5A_828/2011: Anwendungsbereich von SchKG 206 I (Wirkungen des Konkurses; Drittpfänder)

Die Eröff­nung des Konkurs­es bewirkt auf­grund des Prinzips der Gen­eralex­eku­tion die Aufhe­bung hängiger Betrei­bun­gen. Ausgenom­men sind Betrei­bun­gen auf Ver­w­er­tung von Drittpfän­dern (SchKG 206 I); diese kön­nen daher neben dem Konkurs durch Spezialex­eku­tion ver­w­ertet wer­den. Im vor­liegen­den Ver­fahren war strit­tig, ob diese Aus­nahme auch auch auf Grund­stücke anwend­bar ist, die in einem der Konkurs­eröff­nung voraus­ge­gan­genen Betrei­bungsver­fahren … weit­er­lesen

4A_717/2011: “Cashback” hat (hier) fantasievolle Komponente; firmenrechtlich keine reine Sachbezeichnung

Die Gesellschaften Cash Back VAT Reclaim AG und die Unit­ed Cash Back AG klagten gegen die jün­geren Cash­back Man­age­ment GmbH und Cash­back Pro­mo­tion GmbH u.a. auf Unter­las­sung der Ver­wen­dung der Aus­drücke “Cash­back” oder “Cash Back” als Fir­menbe­standteile und der Nutzung des Domain­na­mens www.cashback-company.ch. Die kan­tonalen Instanzen (Kan­ton Zug) und jet­zt auf das BGer schützten diese … weit­er­lesen

4A_589/2011: Swatch/Ice-Watch — Feststellungsinteresse; Prozessführungsverbote; Wirkung einer ungerechtfertigten ausserordentlichen Kündigung einer Abgrenzungsvereinbarung (amtl. Publ.)

Nach­dem die bel­gis­che Uhren­her­stel­lerin TKS SA die Wort­marke “ICEWATCH” in Klasse 14 angemeldet hat­te, hat­te Swatch AG Wider­spruch gegen die Ein­tra­gung erhoben. In der Folge hat­ten sich die Parteien in ein­er Abgren­zungsvere­in­barung darüber ver­ständigt, dass TKS die Wort­marke weltweit stets nur auf zwei Zeilen “ICE / WATCH” oder — bei Pro­duk­tbeschrei­bun­gen — mit Binde­strich “ICE-WATCH” … weit­er­lesen

5A_107/2012: 2. Gläubigerversammlung: Einladung; Antwortfrist bei Zirkularbeschlüssen

Das BGer hält fest, dass die Ein­ladung zur 2. Gläu­bigerver­samm­lung iSv SchKG 252 gemäss dem For­mu­lar 5F (Muster­for­mu­lar gemäss der Art. 1 der Verord­nung über die im Betrei­bungs- und Konkursver­fahren zu ver­wen­den­den For­mu­la­re und Reg­is­ter sowie die Rech­nungs­führung; vgl. hier zur laufend­en Über­ar­beitung dieser For­mu­la­re) nur bes­timmte Angaben enthal­ten müssen, näm­lich Ort und Zeit der … weit­er­lesen

2C_137/2011: Verjährung der Steuerforderung kann auch während des Verfahrens vor BGer eintreten (amtl. Publ.)

Der Beschw­erde­führer wurde mit Ver­fü­gung vom 23. März 1998 für die direk­te Bun­dess­teuer 1995/1996 ver­an­lagt. Am 23. Juli 2002 fan­den beim Beschw­erde­führer Haus­durch­suchun­gen statt, die vom zuständi­gen Unter­suchungsrichter wegen Ver­dachts auf Steuer­be­trug und andere Straftat­en ange­ord­net wor­den waren. Mit Schreiben vom 15. Novem­ber 2004 leit­ete die kan­tonale Steuerver­wal­tung BE ein Nach­s­­teuer- und Steuer­hin­terziehungsver­fahren u.a. gegen … weit­er­lesen

4A_648/2011: gerichtliche Einsetzung eines Sonderprüfers; Anforderungen an die Glaubhaftmachung einer Rechtsverletzung iSv OR 697b II

Der Anspruch auf Son­der­prü­fung ist gerichtlich durch­set­zbar, wenn die GV eine Son­der­prü­fung ver­weigert, aber Aktionäre, die zusam­men min­destens 10% des AK oder Aktien im Nen­nwert von CHF 2 Mio. vertreten, die Ein­set­zung eines Son­der­prüfers ver­lan­gen und glaub­haft machen, dass Grün­der oder Organe Gesetz oder Statuten ver­let­zt und damit die Gesellschaft oder die Aktionäre geschädigt haben (ORweit­er­lesen

4A_554/2011: Recht auf Sonderprüfung nicht unter Umgehung der GV (amtl. Publ.)

Nach OR 697a hat jed­er Aktionär das Recht, der GV eine Son­der­prü­fung vorzuschla­gen. Er muss aber vorher seine weit­eren Kon­troll­rechte des Auskun­fts- oder Ein­sicht­srechts vorher aus­geübt haben, sei es gerichtlich, sei es in der GV (Sub­sidiar­ität des Anspruchs auf Son­der­prü­fung). Eine gerichtliche Durch­set­zung des Rechts auf Son­der­prü­fung ist möglich, aber nie direkt; erforder­lich ist der … weit­er­lesen

4A_763/2011: Revisionsgesuch abgewiesen, weil die Gesuchstellerin im Schiedsverfahren einen Antrag auf Vorlage eines bestimmten Dokuments hätte stellen können, womit sie Kenntnis von der erheblichen Tatsache erlangt hätte

Mit Entscheid 4A_763/2011 vom 30. April 2012 wies das Bun­des­gericht ein Begehren auf Revi­sion eines Schiedsspruchs ab. Das Bun­des­gericht erk­lärte ein­lei­t­end, dass gemäss analoger Anwen­dung von Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG die Revi­sion eines Schiedsspruch­es ver­langt wer­den kann, wenn die ersuchende Partei nachträglich erhe­bliche Tat­sachen erfährt oder entschei­dende Beweis­mit­tel auffind­et, die sie in früheren Ver­fahren nicht beib­rin­gen … weit­er­lesen

4A_436/2011: Equity Linked Notes, Bank haftet nicht für Verluste

Im Entscheid 4A_436/2011 hat­te sich das Bun­des­gericht mit der Klage eines Bankkun­den gegen seine Bank (Cred­it Suisse) zu befassen. Gegen­stand waren Ver­luste im Zusam­men­hang mit Investi­tio­nen in struk­turi­erte Pro­duk­te (sog. Equi­ty Yield Notes).  Der Kunde bestritt, die Aufträge für die Käufe der Notes erteilt zu haben; die Bank habe ohne seine Ken­nt­nis und ohne Zus­tim­mung in … weit­er­lesen

2C_396/2011: Verwirkung der Besteuerungskompetenz wegen Verzögerung schützt steuererhebende Kantone und wird nicht von Amtes wegen berücksichtigt

Der Beschw­erde­führer hat­te seinen Wohn­sitz im Jahr 2003 von ZH nach TI ver­legt. In TI wurde er für 2005 recht­skräftig ver­an­lagt (Einkom­men aus unselb­ständi­ger Tätigkeit, offen­bar aus­geübt in ZH). 2010 wurde er dann auch noch von ZH für das Jahr 2005 ver­an­lagt, und zwar auf­grund selb­ständi­ger Erwerb­stätigkeit im Kan­ton. Die ZH Behör­den qual­i­fizierten die behauptete … weit­er­lesen