5A_37/2011: Eigen- und Errungenschaftsgut; güterrechtliche Zuordnung und Beweislast

Die Zuweisung von Ver­mö­genswerten zum Eigengut oder Errun­gen­schaftsgut im Rah­men der güter­rechtlichen Auseinan­der­set­zung ist Gegen­stand eines Urteils vom 1. Sep­tem­ber 2011 (5A_37/2011). Der Beschw­erde­führer stellte erfol­gre­ich den Antrag, die güter­rechtliche Forderung der Ehe­frau zu reduzieren, weil gewisse Ver­mö­genswerte seinem Eigengut zuzurech­nen sind und nicht, wie die Vorin­stanz annahm, sein­er Errun­gen­schaft. Das Bun­des­gericht heisst die Beschw­erde … weit­er­lesen

6B_1000/2010: (Keine) Einziehung von Entgelt aus Schwarzarbeit (amtl. Publ.)

Das Bun­des­gericht hat mit dem für die amtliche Samm­lung vorge­se­henen Urteil vom 22. August 2011 (6B_1000/2010) die Beschw­erde ein­er Aus­län­derin gut­ge­heis­sen, die sich gegen die Einziehung ihres Ent­gelts aus ein­er „Schwarzarbeit“ wandte. Die Beschw­erde­führerin wurde wegen eines rechtswidri­gen Aufen­thaltes und ein­er nicht bewil­ligten Erwerb­stätigkeit in der Schweiz (Art. 115 Abs. 1 lit. b und c … weit­er­lesen

Teilrevision des UWG auf den 1. April 2012 in Kraft gesetzt (UWG 8: 1. Juli 2012)

Der Bun­desrat hat die Teil­re­vi­sion des UWG heute auf den 1. April 2012 (und nicht, wie teil­weise erwartet, schon auf den 1. Jan­u­ar 2012) in Kraft geset­zt (vgl. die Medi­en­mit­teilung vom 12. Okto­ber 2012). UWG 8 (AGB) wird dage­gen erst am 1. Juli 2012 in Kraft treten. Wir haben über die Revi­sion mehrfach berichtet: UWG-Revi­­sion: … weit­er­lesen

Verfolgungsverjährung: Verlängerung der Verjährungsfristen bei Vergehen geplant

Die Ver­jährungs­fris­ten bei schw­er­wiegen­den Verge­hen sollen von sieben auf zehn Jahre ver­längert wer­den, um die Strafver­fol­gung auch bei kom­plex­en Sachver­hal­ten zu ermöglichen. Der Bun­desrat hat heute eine entsprechende Geset­zes­re­vi­sion in die Vernehm­las­sung geschickt. Die Vor­lage geht auf zwei gle­ich­lau­t­ende Motio­nen zurück, die län­gere Ver­jährungs­fris­ten bei Wirtschafts­de­lik­ten ver­lan­gen, weil die gel­tenden Ver­jährungs­fris­ten für kom­plexe Fälle von … weit­er­lesen

AGEK/Swissmedic: Interpretation von Art. 56 HMG („Forschung in Notfallsituationen“)

Die Arbeits­ge­mein­schaft der Ethikkom­mis­sio­nen (AGEK) und das Schweiz­erische Heilmit­telin­sti­tut (Swissmedic) haben im Swissmedic Jour­nal 9/2011, S. 758 ff., eine Inter­pre­ta­tion­shil­fe zu Art. 56 HMG veröf­fentlicht. In dieser Bes­tim­mung wird die Durch­führung von klin­is­chen Stu­di­en in Not­fall­si­t­u­a­tio­nen geregelt. Art. 56 HMG (Klin­is­che Ver­suche in medi­zinis­chen Not­fall­si­t­u­a­tio­nen) stellt, wie auch Art. 55 HMG (Klin­is­che Ver­suche an unmündi­gen, … weit­er­lesen

1B_440/2011: Verlängerung der Untersuchungshaft bei Ausführungsgefahr (amtl. Publ.)

