EFD: DBA mit Griechenland und Japan geändert; DBA mit Uruguay neu in Kraft

Die Änderung­spro­tokolle zu den DBA zwis­chen der Schweiz und Griechen­land und Japan sind in Kraft getreten, gle­ich­es gilt für das neue DBA mit Uruguay (Medi­en­mit­teilun­gen betr­e­f­fend Griechen­land, betr­e­f­fend Japan und betr­e­f­fend Uruguay). Die neuen Bes­tim­mungen find­en ab dem 1. Jan­u­ar 2012 Anwen­dung. Das Änderung­spro­tokoll betr­e­f­fend das DBA mit Griechen­land regelt ins­beson­dere die fol­gen­den Punk­te OECD-Amt­shil­feklausel; … weit­er­lesen

5A_645/2011: Anforderungen an die Bestreitung bei Gesuchen um Rechtsschutz in klaren Fällen

Das BGer hält fest, dass die Frage, ob bei Gesuchen um Rechtss­chutz in klaren Fällen iSv ZPO 257 den Geg­n­er des Rechtss­chutzge­suchs für seine Ein­wände nur eine Behaup­tungslast trifft oder ob er diese überdies glaub­haft zu machen hat, zwar  nicht höch­strichter­lich entsch­ieden sei, dass in der Lehre jedoch insoweit Einigkeit beste­he. Es dürfe deshalb als Grund­satz … weit­er­lesen

4A_631/2011: Prüfung, ob einer Partei der Rechtsmittelverzicht subjektiv entgegengehalten werden kann

Im Entscheid 4A_631/2011 vom 9. Dezem­ber 2011 set­zte sich das Bun­des­gericht mit der Frage auseinan­der, ob sich eine Recht­snach­fol­gerin den in ein­er Schiedsvere­in­barung enthal­te­nen Rechtsmit­telverzicht ent­ge­gen­hal­ten lassen müsse, der vom Vertreter des Rechtsvorgängers abgeschlossen wurde. Dabei erk­lärte das Bun­des­gericht: Für einen gülti­gen Rechtsmit­telverzicht seit­ens der Beschw­erde­führerin ist zunächst erforder­lich, dass diese in sub­jek­tiv­er Hin­sicht an … weit­er­lesen

4A_153/2011: Anforderungen an eine verjährungsunterbrechende Schuldanerkennungsurkunde iSv OR 137 II

Das BGer beurteilt ein Schreiben als ungenü­gend für eine ver­jährung­sun­ter­brechende, urkundliche Schul­dan­erken­nung iSv OR 137 II und hält dabei Fol­gen­des fest: 3.1 Wird eine Forderung durch Ausstel­lung ein­er Urkunde anerkan­nt, ist die neue Ver­jährungs­frist stets die zehn­jährige (Art. 137 Abs. 2 OR). Die Anforderun­gen an eine Schul­dan­erken­nung im Sinne von Art. 137 Abs. 2 OR sind … weit­er­lesen

SVG-Revision: Künftig Bestrafung öffentlicher Warnungen vor Verkehrskontrollen – Was heisst „öffentlich“ in sozialen Netzwerken?

Die Anfang dieser Woche vom Par­la­ment beschlossene Revi­sion des Strassen­verkehrs­ge­set­zes (SVG) sieht – neben weit­eren Änderun­gen und Neuerun­gen – eine Sank­tion­ierung von War­nun­gen vor Verkehrskon­trollen vor: Nach Art. 98a Abs. 3 lit. a nSVG wird dere­inst mit Busse bestraft, wer öffentlich vor behördlichen Kon­trollen im Strassen­verkehr warnt. Nichtöf­fentliche War­nun­gen bleiben hinge­gen weit­er­hin zuläs­sig. In Frage … weit­er­lesen

4A_215/2011: ungerechtfertigte fristlose Entlassung eines Krankenpflegers wegen unerlaubter Aufgabe des Postens; Entschädigung von vier Monatsgehältern

Das BGer schützt ein Urteil des KGer VD, das eine frist­lose Ent­las­sung trotz ein­er schw­er­wiegen­den Pflichtver­let­zung als ungerecht­fer­tigt ange­se­hen hat­te. Der ent­lassene Mitar­beit­er war als Anäs­the­siepfleger bei einem pri­vat­en Kranken­haus pri­va­trechtlich angestellt. Er hat­te Mühe, mit Kri­tik von Vorge­set­zten umzuge­hen. Die Ent­las­sung stand im Zusam­men­hang mit einem Vor­fall im Novem­ber 2006, als der Angestellte bei … weit­er­lesen

BGH: Unverwertbarkeit von polizeilich abgehörten Selbstgesprächen

Der deutsche Bun­des­gericht­shof (BGH) hat sich zu der – auch aus schweiz­erisch­er Sicht inter­es­san­ten – Frage geäussert, ob und inwieweit die Beweise auf­grund polizeilich abge­hörter Selb­st­ge­spräche ver­w­ert­bar sind (Urteil 2 StR 509/10 vom 22.12.2011; Entschei­dungs­gründe wer­den später veröf­fentlicht). Grund­sät­zlich kann in einem solchen Fall ein Beweisver­w­er­tungsver­bot beste­hen, das sich unmit­tel­bar aus der Ver­fas­sung ergibt. Denn … weit­er­lesen

6B_305/2011: Whistleblowing; Verletzung des Amtsgeheimnisses und Wahrung berechtigter Interessen

Mit Entscheid vom 12. Dezem­ber 2011 (6B_305/2011) hat das Bun­des­gericht die Verurteilung von zwei Angestell­ten des Sozialde­parte­ments der Stadt Zürich wegen Ver­let­zung des Amts­ge­heimniss­es (Art. 320 Ziff. 1 Abs. 1 StGB) bestätigt. Die bei­den Frauen hat­ten einem Jour­nal­is­ten der Welt­woche zahlre­iche Unter­la­gen betr­e­f­fend ver­schiedene Sozial­hil­feempfänger übergeben, um über Missstände ihrer Amtsstelle zu informieren. Ihre Beschw­erde … weit­er­lesen

Änderung des DBA mit Deutschland in Kraft getreten

Gestern (am 21. 12.) wur­den die Rat­i­fika­tion­surkun­den für das rev­i­dierte DBA zwis­chen der Schweiz und Deutsch­land aus­ge­tauscht (vgl. die entsprechende Medi­en­mit­teilung). Damit ist das DBA in Kraft getreten. Noch nicht rat­i­fiziert wurde dage­gen das Abkom­men mit Deutsch­land über eine Quellensteuer .

6B_345/2011: Strafbarkeit des Nacktwanderns nach kantonalem Recht (amtl. Publ.)

Das Bun­des­gericht hat gestern das für die amtliche Samm­lung vorge­se­hene Urteil 6B_345/2011 vom 17. Novem­ber 2011 über die Straf­barkeit des Nack­t­wan­derns nach kan­tonalem Recht, über das bere­its bei Verkün­dung in den Medi­en berichtet wurde (siehe z.B. hier und hier), veröf­fentlicht. Die Vorin­stanz hat­te den Beschw­erde­führer wegen unanständi­gen Benehmens gemäss Art. 19 al. 2 Kant. Strafrecht/ARweit­er­lesen