2C_559/2011: “Heidi-Alp Bergkäse” zulässig, auch wenn der Käse nicht von einer Alp, sondern nur von den Alpen stammt

Das BGer heisst eine Beschw­erde gegen einen Entscheid des BVGer in Sachen “Hei­­di-Alp Bergkäse” gut. Es hält — übere­in­stim­mend mit dem BVGer — fest, dass BAIV (die Berg- und Alp-Verord­­nung) das Gebot der Gle­ich­be­hand­lung der Gewer­begenossen nicht ver­let­zt, obwohl sie nur für in der Schweiz hergestellte Pro­duk­te gilt (BAIV 1). Da bei vorver­pack­ten Lebens­mit­teln das … weit­er­lesen

Tätigkeitsbericht der paritätischen Schlichtungsbehörden in Miet- und Pachtangelegenheiten

Die par­itätis­chen Schlich­tungs­be­hör­den in Miet- und Pach­tan­gele­gen­heit­en haben kür­zlich einen Bericht über Tätigkeit von Juli bis Dezem­ber 2011 veröf­fentlicht. Danach sind in diesem Zeitraum ins­ge­samt 20‘699 Ver­fahren durchge­führt wor­den: Es wur­den 12‘409 Schlich­tungsver­fahren ein­geleit­et. Im Ver­gle­ich zum ersten Hal­b­jahr 2011 sind dies 1‘986 Neue­ingänge weniger. 8‘290 Ver­fahren aus dem Vorse­mes­ter waren indes noch hängig. Demge­genüber … weit­er­lesen

Bundesrat: Neues Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen

Der Bun­desrat hat ver­gan­gene Woche das rev­i­dierte WTO-Übereinkom­­men über das öffentliche Beschaf­fungswe­sen (Agree­ment on Gov­ern­ment Pro­cure­ment, GPA) unter Vor­be­halt der Genehmi­gung durch das Par­la­ment ver­ab­schiedet. Der rev­i­dierte Staatsver­trag wurde an die Entwick­lung der neuesten Tech­nolo­gien und der elek­tro­n­is­chen Märk­te angepasst. So deckt das rev­i­dierte GPA aus­drück­lich elek­tro­n­is­che Auk­tio­nen, die Kor­rup­tions­bekämp­fung sowie Inter­essenkon­flik­te ab und anerken­nt … weit­er­lesen

2C 645/2011: Ord. best. Gesellschaft kann auch nach Statuswechsel Verluste, die noch als Holding erlitten wurden, verrechnen (Beschwerdegutheissung)

Für die Steuer­pe­ri­ode 2007 deklar­i­erte die Steuerpflichtige einen Reingewinn von CHF 559’098 sowie noch nicht ver­rech­nete Vor­jahresver­luste in Höhe von CHF 586’286. Dementsprechend wies sie in der Steuer­erk­lärung einen steuer­baren Reingewinn von null aus. Das KStA ZH set­zte den steuer­baren Reingewinn für die Staats- und Gemein­des­teuern indessen auf CHF 559’000 fest und liess mithin den … weit­er­lesen

Informelle Leitlinien zum Umgang mit Geschäftsgeheimnissen in EU-Kartellverfahren

Die DG Com­pe­ti­tion hat Mitte März 2012 Leitlin­ien zum Umgang mit Geschäfts­ge­heimnis­sen in Kartel­lver­fahren der EU-Kom­mis­­sion pub­liziert. Es han­delt sich dabei allerd­ings um ein informelles Doku­ment, die Bes­tim­mungen des EU-Rechts über die Aktenein­sicht und die Wahrung von Geschäfts­ge­heimnis­sen in EU-Kartel­lver­­fahren (insb. Notice on access to file) bleiben davon unberührt. Die Leitlin­ien sollen die Erläuterun­gen betr­e­f­fend … weit­er­lesen

