Kant. Steueramt ZH: “Automower”-Fall führt zu Präzisierung der Praxis

Im Anschluss an das Urteil des BGer betr­e­f­fend die steuer­liche Abzugs­fähigkeits eines Rasen­mähers präzisiert das kan­tonale Steuer­amt Zürich seine Prax­is (Mit­teilung des KStA ZH). Im Merk­blatt des kan­tonalen Steuer­amts über die steuer­liche Abzugs­fähigkeit von Kosten für den Unter­halt und die Ver­wal­tung von Liegen­schaften vom 13. Novem­ber 2009 wird nun im Abgren­zungskat­a­log neu aus­drück­lich „Reparatur oder … weit­er­lesen

4A_740/2011: Durchführung des Regresses im internationalen Verhältnis; Aktivlegitimation des Regressberechtigten; Unterschieden zw. common law und civil law (amtl. Publ.)

Im vor­liegen­den Fall war strit­tig, ob dem zahlen­den Unfal­lver­sicher­er eines Geschädigten ein direk­tes Forderungsrecht gegen den Haftpflichtver­sicher­er des Schädi­gers zukam. Das BGer hat in diesem Fall bere­its entsch­ieden (BGE 134 III 420), dass diese Frage nicht durch das — hier anwend­bare — StVÜ beant­wortet werde. Mass­ge­blich für den Bestand des Regress­rechts sei vielmehr nach IPRGweit­er­lesen

4A_74/2012: Pflichtwidrigkeit der Darlehensgewährung durch die Mutter- an die Tochtergesellschaft

Das BGer schützt ein Urteil des HGer AG, in dem dies die Haf­tung aus Ver­ant­wortlichkeit bejaht hat­te. Vorge­wor­fen wurde einem VR-Mit­glied, dass die später eben­falls konkur­site Mut­terge­sellschaft ihrer Tochterge­sellschaft zu einem Zeit­punkt ein Dar­lehen gewährt hat­te, als die Tochter bere­its über­schuldet war.  Das HGer AG hat­te dazu Fol­gen­des fest­ge­hal­ten: 4.2 Die Vorin­stanz prüfte, unter welchen … weit­er­lesen

4A_45/2012: Verwechslungsgefahr zwischen “Keytrade AG” und “Keytrade Bank SA, Bruxelles, succursale de Genève” und Wiederholungsgefahr bejaht

Die “Key­trade AG” hat­te beim HGer ZH erfol­gre­ich gestützt auf Fir­men­recht (wegen Ver­wech­slungs­ge­fahr) und auf Namen­srecht (wegen Namen­san­mas­sung) gegen die “Key­trade Bank SA” geklagt und ver­langt, die Führung der Fir­ma “Key­trade Bank SA, Brux­elles, suc­cur­sale de Genève” in der Schweiz zu unter­lassen. Ausser­dem sei der Domain­name keytradebank.ch zu löschen. Das BGer weist die Beschw­erde der … weit­er­lesen

4A_218/2012: Entschädigung für ungerechtfertigte fristlose Entlassung nach OR 337c und OR 49; Schadenersatz für Prozesshandlungen

Die kan­tonalen Neuen­burg­er Gerichte hat­ten einem Arbeit­nehmer u.a. eine Entschädi­gung wegen ungerecht­fer­tigter frist­los­er Ent­las­sung von vollen sechs Monat­slöh­nen (von total CHF 52’000) nach OR 337c  zuge­sprochen, nach­dem er von sein­er Arbeit­ge­berin, ein­er Bank, wegen ungerecht­fer­tigter Vor­würfe ent­lassen und in ein lang­wieriges Strafver­fahren ver­wick­elt wor­den war. Eine weit­ere Entschädi­gung nach OR 49 wurde dage­gen abgelehnt. Das … weit­er­lesen

8C_45/2012: Revisonsgesuche vor kantonalen Instanzen bei vor BGer hängiger Beschwerde (amtl. Publ.)

Das BGer hat­te in zwei Urteilen (9C_441/2011 und  8C_729/2008) fest­ge­hal­ten, kan­tonale Gerichte seien nicht verpflichtet, auf Revi­sion­s­ge­suche gegen Entschei­de einzutreten, die formell noch nicht in Recht­skraft erwach­sen sind. Im vor­liegen­den Urteil wider­ruft es diese Recht­sprechung: 6.4 Damit ist festzuhal­ten, dass eine Vorin­stanz des Bun­des­gerichts auf ein Revi­sion­s­ge­such nicht einzig mit der Begrün­dung nicht ein­treten darf, … weit­er­lesen

4A_118/2012: kein Anspruch auf vorsorgliche Beweisabnahme nur wegen abnehmendem Erinnerungsvermögen eines Zeugen

Ein Abspruch auf vor­sor­gliche Beweis­ab­nahme i.S.v. ZPO 158 set­zt voraus, dass der Gesuch­steller eine Gefährdung der Beweis­mit­tel oder ein schutzwürdi­ges Inter­esse glaub­haft macht (lit. b), falls nicht das Gesetz einen entsprechen­den Anspruch gewährt (lit. a). Im vor­liegen­den Fall war eine Beweis­mit­tel­ge­fährdung behauptet wor­den; ein Zeuge müsse vor­sor­glich befragt wer­den, weil sein Erin­nerungsver­mö­gen im Lauf der … weit­er­lesen

4A_139/2011: Anstellung einer Lehrperson: (hier) Arbeitsvertrag, nicht Auftrag

Das BGer beurteilt im vor­liegen­den Fall das Ver­tragsver­hält­nis zwis­che­nund ein­er Lehrper­son als Arbeits- und nicht als Auf­tragsver­trag, obwohl die Lehrper­son einen Teil ihrer Leis­tun­gen zu Hause erbrin­gen kon­nte (Vor­bere­itung der Lek­tio­nen, Kor­rek­tu­rar­beit­en usw.) und insofern kein­er Präsen­zpflicht unter­stand: L’ac­tiv­ité clas­sique d’un enseignant, même salarié, s’ac­com­plit en par­tie à domi­cile pour la pré­pa­ra­tion des cours et … weit­er­lesen

4A_98/2012: Schaden des Lizenzgebers infolge unberechtigter Änderung einer Software durch den Lizenznehmer

Das BGer hat­te im vor­liegen­den Fall zu entschei­den, ob die Käuferin ein­er cus­­tom-made-Soft­­ware befugt war, die Soft­ware weit­eren Gesellschaften zur Ver­fü­gung zu stellen und diese Soft­ware (d.h. ihren Source Code) zu ändern. Die erste Frage war auf­grund ein­er Ver­tragsausle­gung zu beja­hen. Auch die zweite Frage ist primär eine Frage der ver­traglichen Gestal­tung (dazu vgl. hier). … weit­er­lesen

4A_173/2012: Kollektivgesellschaft; Vergütung des Gesellschafters und Bestimmung des Abfindungsanspruchs

Im Zusam­men­hang mit der Entschädi­gung von Mit­gliedern ein­er Kollek­tivge­sellschaft hält das BGer Fol­gen­des fest: Erbringt ein Gesellschafter ein­er Kollek­tivge­sellschaft Leis­tun­gen zugun­sten der Gesellschaft, ste­ht ihm dafür nur Lohn zu, wenn das beson­ders vere­in­bart wird. Andern­falls gilt die Leis­tung als Ein­lage, die durch den Anspruch auf Gewinn­beteili­gung (OR 559) abge­golten ist. Erhält der Gesellschafter Zahlun­gen, ist … weit­er­lesen