EFD: Vernehmlassungsverfahren betreffend ausgewogene Paar- und Familienbesteuerung

Das Eid­genös­sis­che Finanzde­parte­ment hat das Vernehm­las­sungsver­fahren zur geplanten Revi­sion des DBG “Aus­ge­wo­gene Paar- und Fam­i­lienbesteuerung” eröffnet. Die Revi­sion soll eine im Ein­klang mit der Ver­fas­sung ste­hende Ehep­­aar- und Fam­i­lienbesteuerung zu ver­ankern, die sich möglichst neu­tral gegenüber den ver­schiede­nen Part­n­er­schafts- und Fam­i­lien­mod­ellen. Damit Ehep­aare kün­ftig nicht mehr stärk­er als Konku­bi­natspaare belastet wer­den, soll das Mod­ell «Mehrfachtarif … weit­er­lesen

8C_63/2012: Zürcher Sozialversicherungsrichter zu Recht niedriger besoldet als Richter am OGer und VGer ZH (amtl. Publ.)

Der Zürcher Kan­ton­srat hat­te im Feb­ru­ar 2011 beschlossen, die dreizehn Richter des SozVers­Ger ZH zwei Lohn­klassen tiefer einzustufen als die Mit­glieder des Ver­wal­­tungs- und Oberg­erichts (Unter­schied: rund CHF 30’000 p.a.), weil unter dem Sozialver­sicherungs­gericht keine erste Gerichtsin­stanz tätig sei.  Das BGer schützt diesen Entscheid, wie bere­its die Vorin­stanz, das VGer ZH, dessen Urteil eben­falls online ver­füg­bar … weit­er­lesen

4A_236/2012: fristlose Entlassung einer Kadermitarbeiterin u.a. wegen Umgehung des Vier-Augen-Prinzips und Weitergabe von Passwörtern gerechtfertigt

Das BGer schützt die frist­lose Ent­las­sung ein­er Kader­mi­tar­bei­t­erin ein­er Bank. Die Mitar­bei­t­erin hat­te bei der Bank u.a. die Auf­gabe, Zahlun­gen durch seine Untergebe­nen im Auf­trag eines Kun­den zu autorisieren (vier-Augen-Prinzip), wenn die Zahlun­gen CHF 20’000 über­stiegen, und bei CHF 100’000 über­steigen­den Zahlun­gen den Kun­den sicher­heit­shal­ber anzu­rufen. Die Zahlungsautorisierung erfol­gte durch das Benutzerkon­to der Mitar­bei­t­erin. Diese … weit­er­lesen

5A_219/2012: provisorischer Pfändungsanschluss des Arrestgläubigers

Das BGer hält fest, dass der pro­vi­sorische Pfän­dungsan­schluss des Arrest­gläu­bigers bei Pfän­dung der ver­ar­restierten Ver­mö­genswerte (SchKG 281) nicht dadurch aus­geschlossen ist, dass sich die bei­den Betrei­bun­gen nicht gegen den gle­ichen Schuld­ner richt­en. Der pro­vi­sorische Pfän­dungsan­schluss set­zt lediglich die Pfän­dung von ver­ar­restiertem Gut voraus. Die Frage, in welche von zwei Betrei­bun­gen gegen ver­schiedene Schuld­ner das gepfän­dete … weit­er­lesen

4A_220/2012: vorvertraglicher Anspruch auf Abschluss des Hauptvertrags hier nicht abtretbar

Das BGer erwäh­nt im vor­liegen­den Urteil, dass der Anspruch auf einen Ver­tragsab­schluss, der sich aus einem Vorver­trag ergibt, jeden­falls hier nicht abtret­bar ist: Der Vorin­stanz ist beizupflicht­en, dass es beim Abschluss eines Architek­­tur- oder Inge­nieurver­trags regelmäs­sig auf die Per­sön­lichkeit des Kon­tra­hen­ten ankommt, namentlich vor­liegend, wo das Pla­nung­steam, dem die Beschw­erde­führerin ange­hörte, den vorver­traglichen Anspruch als Siegerin … weit­er­lesen

9C_88/2012: keine Anwendung der clausula auf jüngste Finanzkrisen; einseitige Kürzung einer Zusatzrente (amtl. Publ.)

