2C_477/2012: Die Medikamentenversandverträge zwischen Ärzten des Kantons Zürich und der ‘Zur Rose AG’ sind bundesrechtswidrig (amtl. Publ.)

Im zur Pub­lika­tion vorge­se­henen Urteil 2C_477/2012 vom 7. Juli 2014 befasst sich das BGer mit der Frage, ob Medika­menten­ver­sand­verträge zwis­chen Ärzten des Kan­tons Zürich (ohne Bewil­li­gung zur Abgabe von Arzneimit­teln) und der Online- und Ver­san­dapotheke ‘Zur Rose AG’ aus dem Kan­ton Thur­gau zuläs­sig sind. Mit einem Schreiben aus dem Jahr 2006 richtete sich die Gesund­heits­di­rek­tion des … weit­er­lesen

5A_385/2014: Neue Aargauische Betreibungssoftware (amtl. Publ.)

Im Jahr 2012 wurde entsch­ieden, dass kün­ftig alle aar­gauis­chen Betrei­bungsämter eine ein­heitliche Betrei­bungs-Soft­­ware ver­wen­den sollen. Wegen der damit ver­bun­de­nen Mehrkosten wehrten sich die Gemein­den Nieder­rohrdorf (und Spre­it­en­bach, siehe Urteil des Bun­des­gerichts 5A_430/2014) später gegen die Ver­wen­dung der neuen Soft­ware. Das Bun­des­gericht ist auf die Beschw­er­den jedoch nicht einge­treten. In den Entschei­den (siehe Urteile des Bun­des­gerichts … weit­er­lesen

9C_238/2014: Keine Rückweisung in Streitigkeiten aus der beruflichen Vorsorge; Gehörsanspruch bezüglich des anrechenbaren hypothetischen Einkommens (amtl. Publ.)

Nach einem Verkehrsun­fall erhielt A. zunächst eine volle und ab April 2001 eine halbe IV-Rente. Gle­ichzeit­ig erhielt er eine 30 %-Rente von der Unfal­lver­sicherung und darüber hin­aus eine IV-Rente von der beru­flichen Vor­sorge basierend auf einem Inva­lid­itäts­grad von 50 %. Im Okto­ber 2012 stellte die Vor­sorgekasse ihre Renten­leis­tun­gen wegen Über­entschädi­gung ein. Dage­gen wehrte sich A. Im … weit­er­lesen

4A_98/2014: Fehlen Hinweise auf die Bedingungen der Krankentaggeldversicherung, wurde von der gesetzlichen Lohnfortzahlungspflicht nicht abgewichen (Art. 324a OR)

Der Arbeitsver­trag eines Gren­zgängers aus Frankre­ich sah vor, dass der Arbeit­ge­ber 0,35 % für die Kranken­taggeld­ver­sicherung abzieht. Das Betrieb­sre­gle­ment ergänzte in dieser Hin­sicht, im Ver­sicherungs­fall habe jed­er Mitar­beit­er während 720 Tagen Anspruch auf 80 % des Salairs. Der Arbeit­ge­ber hat­te eine Kollek­tiv­taggeld­ver­sicherung abgeschlossen. Die All­ge­meinen Ver­sicherungs­be­din­gun­gen bes­timmten, dass Gren­zgänger nur während 90 Tagen nach Beendi­gung … weit­er­lesen

4A_320/2014: Wer nur die Kündigungsgründe bestreitet, erhebt keine Einsprache gemäss Art. 336b Abs. 1 OR

Ein Arbeit­nehmer wurde im Zuge ein­er Reor­gan­i­sa­tion ent­lassen. In einem Schreiben an den Arbeit­ge­ber bestritt er, dass die Reor­gan­i­sa­tion der wahre Grund für die Kündi­gung gewe­sen sei. Der Arbeit­nehmer machte gel­tend, es liege eine Rachekündi­gung vor. Später klagte er und ver­langte unter anderem eine Entschädi­gung wegen miss­bräuch­lich­er Kündi­gung. Das Bun­des­gericht hat­te zu entschei­den, ob eine … weit­er­lesen

