Bedingte Geldstrafe mit Busse häufigste Sanktion

Die im Jahr 2008 am häu­fig­sten aus­ge­sproch­enen Sank­tio­nen waren Geld­strafen, meis­tens ver­bun­den mit ein­er Busse, heisst es in der gestri­gen Medi­en­mit­teilung des Bun­de­samtes für Sta­tis­tik (BFS). Damit stieg die Gesamt­summe der mon­etären Strafen zwis­chen 2005 und 2008 um mehr als zwei Drit­tel. Die Geld­strafe wurde wie die gemein­nützige Arbeit mit dem am 1. Jan­u­ar 2007 … weit­er­lesen

2C_276/2009: Unerlaubte Entgegennahme von Publikumseinlagen sowie unbewilligte Tätigkeit als Bank und Emissionshaus/Liquidation (Gruppenbegriff)

In einem kür­zlichen Urteil (2C_276/2009, vom 22. Sep­tem­ber 2009, jet­zt BGE 136 II 43) beurteilte das Bun­des­gericht den The­menkom­plex uner­laubte Ent­ge­gen­nahme von Pub­likum­sein­la­gen sowie unbe­wil­ligte Tätigkeit als Bank und Emissionshaus/Liquidation. Geht eine Gesellschaft sowohl ein­er bewil­li­gungspflichti­gen als auch ein­er finanz­mark­trechtlich unbe­den­klichen Aktiv­ität nach, ist nur der bewil­li­gungspflichtige Teil zu liq­ui­dieren, falls (i) dies tech­nisch möglich … weit­er­lesen

Regelung der organisierten Suizidhilfe geplant

Der Bun­desrat will die organ­isierte Ster­be­hil­fe aus­drück­lich regeln und hat am 28. Okto­ber 2009 einen Geset­ze­sen­twurf in zwei Vari­anten vorgelegt: Fes­tle­gung von klaren Sorgfalt­spflicht­en für Mitar­bei­t­ende von Suizid­hil­fe­or­gan­i­sa­tio­nen im Strafrecht oder Ver­bot der organ­isierten Suizid­hil­fe. Die Vernehm­las­sung läuft bis zum 1. März 2010. An der bish­eri­gen Recht­slage, wonach die Bei­hil­fe zum Suizid ohne selb­st­süchtige Beweg­gründe erlaubt … weit­er­lesen

Entwurf für Präventionsgesetz

Der Bun­desrat hat einen Entwurf zum Bun­des­ge­setz über Präven­tion und Gesund­heits­förderung (Präven­tion­s­ge­setz) und eine zuge­hörige Botschaft ver­ab­schiedet. Das Präven­tion­s­ge­setz soll die Steuerung von Präventions‑, Gesund­heit­s­förderungs- und Früherken­nungs­mass­nah­men verbessern sowie der Verk­nap­pung per­son­eller und finanzieller Ressourcen im Bere­ich der kura­tiv­en Medi­zin ent­ge­gen­wirken. Der Geset­ze­sen­twurf enthält keine spez­i­fis­chen Mass­nah­men, son­dern regelt ins­beson­dere: • neue Steuerungs- und Koor­di­na­tion­sin­stru­mente, … weit­er­lesen

5D_62/2009: Keine definitive Rechtsöffnung für rückwirkende Unterhaltsbeiträge

Das Bun­des­gericht schützte in einem nicht zur amtlichen Pub­lika­tion vorge­se­henen Entscheid eine sub­sidiäre Ver­fas­sungs­beschw­erde im Rah­men ein­er defin­i­tiv­en Recht­söff­nung (5D_62/2009; Urteil vom 7. Okto­ber 2009). Der ange­focht­ene Entscheid (mit dem die Erteilung der defin­i­tiv­en Recht­söff­nung bestätigt wurde) ste­he im Wider­spruch zu BGE 135 III 315 (vom 10. Feb­ru­ar 2009) und sei offen­sichtlich unhalt­bar (Ver­stoss gegen … weit­er­lesen

Arzneimittelwerbung: Passwortschutz im Internet

Das Bun­desver­wal­tungs­gericht hat mit Urteil vom 23. Sep­tem­ber 2009 (C‑3441/2007/mas) seine Recht­sprechung bestätigt, wonach der Zugang zur Fach­wer­bung für ver­schrei­bungspflichtige Arzneimit­tel im Inter­net durch einen Pass­wortschutz zu beschränken ist. Danach genügt die blosse Nach­frage an den Nutzer, ob er eine Fach­per­son sei, bzw. der Hin­weis, dass sich die Wer­bung nur an Fach­per­so­n­en richte, den heilmit­tel­rechtlichen … weit­er­lesen

B‑769/2009: Verbot durchgängiger Öffnung von Tankstellenshops bestätigt

Wie u.a. die NZZ berichtet hat­te, hat das Bun­desver­wal­tungs­gericht Ver­fü­gun­gen des SECO bestätigt, worin das SECO einen durchgängi­gen Betrieb wegen Ver­stoss­es gegen des Ver­bots der Nachtar­beit (ArG 16) unter­sagt hat­te. Das entsprechende Urteil des BVer­wGer wurde heute veröffentlicht.

1B_205/2009 und 1B_206/2009: Akteneinsicht im Strafverfahren

Die Eheleute A. befind­en sich in einem Schei­dungsver­fahren, und gegen den Ehe­mann Z.A. wird, gestützt auf eine Strafanzeige der Ehe­frau Y.A., eine Stra­fun­ter­suchung wegen Ver­nach­läs­si­gung von Unter­halt­spflicht­en (Art. 217 StGB) durchge­führt. Mit Ver­fü­gung der Staat­san­waltschaft soll­ten Y.A. die voll­ständi­gen Unter­suchungsak­ten zur Ein­sicht­nahme zugestellt wer­den. Dage­gen wen­dete sich die X.-AG, weil sie um ihre Geschäfts­ge­heimnisse fürchtete, … weit­er­lesen