Im Urteil 1B_440/2011 vom 23. Sep­tem­ber 2011 beschäftigt sich das Bun­des­gericht mit der Ver­längerung der Unter­suchung­shaft wegen Aus­führungs­ge­fahr gemäss Art. 221 Abs. 2 StPO. Der Beschw­erde­führer hat gegen die Ver­längerung sein­er Unter­suchung­shaft erfol­g­los gel­tend gemacht, es fehle an der Aus­führungs­ge­fahr. Nach Art. 221 Abs. 2 StPO ist eine Unter­­suchungs- und Sicher­heit­shaft zuläs­sig, wenn ern­sthaft zu … weit­er­lesen

Swissmedic: Unzulässige Anpreisung einer „homöopathischen Grippeimpfung“

Swissmedic weist im heute erschienen „Swissmedic Jour­nal 9/2011“ (S. 754 f.) darauf hin, dass das Anpreisen ein­er „homöopathis­chen Grippeimp­fung irreführend ist und Patien­ten mas­siv gefährden kann. Bei der Abgabe von Arzneimit­teln sind gemäss Art. 26 HMG die anerkan­nten Regeln der medi­zinis­chen und phar­mazeutis­chen Wis­senschaften zu beacht­en. Und nach Art. 3 HMG obliegt der Umgang mit … weit­er­lesen

WEKO: Nichtweitergabe von Währungsvorteilen — Untersuchungsserie angekündigt

In einem Pressege­spräch vom 6. Okto­ber 2011 hat die WEKO ihren Willen bekräftigt, gegen die Nichtweit­er­gabe von Währungsvorteilen bei Import­pro­duk­ten vorzuge­hen. Die WEKO erwäh­nte eine starke Zunahme entsprechen­der Mel­dun­gen seit Mitte Juli 2011 und die inzwis­chen mit zusät­zlichen Mit­teln des EVD gebildete, 4 Stellen umfassende Task­force “Franken­stärke”. Das Sekre­tari­at der WEKO beab­sichtige, im Zusam­men­hang mit … weit­er­lesen

1B_314/2011: Aufhebung einer Nichtanhandnahmeverfügung; nicht wieder gutzumachender Nachteil und bedeutende Kosten- oder Zeitersparnis

Die Staat­san­waltschaft BL erliess in einem Strafver­fahren eine Nich­tan­hand­nah­mev­er­fü­gung. Das Kan­ton­s­gericht hob diese Ver­fü­gung auf und wies die Strafver­fol­gungs­be­hörde an, eine Unter­suchung zu eröff­nen sowie weit­ere Abklärun­gen durch Vor­nahme geeigneter Beweis­er­he­bun­gen zu tre­f­fen. Die Staat­san­waltschaft erhob gegen diesen Zwis­ch­enentscheid erfol­g­los Beschw­erde vor dem Bun­des­gericht (Urteil 1B_314/2011 vom 20. Sep­tem­ber 2011). Gegen Vor- und Zwis­ch­enentschei­de ist die … weit­er­lesen

5A_272/2011: Ehescheidung; Teilvereinbarung betreffend Güterrecht und ungenügende Sachverhaltsfeststellung

Das Bun­des­gericht gibt einem Beschw­erde­führer mit Urteil 5A_272/2011 vom 7. Sep­tem­ber 2011 recht, der beantragt hat, nach der Schei­dung keinen nachehe­lichen Unter­halt zahlen zu müssen. Die bei­den Ehep­art­ner hat­ten eine Teil­vere­in­barung betr­e­f­fend das Güter­recht abgeschlossen. Das erstin­stan­zliche Gericht, das die Ehe schied, verurteilte den Beschw­erde­führer, sowohl der Ex-Frau als auch dem gemein­samen Sohn einen monatlichen … weit­er­lesen