2C_960/2013: Staatshaftung nach Widerruf einer rechtswidrig erteilten Baubewilligung

A. (nach­fol­gend “Bauherr”) führt einen Land­wirtschafts­be­trieb. Er ersuchte um die Bewil­li­gung eines Bau­vorhabens “Abbruch Schweinestall sowie Neubau Schweinestall (Mut­ter­schweine)”. Hand­schriftlich hielt er auf dem Gesuch fest: “keine Mehrbe­las­tung zu erwarten”. Die Baube­wil­li­gung wurde von den Behör­den erteilt. Das Gemein­deamt für Land­wirtschaft hielt fest, da kein Gesamtkonzept für den Betrieb vor­liege, kön­nten die gewässer­schutzrechtlichen Anforderun­gen nicht … weit­er­lesen

4A_342/2014: Keine Beweiswürdigung im Rahmen der vorsorglichen Beweisführung

Nach ein­er Auf­fahrkol­li­sion an ein­er Verkehrsam­pel beantragte der verun­fallte Beschw­erde­führer als vor­sor­gliche Bewe­is­führung die Ein­hol­ung ein­er schriftlichen Auskun­ft bei Dr. C. Das Gericht sollte den Arzt schriftlich befra­gen, wie viele Gutachter­aufträge er in den Jahren 2003 bis 2013 von der Ver­sicherung X. erhal­ten habe und welch­es Hon­o­rar ihm für diese Gutachter­aufträge gesamthaft bezahlt wor­den seien. … weit­er­lesen

4A_78/2014: Gerichtliche Fragepflicht und Substantiierungsobliegenheit

Urteil 4A_78/2014 vom 23. Sep­tem­ber 2014 liegt eine patent- und lauterkeit­srechtliche Stre­it­igkeit zugrunde. Vor Bun­des­gericht war u.a. eine Mis­sach­tung der gerichtlichen Fragepflicht nach Art. 56 ZPO gerügt wor­den. Das Bun­des­gericht verneinte eine Ver­let­zung der Fragepflicht und wies die Beschw­erde ab. Die Beschw­erde­führerin war im Prozess vor Bun­despatent­gericht von der Gegen­partei erst in der Dup­lik auf eine … weit­er­lesen

2C_53/2014: Verhältnis zwischen dem zivil- und dem verwaltungsrechtlichen Verfahren bei der Tarifgenehmigung (amtl. Publ.)

Das vor­liegende Urteil bet­rifft die Beschw­erde von Swissper­form gegen ein Urteil des BVer­wGer im Zusam­men­hang mit dem Tarif A Radio (Ver­wen­dung von im Han­del erhältlichen Ton­trägern durch die SRG zu Sendezweck­en im Radio) mit Gültigkeits­dauer vom 1. Jan­u­ar 2013 bis zum 31. Dezem­ber 2016. Die Eid­genös­sis­che Schied­skom­mis­sion ESchK hat­te diesen Tarif Ende 2012 genehmigt. Die … weit­er­lesen

1C_653/2012: Aufhebung von §32f des Zürcher Polizeigesetzes betr. Überwachung geschlossener Kommunikationsräume im Internet (amtl. Publ.)

Das BGer hat im vor­liegen­den Urteil zusam­men­fassend entsch­ieden, […] dass § 32f PolG/ZH mit dem Schutz des Fer­n­melde­v­erkehrs im Sinne von Art. 13 Abs. 1 BV nicht vere­in­bar ist, soweit er die Überwachung der Kom­mu­nika­tion in geschlosse­nen Inter­net­foren bzw. “Closed User Groups”, die der Pri­vat­sphäre zuzurech­nen sind, ohne Genehmi­gung und nachträgliche Über­prü­fungsmöglichkeit durch eine unab­hängige … weit­er­lesen