Inkrafttreten des PAG und Betriebsaufnahme des PatG

Der Bun­desrat hat ver­gan­gene Woche beschlossen, das Paten­tan­walts­ge­setz (PAG) und die Paten­tan­waltsverord­nung (PAV) zum den 1. Juli 2011 in Kraft zu set­zen. Damit wird die bis­lang in der Schweiz nicht geschützten Berufs­beze­ich­nun­gen „Paten­tan­walt“ regle­men­tiert. Vor Auf­nahme der Beruf­stätigkeit unter diesem Titel muss man sich in einem neuen Paten­tan­walt­sreg­is­ter ein­tra­gen lassen und die geforderte Beruf­squal­i­fika­tion (Beste­hend … weit­er­lesen

5A_882/2010: Schuldneranweisung durch subrogierende Gemeinwesen (amtl. Publ.)

In dem zur amtlichen Pub­lika­tion vorge­se­henen Urteil 5A_882/2010 vom 16. März 2011 beschäftigt sich das Bun­des­gericht mit dem Umfang der in Art. 289 Abs. 2 ZGB vorge­se­henen Legalzes­sion von Unter­hal­tansprüchen von Kindern. Es hat­te zu klären, ob nicht nur die Unter­halts­berechtigten die Schuld­ner­an­weisung gemäss Art. 291 ZGB ver­lan­gen kön­nen, son­dern auch das bevorschussende und in … weit­er­lesen

2C_929/2010: Entgegennahme von Publikumseinlagen / Werbeverbot / “naming and shaming”

Im Entscheid 2C_929/2010 hat­te sich das Bun­des­gericht mit Fra­gen der bewil­li­gungslosen Ent­ge­gen­nahme von Pub­likum­sein­la­gen sowie dem sog. Wer­be­ver­bot bzw. der auf­sicht­srechtlichen Mass­nahme des soge­nan­nten “nam­ing and sham­ing” zu befassen. Zunächst erin­nert das Bun­des­gericht an die Regelung in Art. 1 Abs. 2 BankG, wonach es Per­so­n­en, die dem Bankenge­setz nicht unter­ste­hen, ver­boten ist, gewerb­smäs­sig Pub­likum­sein­la­gen ent­ge­gen­zunehmen, … weit­er­lesen

2C_199/2010: Ausländische Effektenhändler / Schweizer Zweigniederlassungen (amtl. Publ.)

Im Entscheid 2C_199/2010 (franzö­sisch; zur Pub­lika­tion in der amtlichen Samm­lung vorge­se­hen) hat­te sich das Bun­des­gericht mit diversen Fra­gen im Zusam­men­hang mit aus­ländis­chen Effek­ten­händlern und Schweiz­er Zweignieder­las­sun­gen zu beschäftigten.  Haup­tak­teure waren eine Ltd-Gesellschaft mit Sitz auf den British Vir­gin Islands (BVI), die im Han­del­sreg­is­ter einge­tra­gene Zürcher Zweignieder­las­sung der BVI-Ltd. sowie deren fak­tis­che Zweignieder­las­sung in Genf. Im Kern … weit­er­lesen

What else?”: Zusammenfassung der “Nespresso vs. Denner”-Verfahren

Die Fach­gruppe Han­dels- und Wirtschaft­srecht der Uni­ver­sität Zürich (hawi.uzh) hat die bei­den St. Galler Ver­fahren betr­e­f­fend super­pro­vi­sorische Mass­nah­men (HG.2011.10-HGP vom 10. Jan­u­ar 2011) und vor­sor­gliche Mass­nah­men (HG.2011.10-HGP vom 4. März 2011) in Sachen “Nestlé vs. Den­ner” in einem Beitrag vom 5. Mai 2011 zusam­menge­fasst. Die Nestlé Nespres­so AG, Gesuch­stel­lerin zusam­men mit der Société des Pro­duits … weit­er­lesen

Datenbank zum Datenschutzrecht

Das Insti­tut für Euro­parecht der Uni­ver­sität Freiburg hat in Zusam­me­nar­beit mit demEid­genös­sis­chen Daten­schutz- und Öffentlichkeits­beauf­tragten (EDÖB) sowie mit pri­va­tim, der Vere­ini­gung der schweiz­erischen Daten­schutzbeauf­tragten, eine Daten­bank auf dem Gebi­et des Daten­schutzes erstellt. Die Daten­bank bietet einen Überblick über die kan­tonale Recht­sprechung zum Daten­schutzrecht (derzeit ca. 100 Entschei­de). Die — nach Schlag­wörtern und Kan­to­nen geord­neten — … weit­er­lesen

6B_1007/2010: Gewerbsmässiger Betrug, Arglist bei fehlendem Zahlungswille

Eben­falls im Urteil vom 28. März 2011 (6B_1007/2010), das bere­its zum Tatbe­stand des Check- und Kred­itkarten­miss­brauch wiedergegeben wurde, äussert sich das Bun­des­gericht zu den Voraus­set­zun­gen im Rah­men des Betrugstatbe­standes. Der Beschw­erde­führer brachte gegen die Verurteilung wegen gewerb­smäs­si­gen Betrug gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB durch den Abschluss von Abon­nen­ten für Geschäftsmo­bil­tele­fone vor, es habe keine … weit­er­lesen

6B_1007/2010: Check- und Kreditkartenmissbrauch

Im Urteil vom 28. März 2011 (6B_1007/2010) erörtert das Bun­des­gericht im Rah­men des Check- und Kred­itkarten­miss­brauchs (Art. 148 StGB), welche Mass­nah­men gegen den Miss­brauch ein­er Kred­itkarte durch das Opfer ergrif­f­en wer­den müssen. Eine Bestra­fung wegen Check- und Kred­itkarten­miss­brauchs gemäss Art. 148 Abs. 1 StGB set­zt voraus, dass der Karte­naussteller und das Ver­trag­sun­ternehmen die ihnen zumut­baren … weit­er­lesen