produkten zur Gefahrenabwehr gleichzeitig Produktfehler; durch lange Verfahrensdauer nachträglich eingetretene Unverhältnismässigkeit (amtl. Publ.)

Im vor­liegen­den Fall hat­te die für die Mark­tkon­trolle von Druck­be­häl­tern zuständi­ge SVTI eine Impor­teurin von Feuer­lösch­ern und Aldi (vgl. dazu auch die NZZ) u.a. zur Wieder­hol­ung eines Rück­rufs für bes­timmte seit 2007 verkaufte “Protex”-Feuerlöscher verpflichtet. Ein erster Rück­ruf war erfol­gt, weil ein Teil der betrof­fe­nen Feuer­lösch­er nicht funk­tions­fähig war; die Wieder­hol­ung war laut SVTI erforder­lich, … weit­er­lesen

5A_392/2013: Verwirkung der Drittansprache betr. gepfändeter Vermögenswerte (hier bejaht bei Zuwarten von mehr als einem Jahr)

Das BGer äussert sich im vor­liegen­den Entscheid zur Frist für die Anmel­dung von Drit­tansprüchen an gepfän­de­ten Ver­mö­genswerten (Drit­tansprache). Nach der Recht­sprechung beste­ht für die Drit­tansprache keine Frist, doch muss sie “bin­nen nüt­zlich­er Frist” erfol­gen. Später ist sie ver­wirkt. Im vor­liegen­den Fall hat das OGer ZH als Vorin­stanz die Ver­wirkung bejaht. Der Drit­tanspruch am Pfän­dung­sob­jekt ver­wirke, … weit­er­lesen

WEKO veröffentlicht Richtlinien für ökonomische Gutachten

Die Wet­tbe­werb­skom­mis­sion (WEKO) hat Mitte Sep­tem­ber Richtlin­ien für ökonomis­che Gutacht­en pub­liziert. Hin­ter­grund ist der Umstand, dass von den betrof­fe­nen Unternehmen in Wet­tbe­werb­sver­fahren regelmäs­sig ökonomis­che Gutacht­en ein­gere­icht wer­den. Mit den nun veröf­fentlicheten Richt­li­nen will die WEKO eine “gewisse Ein­heitlichkeit” erre­ichen und sich­er­stellen, dass die ein­gere­icht­en Parteigutacht­en die “ele­men­tarsten wis­senschaftlichen Anforderun­gen an ökonomis­che Gutacht­en” erfüllen. Weit­ere Infor­ma­tio­nen: … weit­er­lesen

In eigener Sache: Dr. Martin Rauber verstärkt swissblawg

Die Redak­tion von swiss­blawg freut sich über weit­ere Ver­stärkung: RA Dr. Mar­tin Rauber, LL.M., als Anwalt bei Nater Dal­lafior Recht­san­wälte AG in Zürich vor­wiegend im Prozess­recht und Schieds­gerichts­barkeit, Wet­tbe­werb­srecht, Han­dels- und Gesellschaft­srecht, Ver­tragsrecht und Zwangsvoll­streck­ungsrecht zu Hause, betreut bei uns ab sofort den Bere­ich Gesellschaftsrecht.

4A_128/2013: Anforderungen an den rechtserhaltenden Markengebrauch — “M‑WATCH” (amtl. Publ.)

Seit 1983 und bis 2010 hat­te der MGB unter der Beze­ich­nung M‑WATCH von Mondaine hergestellte Uhren ver­trieben. Seit der Beendi­gung der Zusam­me­nar­beit ist das bessere Recht am Kennze­ichen M‑WATCH bzw. M WATCH zwis­chen den Parteien strit­tig. Im vor­liegen­den Urteil hat­te das BGer in erster Lin­ie Fra­gen um recht­ser­hal­tenden Markenge­brauch zu beurteilen. Dabei gilt es zunächst … weit­er­lesen

5A_66/2013: Auslegung ungemessener Dienstbarkeiten; Berücksichtigung öffentlich-rechtlicher Vorschriften; hier Anspruch auf ein Strassenbankett (amtl. Publ.)

Im vor­liegen­den Ver­fahren war strit­tig, ob den aus einem Fuss- und Fahrwe­grecht Berechtigten (Beschw­erde­führern) neben der unange­focht­e­nen Fahrbahn­bre­ite von 2.30 m ein Anspruch auf einen freizuhal­tenden Rand­streifen, ein sog. Strassen­ban­kett, zuste­ht. Das Bezirks­gericht hat­te fest­ge­hal­ten, die Parteien hät­ten ein Recht auf ein Strassen­ban­kett vere­in­baren müssen, hät­ten sie zusät­zlich zur gewährten Weg­bre­ite ein solch­es ein­richt­en wollen. … weit­er­lesen

5A_323/2013 : Auslegung von letztw. Verfügungen (Zusammenf. der Rsp.)

Das BGer fasst im vor­liegen­den Urteil die Recht­sprechung zur Ausle­gung let­ztwilliger Ver­fü­gun­gen zusam­men: 2.1. […] die eigen­händi­ge Form vor allem den Zweck hat, den Willen des Erblassers, seinen ani­mus tes­tan­di, sicht­bar zu machen, also seine Absicht, über sein Ver­mö­gen für die Zeit nach seinem Tod zu ver­fü­gen. Die Erk­lärung dieses Testier­wil­lens ist eine uner­lässliche Voraus­set­zung … weit­er­lesen

5A_258/2013: echte Noven im Konkurs-Beschwerdeverfahren; Änderung von SchKG 174 II nur redaktionell (amtl. Publ.)

Vor der SchKG-Revi­­sion 1994 lautete SchKG 174 II (Konkur­saufhe­bung) wie fol­gt: Das obere Gericht kann die Konkurs­eröff­nung aufheben, wenn der Schuld­ner mit der Ein­le­gung des Rechtsmit­tels seine Zahlungs­fähigkeit glaub­haft macht und durch Urkun­den beweist, dass inzwis­chen: [Nen­nung drei alter­na­tiv­er Konkur­saufhe­bungs­gründe]. Mit Ein­führung der ZPO wurde die Pas­sage “mit der Ein­le­gung des Rechtsmit­tels” gestrichen. Das BGer hat­te … weit­er­lesen

4A_194/2013: Kein Rechtsmissbrauch, wenn der Arbeitnehmer mit der Geltendmachung seiner Ansprüche zuwartet

In diesem Entscheid war die Frage zu beant­worten, ob eine gültige Vere­in­barung vor­lag, mit der die gesam­tar­beitsver­traglich vere­in­barte Nor­malar­beit­szeit (40-Stun­­den-Woche) auf eine 41-Stunde-Woche erhöht wurde (BGer. 4A_194/2013 vom 18. Sep­tem­ber 2013, E. 2 und 3). Das Bun­des­gericht verneinte das Vor­liegen ein­er gülti­gen Vere­in­barung zur Erhöhung der wöchentlichen Arbeit­szeit. Die gel­tend gemacht­en Über­stun­de­nentschädi­gun­gen waren deshalb dem Grund­satz … weit­er­lesen