4A_576/2010: Regress des Versicherers auch zukünftig nur bei Verschulden; Praxisänderung abgelehnt (amtl. Publ.)

Das vor­liegende Urteil bet­rifft die Haf­tungs­fol­gen eines Unfalls. Das BGer äussert sich ins­beson­dere zur Frage, wann ein Schlich­tungs­ge­such ver­jährung­sun­ter­brechend wirken kann, obwohl es nicht von der Gläu­bigerin gestellt wurde: wenn jede Ver­wech­slung aus­geschlossen ist; und vor allem zum Regress des Ver­sicher­ers nach VVG 72 I bei Fehlen ein­er schuld­haften uner­laubten Hand­lung des Regress­be­lasteten: Prax­isän­derung mit einge­hen­der … weit­er­lesen

WEKO: Verbote von Verkäufen über Online-Shops grundsätzlich unzulässig

Die WEKO hat mit Ver­fü­gung vom 11. Juli 2011 als Ergeb­nis ein­er Unter­suchung wegen Behin­derung des Online-Han­dels im Bere­ich von Haushalt­geräten fest­ge­hal­ten, dass Ver­bote von Verkäufen über Online-Shops grund­sät­zlich unzuläs­sig sind. Inter­netverkäufe dür­fen nur unter engen Voraus­set­zun­gen beschränkt wer­den (vgl. Medienmitteilung).

1B_134/2011: Ausschluss eines Gerichtsberichterstatters aus einer strafgerichtlichen Hauptverhandlung (amtl. Publ.)

Mit Urteil (1B_134/2011) vom 14. Juli 2011 weist das Bun­des­gericht die Beschw­erde eines Reporters der Zeitung „Blick“ ab, der beantragt hat, die Unzuläs­sigkeit sein­er Weg­weisung aus ein­er bezirks­gerichtlichen Ver­hand­lung festzustellen. Das Gericht erkan­nte keine Ver­let­zung der Mei­n­ungs­frei­heit (Art. 16 BV) oder Medi­en­frei­heit (Art. 17 BV). In dem betr­e­f­fend­en Strafver­fahren, in dem es um häus­liche Gewalt … weit­er­lesen

Luzerner “Tatort”: Rezension eines Staatsanwaltes

Der erste Luzern­er “Tatort” mit Kom­mis­sar Flück­iger, der gestern aus­ges­trahlt wurde, wird von Thomas Han­s­jakob, Erster Staat­san­walt am Unter­suchungsamt St. Gallen, rezen­siert. Unter der Rubrik “Tatort — Experten rezen­sieren den Fernsehkri­mi” schreiben Staats- und Recht­san­wälte, Richter und Polizis­ten über den aktuellen Tatort auf der Home­page des Schulthess-Ver­lags. Ein Auss­chnitt aus der Rezen­sion: Flück­iger selb­st scheint … weit­er­lesen

1B_197/2011: Aufgaben des Strafverteidigers; Wechsel des Offizialverteidigers

Im Zusam­men­hang mit der Beurteilung ein­er Beschw­erde, die sich gegen die Ablehnung eines Gesuchs um Auswech­slung eines Offizialvertei­di­gers richtete, äussert sich das Bun­des­gericht im Urteil vom 14. Juli 2011 (1B_197/2011) erneut zu den Auf­gaben eines Strafvertei­di­gers. In Bestä­ti­gung sein­er Recht­sprechung (siehe z.B. BGE 126 I 26 E. 4b/aa S. 30, 126 I 194 E. 3d … weit­er­lesen

9C_416/2011: Anrechung des weiterhin erzielten oder des zumutbar erzielbaren Einkommens in der berufsvorsorgerechtlichen Überentschädigungsberechnung

Im Entscheid 9C_416/2011 vom 19. Juli 2011 hat­te das Bun­des­gericht zu prüfen, ob ein hypo­thetis­ches Erwerb­seinkom­men im Rah­men der berufsvor­sorg­erechtlichen Über­entschädi­gungs­berech­nung anrechen­bar sei und falls ja, in der Folge kein Anspruch auf Invali­den­leis­tun­gen aus der beru­flichen Vor­sorge bestünde.  S. mit Jahrgang 1968 war bei der Fir­ma Z. angestellt und bei der Sam­mel­s­tiftung C. für die … weit­er­lesen

1B_123/2011: Verfahrenseinstellung; Grundsatz „in dubio pro duriore“, Untersuchungsmaxime und rechtliches Gehör (amtl. Publ.)

In einem Urteil vom 11. Juli 2011 beschäftigt sich das Bun­des­gericht mit dem straf­prozes­sualen Grund­satz „in dubio pro duri­ore“, wonach eine Ein­stel­lung des Strafver­fahrens durch die Staat­san­waltschaft nur bei klar­er Straflosigkeit bzw. offen­sichtlich fehlen­den Prozessvo­raus­set­zun­gen ver­fügt wer­den darf (1B_123/2011; für die amtliche Samm­lung vorge­se­hen). Im vor­liegen­den Fall hat­te der Beschw­erde­führer Strafanzeige (gegen Unbekan­nt) wegen schw­er­er … weit­er­lesen

6B_72/2011: Vernachlässigung von Unterhaltspflichten; Strafantragsfrist und Beitragsanpassung

Das Bun­des­gericht bestätigt mit Urteil 6B_72/2011 vom 19. Juli 2011 eine Beschw­erde gegen die Verurteilung wegen mehrfach­er Ver­nach­läs­si­gung von Unter­halt­spflicht­en gemäss Art. 217 StGB, wobei in Anwen­dung von Art. 53 StGB von ein­er Bestra­fung abge­se­hen wurde. Der Beschw­erde­führer war trotz des Verzichts auf eine Verurteilung durch den ange­focht­e­nen Entscheid beschw­ert und damit beschw­erdele­git­imiert. Zum Sachver­halt: … weit­er­lesen

1B_232/2011: Untersuchungshaft und Haftentlassung (amtl. Publ.)

Das Bun­des­gericht gibt der Schwyz­er Ober­staat­san­waltschaft mit dem für die amtliche Samm­lung bes­timmten Urteil (1B_232/2011) vom 12. Juli 2011 recht, die gegen eine Haf­tent­las­sung vorge­gan­gen ist. Die Beschw­erde­führerin hat­te beim Kan­ton­s­gericht eine erste Beschw­erde ein­gere­icht, auf welche nicht einge­treten wurde, weil die ange­focht­ene Entschei­dung des Zwangs­mass­nah­men­gerichts noch nicht begrün­det war. Gegen den begrün­de­ten Entscheid hat … weit­er­lesen

Anhörung zur BEHV-FINMA eröffnet

Die FINMA hat am 27. Juli 2011 die Anhörung zur BEHV-FINMA eröffnet. Die Anhörung endet am 5. Sep­tem­ber 2011. Gegen­stand der geplanten Revi­sion sind die Neuregelung der Meldepflicht für aus­ländis­che kollek­tive Kap­i­ta­lan­la­gen, Meldepflicht­en beim Erre­ichen von exak­ten Schwellen­werten und eine über­sichtlichere Veröf­fentlichung der einge­gan­genen Mel­dun­gen (für weit­ere Einzel­heit­en vgl. die Medienmitteilung).