5A_291/2009: bei einmaligen Leistungen Verwandtenunterstützungspflicht anders zu bestimmen als bei Dauerleistungen (amtl. Publ.)

Das Sozialamt A. forderte den Vater eines dro­gen­erkrank­ten Sohns auf, Ther­a­piekosten von rund CHF 35’000 zu übernehmen. Die erste Instanz, das Kreis­gericht St. Gallen, hat­te gün­stige Ver­hält­nisse iSv ZGB 328 I bejaht, weil der Vater trotz Unter­halt­szahlun­gen von rund CHF 80’000/Jahr (an die Ehe­frau) sein Ver­mö­gen auf über CHF 2 Mio. ver­mehren kon­nte, in der … weit­er­lesen

Anhörung zur neuen MWSTV eröffnet

Wie berichtet tritt das neue MWSTG am 1. Jan­u­ar 2010 in Kraft. Eine Infor­ma­tions­broschüre zu den wichtig­sten Änderun­gen ist hier zu find­en, ein Dossier der EStV zum The­ma hier. Heute hat nun das EFD die Anhörung über die Verord­nung zum neuen Mehrw­ert­s­teuerge­setz eröffnet. Die Anhörung­sun­ter­la­gen sind hier verfügbar.

Google AdWords eine Markenverletzung? Schlussanträge des Generalanwalts

In einem Vor­abentschei­dungsver­fahren i.S. Google vs. Louis Vuit­ton et al. über die Frage, ob die Ver­wen­dung von Marken­na­men als Google AdWords eine Marken­ver­let­zung darstellen, führte heute der Gen­er­alan­walt, M. Poiares Maduro, in seinen Schlus­santrä­gen u.a. Fol­gen­des aus:  “48. Marken­in­hab­er ver­fol­gen das Ziel, den Schutzum­fang der Marke auszudehnen, damit auch Hand­lun­gen ein­er Partei erfasst wer­den, die eine … weit­er­lesen

4A_160/2009: Schiedsklausel bei Durchgriff

Das BGer hielt fest, dass im Fall eines Durch­griffs durch eine Gesellschaft auf einen Aktionär (zB die Mut­terge­sellschaft) der Aktionär an eine mit der Tochter vere­in­barte Schied­sklausel gebun­den ist: “Nach bun­des­gerichtlich­er Prax­is ist es bei wirtschaftlich­er Iden­tität zweier Gesellschaften (oder ein­er natür­lichen Per­son und ein­er Gesellschaft) zuläs­sig, die rechtliche Selb­ständigkeit auss­er Acht zu lassen und vom … weit­er­lesen

UWG-Revision: Entwurf

Wie bere­its berichtet soll das UWG um neue Einzeltatbestände ergänzt wer­den. In Zukun­ft sollen der Ver­sand von Offert­for­mu­la­ren usw. für Ein­träge in Verze­ich­nisse oder für Anzeige­naufträge unlauter sein, wenn sie nicht in gross­er Schrift, an gut sicht­bar­er Stelle und in ver­ständlich­er Sprache u.a. darauf hin­weisen, dass das Ange­bot nicht offiziell und ent­geltlich ist. Eben­so wird … weit­er­lesen

Deutsche Erbrechtsreform in Kraft am 1. Januar 2010

Der deutsche Bun­desrat hat am 18. Sep­tem­ber 2009 der Erbrecht­sre­form zuges­timmt; die neue Regelung wird am 1. Jan­u­ar 2010 in Kraft treten. Die wichtig­sten Änderun­gen betr­e­f­fen die “Mod­ernisierung” der Pflicht­teilsentziehungs­gründe, eine gewisse Erweiterung der Stun­dungs­gründe (Auf­schub der Auszahlung des Pflicht­teils damit Grund­stücke oder Unternehmen nicht man­gels Liq­uid­ität verkauft wer­den müssen, eine glei­t­ende Auss­chlussfrist für den … weit­er­lesen

GesKR-Newsletter September 2009

Soeben ist der GesKR-Newslet­ter vom Sep­tem­ber 2009 mit ein­er Über­sicht über den Inhalt der aktuellen Aus­gabe der GesKR und ein­er Vorschau auf die näch­ste Aus­gabe, einem Überblick über die aktuelle Recht­sprechung und Behör­den­prax­is und über die Recht­set­zung und Reg­ulierung, fern­er über aktuelle Lit­er­atur und Online-Beiträge erschienen.

1C_587/2008: unzulässige Beeinflussung einer Abstimmung durch verzögerte und verfälschte Darstellung (amtl. Publ.)

Das Ergeb­nis ein­er Abstim­mung kann durch eine behördliche Bee­in­flus­sung der Stimm­berechtigten bee­in­flusst wer­den, zB durch Erläuterun­gen von Gemein­de­be­hör­den bei Gemein­de­v­er­samm­lun­gen. Behör­den sind dabei  “zur Objek­tiv­ität verpflichtet, sie dür­fen Zweck und Trag­weite ein­er Vor­lage nicht falsch darstellen. Die Behörde muss sich nicht mit jed­er Einzel­heit ein­er Vor­lage befassen und nicht alle denkbaren Ein­wen­dun­gen, welche gegen eine Vor­lage … weit­er­lesen

6B_53/2009: Einziehung, Verwendung zu Gunsten des Geschädigten (Art. 73 StGB)

Mit Urteil vom 24. August 2009 (6B_53/2009) hat das Bun­des­gericht eine Beschw­erde gut­ge­heis­sen, mit der die Geschädigte ein­er Straftat beantragte, der Erlös aus der Ver­w­er­tung eines einge­zo­ge­nen Per­so­n­en­fahrzeugs sei in Anwen­dung von Art. 73 StGB zu ihren Gun­sten zu ver­wen­den. 2.3 Der Beschw­erde­führerin wurde erst- und zweitin­stan­zlich Schaden­er­satz in der Höhe von Fr. 29’881.30 neb­st … weit­er­lesen