EU-Kommission büsst Schweizer Speditionsunternehmen wegen Beteiligung an Preiskartellen

Die EU-Kom­mis­­sion hat gegen 14 inter­na­tion­al tätige Spedi­tion­sun­ternehmen wegen der Beteili­gung an Preiskartellen Bussen von ins­ge­samt EUR 169 Mio. ver­hängt. Die Unternehmen hat­ten sich zwis­chen 2002 und 2007 in vier ver­schiede­nen Kartellen über Preise und Kon­di­tio­nen für inter­na­tionale Luft­fracht­di­en­ste abge­sprochen. Inhaltlich bezo­gen sich die Kartellab­sprachen auf Auf­schläge und Rech­nungsstel­lungsmech­a­nis­men für beson­ders wichtige Verbindun­gen, ins­beson­dere Europa-USA … weit­er­lesen

FINMA: Jahresmedienkonferenz

An ihrer Jahresme­di­enkon­ferenz zog die FINMA Bilanz über das Jahr 2011. Schlüs­selthe­men im Bericht­s­jahr waren die Verbesserung des Kun­den­schutzes, die neuen Regeln für sys­tem­rel­e­vante Insti­tute sowie die Weit­er­en­twick­lung der Auf­sicht­stätigkeit. Beson­ders betont wur­den zudem die Wichtigkeit der Unab­hängigkeit der Auf­sicht und die Notwendigkeit ein­er Qual­itätsstrate­gie in der Ver­mö­gensver­wal­tung. Weit­ere Infor­ma­tio­nen siehe Medienmitteilung.

OGer LU: Medikamentendaten “nutz- und wertlos” hier sachlich vertretbar; Begehren um Verbot von “pauschal herabsetzenden Aussagen gestützt auf unwahre Angaben” zu unbestimmt

Der Einzel­richter am OGer LU hat ein Begehren um ein pro­vi­sorisches Ver­bot bes­timmter Aus­sagen gestützt auf das UWG und das Per­so­n­en­recht abgewiesen. Unter anderem war das Gesuch, es sei zu ver­bi­eten, pauschal her­ab­set­zende Aus­sagen gestützt auf unwahre Angaben zu machen, nicht aus­re­ichend bes­timmt (vgl. dazu auch das Urteil 4A_460/2011 und dazu unseren Beitrag “Her­ab­set­zen” bzw. … weit­er­lesen

4A_415/2011: Entlassung eines Arbeitnehmervertreters aus wirtschaftlichen Gründen bleibt de lege lata zulässig (Bestätigung der Rsp; amtl. Publ.)

Der Tages-Anzeiger hat­te am 14. Feb­ru­ar 2009 informiert, 57 Stellen abzubauen. In der Folge, im Mai 2009. kündigte sie das Arbeitsver­hält­nis mit dem Beschw­erde­führer im vor­liegen­den Ver­fahren, der damals auch Präsi­dent der Per­son­alkom­mis­sion (Peko) des Tages-Anzeigers war. Daraufhin klagte der ehe­ma­lige Mitar­beit­er auf Entschädi­gung wegen miss­bräuch­lich­er Kündi­gung nach OR 336 II lit. b (gewählter Arbeit­nehmervertreter). … weit­er­lesen

5A_35/2012: Rechtsvorschlag wegen mangelnden neuen Vermögens: Nur Sachentscheide kantonal letztinstanzlich (amtl. Publ.)

Gegen den Entscheid über den Rechtsvorschlag wegen man­gel­n­dem neuen Ver­mö­gens ist nach SchKG 265a I kein (kan­tonales) Rechtsmit­tel zuläs­sig. Dieser Auss­chluss gilt, wie das BGer hier fes­thält, jedoch nur für Sachentschei­de. Im vor­liegen­den Fall ging es um einen Koste­nentscheid, der nach ZPO 110 selb­ständig anfecht­bar war. Infolgedessen trag das BGer auf die Beschw­erde man­gels Let­ztin­stan­zlichkeit … weit­er­lesen

1C_289/2009: EMRK-konforme Auslegung von BWIS 18 IV: Auskunftsrecht nach Dahinfallen der Geheimhaltungsinteressen (amtl. Publ.)

Nach der Fes­t­nahme eines Jour­nal­is­ten in Basel liess die Kan­ton­spolizei ver­laut­en, der festgenommene Jour­nal­ist sei ein inter­na­tion­al agieren­der und gewalt­bere­it­er Glob­al­isierungs­geg­n­er, der daher vom DAP aus­geschrieben und mit ein­er Ein­reis­es­perre belegt war. In der Folge ver­langte der Jour­nal­ist beim EDÖB nach BWIS 18 Auskun­ft über die über ihn gespe­icherten Dat­en. Der EDÖB teilte dem Anwalt des Jour­nal­is­ten daraufhin … weit­er­lesen

5A_794/2011: Absetzung eines Willensvollstreckers wegen Weigerung, erblasserischen Anordnungen zu vollstrecken

Das BGer bestätigt die Abset­zung eines Wil­lensvoll­streck­ers auf­grund schw­er­er Pflichtver­let­zun­gen. Zunächst fasst es seine diebezügliche Recht­sprechung zusam­men, wonach fehlende “per­sön­liche Eig­nung” zur Abset­zung führt, wenn das Ver­hal­ten eines Wil­lensvoll­streck­ers, einen Tatbe­stand der Erbun­würdigkeit erfüllt ein Wil­lensvoll­streck­er man­gels fach­lich­er Ken­nt­nisse unfähig ist, sein Amt per­sön­lich wahrzunehmen ein Wil­lensvoll­streck­er sich als ver­trauen­sun­würdig erweist, sei es, dass er … weit­er­lesen

4A_660/2011: Urteilszustellung trotz eindeutigen Ferienhinweises hier nicht fristauslösend

Das BGer kassiert ein Urteil des OGer TG, das auf eine Beru­fung wegen Fristablaufs nicht einge­treten war. Der Beschw­erde­führer hat­te in ein­er Miet­stre­it­igkeit in sein­er Antwort auf ein Gesuch um Rechtss­chutz in klaren Fällen am Tex­tende in fet­ter Schrift und gelb markiert auf Ferien­ab­we­sen­heit hingewiesen. Den­noch wurde ihm das Urteil in dieser Zeit zugestellt. worauf … weit­er­lesen