2C_137/2011: Verjährung der Steuerforderung kann auch während des Verfahrens vor BGer eintreten (amtl. Publ.)

Der Beschw­erde­führer wurde mit Ver­fü­gung vom 23. März 1998 für die direk­te Bun­dess­teuer 1995/1996 ver­an­lagt. Am 23. Juli 2002 fan­den beim Beschw­erde­führer Haus­durch­suchun­gen statt, die vom zuständi­gen Unter­suchungsrichter wegen Ver­dachts auf Steuer­be­trug und andere Straftat­en ange­ord­net wor­den waren. Mit Schreiben vom 15. Novem­ber 2004 leit­ete die kan­tonale Steuerver­wal­tung BE ein Nach­s­­teuer- und Steuer­hin­terziehungsver­fahren u.a. gegen … weit­er­lesen

4A_648/2011: gerichtliche Einsetzung eines Sonderprüfers; Anforderungen an die Glaubhaftmachung einer Rechtsverletzung iSv OR 697b II

Der Anspruch auf Son­der­prü­fung ist gerichtlich durch­set­zbar, wenn die GV eine Son­der­prü­fung ver­weigert, aber Aktionäre, die zusam­men min­destens 10% des AK oder Aktien im Nen­nwert von CHF 2 Mio. vertreten, die Ein­set­zung eines Son­der­prüfers ver­lan­gen und glaub­haft machen, dass Grün­der oder Organe Gesetz oder Statuten ver­let­zt und damit die Gesellschaft oder die Aktionäre geschädigt haben (ORweit­er­lesen

4A_554/2011: Recht auf Sonderprüfung nicht unter Umgehung der GV (amtl. Publ.)

Nach OR 697a hat jed­er Aktionär das Recht, der GV eine Son­der­prü­fung vorzuschla­gen. Er muss aber vorher seine weit­eren Kon­troll­rechte des Auskun­fts- oder Ein­sicht­srechts vorher aus­geübt haben, sei es gerichtlich, sei es in der GV (Sub­sidiar­ität des Anspruchs auf Son­der­prü­fung). Eine gerichtliche Durch­set­zung des Rechts auf Son­der­prü­fung ist möglich, aber nie direkt; erforder­lich ist der … weit­er­lesen

4A_763/2011: Revisionsgesuch abgewiesen, weil die Gesuchstellerin im Schiedsverfahren einen Antrag auf Vorlage eines bestimmten Dokuments hätte stellen können, womit sie Kenntnis von der erheblichen Tatsache erlangt hätte

Mit Entscheid 4A_763/2011 vom 30. April 2012 wies das Bun­des­gericht ein Begehren auf Revi­sion eines Schiedsspruchs ab. Das Bun­des­gericht erk­lärte ein­lei­t­end, dass gemäss analoger Anwen­dung von Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG die Revi­sion eines Schiedsspruch­es ver­langt wer­den kann, wenn die ersuchende Partei nachträglich erhe­bliche Tat­sachen erfährt oder entschei­dende Beweis­mit­tel auffind­et, die sie in früheren Ver­fahren nicht beib­rin­gen … weit­er­lesen

4A_436/2011: Equity Linked Notes, Bank haftet nicht für Verluste

Im Entscheid 4A_436/2011 hat­te sich das Bun­des­gericht mit der Klage eines Bankkun­den gegen seine Bank (Cred­it Suisse) zu befassen. Gegen­stand waren Ver­luste im Zusam­men­hang mit Investi­tio­nen in struk­turi­erte Pro­duk­te (sog. Equi­ty Yield Notes).  Der Kunde bestritt, die Aufträge für die Käufe der Notes erteilt zu haben; die Bank habe ohne seine Ken­nt­nis und ohne Zus­tim­mung in … weit­er­lesen

2C_396/2011: Verwirkung der Besteuerungskompetenz wegen Verzögerung schützt steuererhebende Kantone und wird nicht von Amtes wegen berücksichtigt

Der Beschw­erde­führer hat­te seinen Wohn­sitz im Jahr 2003 von ZH nach TI ver­legt. In TI wurde er für 2005 recht­skräftig ver­an­lagt (Einkom­men aus unselb­ständi­ger Tätigkeit, offen­bar aus­geübt in ZH). 2010 wurde er dann auch noch von ZH für das Jahr 2005 ver­an­lagt, und zwar auf­grund selb­ständi­ger Erwerb­stätigkeit im Kan­ton. Die ZH Behör­den qual­i­fizierten die behauptete … weit­er­lesen

WEKO verlängert vorsorgliche Massnahmen in Sachen Swatch Group

Vor gut einem Jahr hat die Wet­tbe­werb­skom­mis­sion (WEKO) gegen Swatch Group eine Unter­suchung eröffnet, die zeigen soll, ob eine von Swatch Group angekündigte Ein­stel­lung der Beliefer­ung von Drit­ther­stellern mit gewis­sen Kom­po­nen­ten für mech­a­nis­che Uhrw­erke gegen das Kartellge­setz ver­stösst (Art. 7 KG). Gle­ichzeit­ig mit der Unter­suchungseröff­nung wurde Swatch Group von der WEKO vor­sor­glich in vollem Umfang … weit­er­lesen

Fall ASE Investment: FINMA setzt Untersuchungsbeauftragten ein

Gemäss heutiger Medi­en­mit­teilung hat die FINMA in Sachen ASE Invest­ment AG einen Unter­suchungs­beauf­tragten einge­set­zt. Dieser soll abklären, ob die Gesellschaft bewil­li­gungs­los mit Effek­ten gehan­delt und/oder ver­boten­er­weise Pub­likum­sein­la­gen ent­ge­gengenom­men hat. Die ASE war als unab­hängige Ver­mö­gensver­wal­terin mit Fokus im Devisen­bere­ich tätig. Laut Mit­teilung sollen mehr als 500 Anleger Opfer möglich­er wider­rechtlich­er Geschäft­sprak­tiken der ASE gewor­den sein. Weit­ere Infor­ma­tio­nen … weit­er­lesen

2C_908/2011: Fehler des Steuerberaters beim Ausfüllen der Steuererklärung sind grundsätzlich dem Steuerpflichtigen zuzurechnen

Der Steuerpflichtige, der einen Treuhän­der mit dem Aus­füllen sein­er Steuer­erk­lärung beauf­tragt, unter­liegt nach wie vor den gel­tenden Ver­fahren­spflicht­en. Der vertretene Steuerpflichtige soll nicht bess­er gestellt wer­den als der­jenige, der seine Steuer­erk­lärung sel­ber aus­füllt. Im Entscheid hielt das BGer u.a. fest, was fol­gt. (E.3.5) Lorsqu’il man­date une fidu­ci­aire pour rem­plir sa déc­la­ra­tion d’im­pôt, le con­tribuable n’est pas … weit­er­lesen

2C_943/2011; 2C_127/2012: Verfahren vor der UBI; keine Gerichtsinstanz, kein Recht auf Stellungnahme, aber Recht auf Replik (amtl. Publ.)

Das Bun­des­gericht hat zwei öffentlich-rechtliche Beschw­er­den gegen Entschei­dun­gen der Unab­hängi­gen Beschw­erde­in­stanz für Radio und Fernse­hen (UBI) mit dem für die amtliche Samm­lung vorge­se­henen Urteil vom 12. April 2012 (vere­inigte Ver­fahren 2C_943/2011 und 2C_127/2012) abgewiesen. Der Beschw­erde­führer hat­te bere­its vor der UBI erfol­g­los gel­tend gemacht, er müsse sich vor dem Entscheid der Behörde zu Stel­lung­nah­men der … weit­er­lesen