4A_433/2013: Bedeutung des Pannenstreifens für das Verschulden bei der Motorfahrzeughalterhaftung, Berücksichtigung eines Sparbetrages bei Versorungsschäden

Auf der Auto­bahn A9 ereignete sich ein Unfall, bei dem ein Che­farzt ums Leben kam. Das Fahrzeug des Che­farztes kam auf­grund ein­er Panne kurz nach ein­er Tun­nelaus­fahrt auf dem Pan­nen­streifen zum Still­stand. Der Che­farzt schal­tete die Warn­blin­klichter an, stieg aus und öffnete die Motorhaube, als sich ein schw­er­er Last­wa­gen auf der recht­en Fahrspur in ein­er … weit­er­lesen

2C_1076/2012; 2C_1088/2012: Gemeinden dürfen Ferienwohnungsbesitzer, die ihr Domizil nicht regelmässig vermieten, zusätzlich besteuern (amtl. Publ.)

Das BGer äussert sich in diesem, zur Pub­lika­tion vorge­se­henen Entscheid zur Zuläs­sigkeit ein­er jährlichen Steuer auf Zweit­woh­nun­gen. Im Jahr 2010 nahm die Gemeinde Sil­va­plana eine Änderung des kom­mu­nalen Bauge­set­zes vor. Die neuen Bes­tim­mungen sehen einen Steuer­satz von 2 ‰ auf den Steuer­w­ert von Zweit­woh­nun­gen vor. Nicht steuerpflichtig sind touris­tisch bewirtschaftete Zweit­woh­nun­gen. Gegen diese Geset­zesän­derung gelangten … weit­er­lesen

5A_861/2013: Art. 67 Abs. 1 Ziff. 4 SchKG / Angabe des Forderungsgrundes

Im vor­liegen­den Bun­des­gericht­sentscheid ging es um die Gültigkeit eines Zahlungs­be­fehls und ins­beson­dere um die Frage, wie genau der Forderungs­grund umschrieben sein muss. Ein Arbeit­nehmer hat­te seine frühere Arbeit­ge­berin betrieben und als Grund der Forderung angegeben: “Forderung aus Arbeitsver­trag und Strafver­fahren etc.” Die Schuld­ner­in machte mit Beschw­erde gel­tend, der ihr zugestellte Zahlungs­be­fehl genüge den geset­zlichen Anforderun­gen … weit­er­lesen

5A_686/2013: Art. 41 Abs. 1bis SchKG, Verhältnis zwischen Schuldbriefforderung und Grundforderung in der Betreibung (amtl. Publ.)

In diesem Entscheid befasste sich das Bun­des­gericht mit der Bedeu­tung der fiduzarischen Über­tra­gung eines Schuld­briefes im defin­i­tiv­en Recht­söff­nungsver­fahren über die Grund­forderung. Es erin­nert daran, dass zwis­chen der abstrak­ten Schuld­bri­ef­forderung, welche durch das Grundp­fand gesichert ist, und der Forderung aus dem Grund­ver­hält­nis zu unter­schei­den ist, und dass diese bei­den Forderun­gen unab­hängig voneinan­der beste­hen (E. 5.1.1.). Anschliessend … weit­er­lesen

5A_766/2013: Prüfungspflicht der Aufsichtsbehörde betr. Parteifähigkeit (amtl. Publ.)

Der vor­liegende Entscheid bet­rifft die Prü­fungspflicht der SchKG-Auf­sicht­s­be­hörde bezüglich der Parteifähigkeit ein­er Partei im Betrei­bungsver­fahren. Betrei­bun­gen von oder gegen nicht existierende natür­liche oder juris­tis­che Per­so­n­en sind bekan­ntlich nichtig (E. 4.1.). Im vor­liegen­den Entscheid hielt das Bun­des­gericht fest, dass das Betrei­bungsamt nur dann Abklärun­gen betr­e­f­fend Rechtsper­sön­lichkeit vornehmen muss, wenn sich dies­bezüglich ern­sthafte Zweifel aus den Akten … weit­er­lesen

4A_596/2013: Fehlbuchungen der Bank durch Erfüllungsanspruch korrigierbar, nicht durch Anspruch auf Rechenschaftsablage

Das BGer bestätigt im vor­liegen­den Urteil seine Recht­sprechung, dass der Kunde gegen die Bank bei unberechtigten Zahlun­gen durch eine Bank nicht einen Schadenersatz‑, son­dern einen Erfül­lungsanspruch hat: Durch die Eröff­nung eines Kon­tos verpflichtet sich die Bank gegenüber dem Kun­den, ihm — gemäss den vorge­se­henen Modal­itäten — das auf dem Kon­to beste­hende Guthaben auszuzahlen, unab­hängig davon, … weit­er­lesen

9C_799/2013: Verjährung von Invalidenansprüchen in der beruflichen Vorsorge (amtl. Publ.)

Im Urteil 9C_799/2013 vom 17. April 2014 hat­te das Bun­des­gericht zu entschei­den, wie Art. 41 Abs. 1 BVG zu ver­ste­hen ist. Nach dieser Bes­tim­mung ver­jähren die Leis­tungsansprüche nicht, sofern die Ver­sicherten im Zeit­punkt des Ver­sicherungs­fall­es die Vor­sorgeein­rich­tung nicht ver­lassen haben. Bei wort­laut­ge­treuer Ausle­gung von Art. 41 Abs. 1 BVG war der von der Beschw­erde­führerin gel­tend gemachte … weit­er­lesen

4A_363/2013: Partizipationsscheine sind bei der Genossenschaft unzulässig (amtl. Publ.)

Das Bun­des­gericht heisst eine Beschw­erde des eid­genös­sis­chen Han­del­sreg­is­ter­amts gut und hebt in seinem Urteil vom 28. April 2014 den ander­slau­t­en­den Entscheid des Bun­desver­wal­tungs­gericht vom 13. Juni 2013 (B‑6017/2012) auf. Wie auch aus der Presse zu ent­nehmen war, hat­te die als Genossen­schaft organ­isierte Raif­feisen-Gruppe beab­sichtigt, ein Beteili­gungss­cheinkap­i­tal von CHF 300 Mio. in Form von voll liberierten Beteili­gungss­cheinen mit … weit­er­lesen

5A_914/2013: Ausdehnung der Tätigkeit des Willensvollstreckers über die Teilung des Nachlasses hinaus

Das BGer bestätigt im vor­liegen­den Urteil, dass die Aus­dehnung der Tätigkeit des Wil­lensvoll­streck­ers über die Teilung des Nach­lass­es hin­aus zuläs­sig ist: Die Aus­dehnung der Tätigkeit des Wil­lensvoll­streck­ers über die Teilung des Nach­lass­es hin­aus ist gemäss Lehre und Recht­sprechung zuläs­sig (BGE 43 II 1 E. 1 S. 4; […]). Die Anord­nung ein­er Tes­ta­mentsvoll­streck­ung für die Lebens­dauer eines … weit­er­lesen