WEKO erlässt Empfehlung zur Öffnung der Taxi-Märkte

Die Wet­tbe­werb­skom­mis­sion emp­fiehlt Kan­to­nen und Gemein­den, orts­frem­den Taxi­di­en­sten eine möglichst freie Ent­fal­tung zu gewähren. Eine Unter­suchung des Sekre­tari­ates der Wet­tbe­werb­skom­mis­sion habe näm­lich ergeben, dass zahlre­iche kan­tonale und kom­mu­nale Erlasse zum Tax­igewerbe Mark­tzutrittss­chranken für orts­fremde Taxi­di­en­ste enthal­ten, die nicht im Ein­klang mit dem Bin­nen­mark­t­ge­setz (BGBM, SR 943.02) ste­hen. Die Empfehlung der Wet­tbe­werb­skom­mis­sion zeige deshalb anhand der … weit­er­lesen

EU-Kommission büsst Schweizer Speditionsunternehmen wegen Beteiligung an Preiskartellen

Die EU-Kom­mis­­sion hat gegen 14 inter­na­tion­al tätige Spedi­tion­sun­ternehmen wegen der Beteili­gung an Preiskartellen Bussen von ins­ge­samt EUR 169 Mio. ver­hängt. Die Unternehmen hat­ten sich zwis­chen 2002 und 2007 in vier ver­schiede­nen Kartellen über Preise und Kon­di­tio­nen für inter­na­tionale Luft­fracht­di­en­ste abge­sprochen. Inhaltlich bezo­gen sich die Kartellab­sprachen auf Auf­schläge und Rech­nungsstel­lungsmech­a­nis­men für beson­ders wichtige Verbindun­gen, ins­beson­dere Europa-USA … weit­er­lesen

FINMA: Jahresmedienkonferenz

An ihrer Jahresme­di­enkon­ferenz zog die FINMA Bilanz über das Jahr 2011. Schlüs­selthe­men im Bericht­s­jahr waren die Verbesserung des Kun­den­schutzes, die neuen Regeln für sys­tem­rel­e­vante Insti­tute sowie die Weit­er­en­twick­lung der Auf­sicht­stätigkeit. Beson­ders betont wur­den zudem die Wichtigkeit der Unab­hängigkeit der Auf­sicht und die Notwendigkeit ein­er Qual­itätsstrate­gie in der Ver­mö­gensver­wal­tung. Weit­ere Infor­ma­tio­nen siehe Medienmitteilung.

OGer LU: Medikamentendaten “nutz- und wertlos” hier sachlich vertretbar; Begehren um Verbot von “pauschal herabsetzenden Aussagen gestützt auf unwahre Angaben” zu unbestimmt

Der Einzel­richter am OGer LU hat ein Begehren um ein pro­vi­sorisches Ver­bot bes­timmter Aus­sagen gestützt auf das UWG und das Per­so­n­en­recht abgewiesen. Unter anderem war das Gesuch, es sei zu ver­bi­eten, pauschal her­ab­set­zende Aus­sagen gestützt auf unwahre Angaben zu machen, nicht aus­re­ichend bes­timmt (vgl. dazu auch das Urteil 4A_460/2011 und dazu unseren Beitrag “Her­ab­set­zen” bzw. … weit­er­lesen

4A_415/2011: Entlassung eines Arbeitnehmervertreters aus wirtschaftlichen Gründen bleibt de lege lata zulässig (Bestätigung der Rsp; amtl. Publ.)

Der Tages-Anzeiger hat­te am 14. Feb­ru­ar 2009 informiert, 57 Stellen abzubauen. In der Folge, im Mai 2009. kündigte sie das Arbeitsver­hält­nis mit dem Beschw­erde­führer im vor­liegen­den Ver­fahren, der damals auch Präsi­dent der Per­son­alkom­mis­sion (Peko) des Tages-Anzeigers war. Daraufhin klagte der ehe­ma­lige Mitar­beit­er auf Entschädi­gung wegen miss­bräuch­lich­er Kündi­gung nach OR 336 II lit. b (gewählter Arbeit­nehmervertreter). … weit­er­lesen