5A_317/2011: Vorsorgliche Massnahmen zur Änderung von Unterhaltsbeiträgen (amtl. Publ.)

Das Bun­des­gericht beschäftigt sich im Urteil 5A_317/2011 vom 22. Novem­ber 2011 (frz.; für die amtliche Samm­lung vorge­se­hen) mit der Anord­nung vor­sor­glich­er Mass­nah­men im Hin­blick auf die Abän­derung von Unter­halts­beiträ­gen. Der Beschw­erde­führer hat erfol­g­los den Entscheid der Vorin­stanz gerügt, welche eine Kürzung sein­er Unter­halt­szahlun­gen während der Recht­shängigkeit des Schei­dungsver­fahrens zu Gun­sten sein­er Frau und sein­er mit­tler­weile … weit­er­lesen

LGV: Weisung zur Umsetzung der Melde- und Bewilligungspflicht

Das Bun­de­samt für Gesund­heit (BAG) hat kür­zlich im BAG Bul­letin 52/2011 seine Weisung Nr. 7 zur Leben­s­mit­­tel- und Gebrauchs­ge­gen­stän­de­verord­nung (LGV), und zwar betr­e­f­fend Art. 12 und 13 LGV, veröf­fentlicht. Darum geht es um die prak­tis­che Umset­zung der Melde- und Bewil­li­gungspflicht. Mit der Über­nahme des EG-Hygien­­erechts wird im schweiz­erischen Recht eine generelle Meldepflicht für Betriebe, die … weit­er­lesen

5A_596/2011: Verweigerte Genehmigung der Schlussrechnung bei Beendigung der Vormundschaft (amtl. Publ.)

Mit dem für die amtliche Samm­lung vorge­se­henen Urteil 5A_596/2011 vom 1. Dezem­ber 2011 (frz.) weist das Bun­des­gericht die Beschw­erde eines Vor­mundes als unzuläs­sig ab. Die Vorin­stanz hat­te die Weigerung der zuständi­gen Vor­mund­schafts­be­hörde geschützt, die Schlussabrech­nung des Vor­mundes bei Beendi­gung seines vorüberge­hen­den Amtes zu genehmi­gen (vgl. Art. 451 ZGB i.V.m. Art. 386 Abs. 2 ZGB). Der … weit­er­lesen

2C_436/2011: DBA-Berechtigung von “res non doms” bei Auszahlung von Freizügigkeitsleistung

Das Bun­des­gericht hat fest­ge­hal­ten, dass in Gross­bri­tan­nien gemäss “remit­tance basis” besteuerte Empfänger von pri­va­trechtlichen Vor­sorgeleis­tun­gen die Rück­er­stat­tung der Quel­len­s­teuer (DBG 96) nur ver­lan­gen kön­nen, wenn sie die Über­weisung dieser Vor­sorgeleis­tung nach Gross­bri­tan­nien nach­weisen (DBA-UK 27 I). Ins­beson­dere geht DBA-UK 27 I der intern­rechtlichen Bes­tim­mung von QSt­Vo 11 II vor, die die Rück­er­stat­tung lediglich von der … weit­er­lesen

5A_588/2011: Betreibung vom OGer ZH zu Recht als rechtsmissbräuchlich gewertet

Das BGer fasst zunächst zusam­men, unter welchen Umstän­den eine Betrei­bung als rechtsmiss­bräuch­lich gilt: “3.2 Eine Betrei­bung ist nur in Aus­nah­me­fällen wegen Rechtsmiss­brauchs nichtig. Rechtsmiss­bräuch­lich­es Ver­hal­ten liegt dann vor, wenn der Gläu­biger mit der Betrei­bung offen­sichtlich Ziele ver­fol­gt, die nicht das Ger­ing­ste mit der Zwangsvoll­streck­ung zu tun haben. Da es wed­er dem Betrei­bungsamt noch der Auf­sichts­be­hörde … weit­er­lesen

5D_153/2011: Rechtliches Gehör; zu Recht keine Stellungnahme zu einer inhaltslosen “Eingabe” eingeholt (amtl. Publ.)

Erhebt der Schuld­ner Rechtsvorschlag mit der Begrün­dung, er sei nicht zu neuem Ver­mö­gen gekom­men, so legt das Betrei­bungsamt den Rechtsvorschlag dem Richter des Betrei­bung­sortes vor. Dieser hört die Parteien an und entschei­det; gegen den Entscheid ist kein Rechtsmit­tel zuläs­sig (SchKG 265a). Im Ver­fahren um Bewil­li­gung des Rechtsvorschlags man­gels neuen Ver­mö­gens hat­te der Schuld­ner einge­wandt, sein … weit­er­lesen

5A_453/2011: Vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts ist vorsorgliche Massnahme i.S.v. ZPO 6 V (amtl. Publ.)

Das BGer hält fest, dass  die vor­läu­fige Ein­tra­gung des Bauhandw­erk­erp­fan­drechts auch in der Begrif­flichkeit von Art. 6 Abs. 5 ZPO eine vor­sor­gliche Mass­nahme ist. Die Han­dels­gerichte sind somit zur Beurteilung entsprechen­der Gesuche zuständig, sofern die Haupt­sache han­del­srechtlich­er Natur ist (Art. 6 Abs. 2 ZPO).

1C_549/2010: Anfechtung der Untätigkeit des kantonalen Gesetzgebers; Nichtweiterführung der Gleichstellungskommission Zug verfassungs- und völkerrechtskonform (amtl. Publ.)

Das BGer weist eine Beschw­erde u.a. der Grü­nen, der CSP und der SP des Kan­tons Zug sowie der Juristin­nen Schweiz ab, mit welch­er der Beschluss des Kan­ton­srats Zug ange­focht­en wurde, die Kom­mis­sion für die Gle­ich­stel­lung von Frau und Mann nicht weit­erzuführen. Der Kan­ton Zug ist wed­er ver­­fas­­sungs- noch völk­er­rechtlich verpflichtet, eine Gle­ich­stel­lungskom­mis­sion zu schaf­fen oder eine Fach­stelle zur Förderung … weit­er­lesen

2C_710/2010: Pharmalobby-Bericht in 10 vor 10 verletzte Sachgerechtigkeitsgebot nicht (amtl. Publ.)

In einem Bericht des Schweiz­er Fernse­hens im For­mat “10 vor 10” wurde die FDP als mit der Phar­malob­by ver­ban­delt dargestellt. Die Unab­hängige Beschw­erdekom­mis­sion für Radio und Fernse­hen (UBI) hat­te auf Beschw­erde der FDP fest­gestellt, das Sachgerechtigkeits­ge­bot sei ver­let­zt wor­den. Vor BGer war zunächst strit­tig, ob das Ver­fahren vor der UBI rechtsstaatlichen Anforderun­gen genügt. Nach der Prax­is … weit­er­lesen

2C_272/2011: An Einzelunternehmen des Alleinaktionärs bezahlte Provision weder ungültig noch geldwerte Leistung (“Ertragsverzicht”)

Z. war Alleinak­tionär und einzelze­ich­nungs­berechtigter VR der X. AG, deren Zweck der Erwerb, die Ver­wal­tung und Veräusserung von Immo­bilien war. Daneben betrieb Z. ein Einzelun­ternehmen, das sich mit der Ver­mit­tlung von Grund­stück­en befasst. Die X. AG ging mit dem Einzelun­ternehmen einen “Immo­­bilien-Ver­mit­tlungsver­­trag” ein, wonach sich das Einzelun­ternehmen zu Ver­mit­tlung oder Nach­weis eines Käufers für eine … weit­er­lesen