Vor­liegend war umstrit­ten, ob das Regle­ment ein­er Vor­sorgeein­rich­tung im Bere­ich der weit­erge­hen­den beru­flichen Vor­sorge wirk­sam ein­seit­ig geän­dert wor­den ist (Kürzung ein­er zugesicherten Zusatzrente). In diesem Bere­ich kann das das Regle­ment ein­er Vor­sorgeein­rich­tung grund­sät­zlich nur dann ein­seit­ig geän­dert wer­den, wenn dies ver­traglich vor­be­hal­ten wurde (vgl. BGE 137 V 105 E. 6.1). Vor­liegend berief sich die Vor­sorgeein­rich­tung … weit­er­lesen

2C_146/2012: Beschwerde der SRG gegen den Tarif A (Fernsehen) von swissperform abgewiesen

Das BGer weist eine Beschw­erde der SRG gegen Swissper­form ab. Strit­tig war der Tarif A Fernse­hen von Swissper­form für die Jahre 2010–2012 (zu find­en hier, S. 7 ff.).  Die ESchK genehmigte diesen Tarif mit weni­gen Anderun­gen (Entscheid). Das BVGer schützte diesen Entscheid. Das BGer weist die Beschw­erde der SRG ab. Nach URG 35 beste­ht ein … weit­er­lesen

SWITCH darf im Retailbereich aus aufsichtsrechtlicher Sicht für switchplus werben; vorbehalten bleibt das Wettbewerbsrecht (amtl. Publ.)

Die Stiftung SWITCH nimmt seit 1987 im Auf­trag des BAKOM (gestützt auf AEFV 14a) die Zuteilung und Ver­wal­tung von  “.ch”-Domains wahr. 2009 grün­dete sie die Tochterge­sellschaft switch­plus, die Dien­stleis­tun­gen rund ums Inter­net anbi­etet. switch­plus ist eine sog. whole­sale-Part­n­er­in von SWITCH, kann also Drit­ten Domain­na­men zuteilen und diese ver­wal­ten (AEFV 14c-quater). Das BAKOM hat­te SWITCH auf … weit­er­lesen

4A_89/2012: Rückforderung zuviel bezahlter Vorschüsse vom Anwalt: vertragliche Grundlage

Das BGer äussert sich zur Recht­snatur der Rück­forderung wegen Schlechter­fül­lung gekürzten, im Voraus akon­to bezahlten Hon­o­rars des Beauf­tragten (hier eines Anwalts; die Tat­sache der Schlechter­fül­lung war nicht mehr strit­tig). Das BGer qual­i­fiziert den Rück­forderungsanspruch gle­ich wie das OGer ZH als Vorin­stanz als ver­traglichen Anspruch. Es geht von der beste­hen­den Recht­sprechung aus, wonach ver­traglich vere­in­barte, zuviel … weit­er­lesen

4A_20/2012: technische Notwendigkeit infolge höherer Herstellungskosten der Alternativformen; “Lego”

Das BGer bestätigt das Urteil des HGer ZH vom 23. Novem­ber 2011, in dem dieses den Lego-Bausteinen Marken­schutz ver­weigert hat­te. Das HGer war nach einem aus­führlichen Gutachter­ver­fahren zum Ergeb­nis gelangt, die Form der Legob­austeine sei tech­nisch notwendig und daher nach MSchG 2 lit. b vom Marken­schutz aus­geschlossen. Alter­na­tiv­for­men seien alle wesentlich teur­er herzustellen. Das BGer … weit­er­lesen