Neue Europäische Pharmakopöe in Kraft

Die neue Europäis­che Phar­makopöe (Aus­gabe 7.0), das amtliche Arzneibuch, ist am 1. Jan­u­ar 2011 in Kraft getreten. Die gültige Phar­makopöe in der Schweiz beste­ht aus der Europäis­chen (Phar­ma­copoea Europaea, Ph.Eur., Aus­gabe 7.0) und der Schweiz­erischen Phar­makopöe (Phar­ma­copoea Hel­veti­ca, Ph.Helv., Aus­gabe 10.0 mit Sup­ple­ment 10.3). Sie enthält verbindliche Qual­itätsvorschriften für Arzneimit­tel, Hil­f­sstoffe und einige Medi­z­in­pro­duk­te.  Weit­ere … weit­er­lesen

Auftrag für die Botschaft zur Revision des VVG

Der Bun­desrat hat das EFD am 2. Feb­ru­ar 2011 beauf­tragt, eine Botschaft zur Total­re­vi­sion des VVG auszuar­beit­en (Medi­en­mit­teilung). Das neue VVG soll u.a. fol­gende Regelun­gen enthal­ten: zwei­wöchiges Wider­ruf­s­recht  drei­jährige ordentliche Kündi­gungs­frist Infor­ma­tion­spflicht­en vor Ver­tragsab­schluss wer­den erweit­ert, aber weit­er­hin abschliessend geregelt län­gere Ver­jährungs­frist  Trans­paren­zvorschriften über die Entschädi­gung bei den Ver­sicherungs­mak­lern Vgl. dazu die Vernehm­las­sungsvor­lage und den … weit­er­lesen

A‑6171/2009: keine Zollerhöhung im Rahmen der Anpassung des Generaltarifs

ZTG 9 ermächtigt den Bun­desrat, Änderun­gen des sog. Har­mon­isierten Sys­tems (ein­er unter der Schirmherrschaft der Welt­zol­lor­gan­i­sa­tion erar­beit­ete inter­na­tionale Nomen­klatur) zur Beze­ich­nung und Codierung der Waren emp­fohle­nen Änderun­gen anzunehmen und den Gen­er­al­tarif entsprechend anzu­passen. Der Bun­desrat darf aber ohne geset­zliche Grund­lage nicht gle­ichzeit­ig mit der Anpas­sung der Nomen­klatur anwend­bare Zol­lan­sätze erhöhen, wie er es bei bes­timmten Mul­ti­funk­tions­druck­ern getan … weit­er­lesen

Kreisschreiben Nr. 33 zu Stempelabgaben auf Versicherungsprämien publiziert

Mit Datum vom 4. Feb­ru­ar 2011 hat die EStV das Kreiss­chreiben Nr. 33 zu Stem­pelab­gaben auf  Ver­sicherung­sprämien pub­liziert. Das KS tritt mit sein­er Pub­lika­tion sofort in Kraft und erset­zt die Wegleitung der EStV für die Stem­pelab­gabe auf Ver­sicherung­sprämien vom 15. Mai 1974 und die Neuau­fla­gen vom 1. Jan­u­ar 1983, 1. Jan­u­ar 2000 und 1. Mai 2001.

1C_471/2010: kein Anspruch auf Bekanntgabe der von Richtern in einem Fall investierte Zeit (amtl. Publ.)

Das BGer stellt fest, dass das Zürcherische Gesetz über die Infor­ma­tion und den Daten­schutz (IDG) keinen Anspruch auf die Infor­ma­tion ver­mit­telt, wie viele Taggelder drei Han­del­srichter in einem bes­timmten Ver­fahren erhal­ten haben. Die Beschw­erde­führerin war am han­dels­gerichtlichen Ver­fahren als Partei beteiligt. Die Ver­wal­tungskom­mis­sion des OGer ZH hat­te das Auskun­fts­ge­such abgewiesen. Der Bekan­nt­gabe ste­he sowohl das pri­vate Inter­esse der betrof­fe­nen … weit­er­lesen

4D_122/2010: Wirkung unmöglicher Bedingungen

In der Lehre ist strit­tig, ob ein Ver­trag, der eine unmöglich zu erfül­lende Bedin­gung enthält, in allen Fällen nichtig ist oder nur dann, wenn der Partei­wille der Bedin­gung eine entsprechende Bedeu­tung beimisst. Das BGer lässt die Frage vor­liegend offen, weil der Beweis der Unmöglichkeit des Bedin­gung­sein­tritts jeden­falls nicht geglückt war.

4A_529/2010: Auslegung eines Gewährleistungsausschlusses

Das BGer legt den Auss­chluss der Gewährleis­tung in einem Grund­stück­kaufver­trag aus. Generell erfasst ein solch­er Auss­chluss Män­gel nicht, die ausser­halb dessen liegen, was der Käufer vernün­ftiger­weise in Betra­cht ziehen musste (vgl. auch diesen Beitrag). Im vor­liegen­den Fall fiel eine Uneben­heit des Grund­stücks in den Rah­men des Gewährleistungsausschlusses.

4A_459/2010: Unterliegen zu einem erheblichen Teil (OR 271a I e 1): Bestand des Mietverhältnis gewichtiger als Modalitäten (amtl. Publ.)

Nach OR 271a I e Ziff. 1 kann die Kündi­gung des Ver­mi­eters ange­focht­en wer­den, falls sie “vor Ablauf von drei Jahren nach Abschluss eines mit dem Mietver­hält­nis zusam­men­hän­gen­den Schlich­­tungs- oder Gerichtsver­fahrens [aus­ge­sprochen wird], in dem der Ver­mi­eter […] zu einem erhe­blichen Teil unter­legen ist”. Im vor­liegen­den Fall hat­te die Vorin­stanz angenom­men, der Ver­mi­eter sei (im … weit­er­lesen

4A_503/2010: Zuständigkeit für Regressansprüche gegen umhüllende Vorsorgeeinrichtungen

Das BGer qual­i­fiziert Regres­sansprüche der Pri­­vat- und Sozialver­sicher­er gegen umhül­lende Vor­sorgeein­rich­tun­gen ins­ge­samt als öffentlich-rechtliche Ansprüche, so dass die Vorin­stanz, das KGer NE, seine Zuständigkeit zu Unrecht bejaht hat­te: “Or les droits de recours, dont béné­fi­cient les assur­ances privées ou sociales, con­tre des insti­tu­tions de prévoy­ance envelop­pantes doivent être qual­i­fiés entière­ment de con­flits de droit pub­lic, … weit­er­lesen