14.3782 — Postulat Richtlinien für den “digitalen Tod”: Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates

Mit dem von Jean Christophe Schwaab ein­gere­icht­en Pos­tu­lat wird der Bun­desrat beauf­tragt zu prüfen, ob das Erbrecht ergänzt wer­den muss, um die Rechte der Erbin­nen und Erben auf Per­so­n­en­dat­en und dig­i­tale Zugänge der ver­stor­be­nen Per­son sowie um die Auswirkun­gen des Todes auf deren virtuelle Präsenz zu regeln. Der Bun­desrat beantragt die Annahme des Postulates.

9C_351/2014: Beginn des IV-Rentenanspruchs in der beruflichen Vorsorge; redaktionelles Versehen in Art. 26 BVG (amtl. Publ.)

A. war bei der Pen­sion­skasse Appen­zell Ausser­rho­den berufsvor­sorgev­er­sichert. Der Kan­ton löste das Arbeitsver­hält­nis auf­grund gesund­heitlich­er Prob­leme auf. A. bezog Kranken­taggelder und meldete sich später bei der Invali­den­ver­sicherung an. Umstrit­ten war, ab welchem Zeit­punkt der Anspruch auf eine Invali­den­rente der beru­flichen Vor­sorge entste­ht (Urteil 9C_351/2014 vom 21. Okto­ber 2014 E. 1). Das Bun­des­gericht kam zum Schluss, … weit­er­lesen

Bundesrat verabschiedet Botschaft zur Anpassung der Vorschriften über die Bildung des Firmennamens

Der Bun­desrat will die Unternehmen­snach­folge für Einzelun­ternehmen, Kollektiv‑, Kom­­man­dit- und Kom­man­di­tak­tienge­sellschaften erle­ichtern und hat zu diesem Zweck eine Botschaft zur Anpas­sung der Vorschriften über die Bil­dung des Fir­men­na­mens ver­ab­schiedet. Kon­ti­nu­ität des Fir­men­na­mens Die vorgeschla­gene Änderung des OR ver­fol­gt das Ziel, dass der ein­mal gewählte Fir­men­na­men auf unbes­timmte Zeit weit­erge­führt wer­den kann. Ins­beson­dere sollen bei Per­so­n­enge­sellschaften … weit­er­lesen

4C.228/2000: Essentialia des Franchise-Vertrags (Bestätigung der Rsp.)

Das BGer schützt die Qual­i­fika­tion eines Ver­trags als Fran­chise-Ver­­trag und bestätigt damit BGE 118 II 157, der die Essen­talia des Fran­chise-Voraus­set­zun­­gen sin­ngemäss damit umschrieben hat, dass es um den Ver­trieb von Waren oder Dien­stleis­tun­gen über selb­ständi­ge Händler oder Unternehmer nach ein­er ein­heitlichen Ver­trieb­skonzep­tion geht, wobei der Fran­chisenehmer vom Fran­chisege­ber organ­isierten Dien­stleis­tun­gen zwar auf eigene Rech­nung … weit­er­lesen

1C_786/2013: Eine vollständige Umnutzung einer Gewerbebaute zu Wohnzwecken widerspricht der Zwecksetzung von Art. 37a RPG (amtl. Publ.)

Im zur Pub­lika­tion vorge­se­henen Entscheid vom 8. Okto­ber 2014 befasst sich das BGer mit der Frage, ob Art. 37a RPG (Raum­pla­nungs­ge­setz, SR 700) die Umwand­lung von Gewerbe- in Wohn­raum ges­tat­te. Im Jahr 1988 erwarb A. (später­er Beschw­erde­führer) zwei Parzellen in der Gemeinde Mels (spätere Beschw­erdegeg­ner­in). Auf ein­er dieser Parzellen wurde im Zeit­punkt des Erwerbs eine … weit­er­lesen

5A_62/2014: Erbteilung: Anrechnung der Weiternutzung einer Werkstatt durch den Erblasser in der auf den Sohn übertragenen Liegenschaft

Im vor­liegen­den Entscheid hat­te sich das Bun­des­gericht mit der Frage zu befassen, wie die Weit­er­nutzung ein­er Werk­statt in der vom Erblass­er auf den Sohn X über­tra­ge­nen Liegen­schaft im Rah­men der Erbteilung zu berück­sichti­gen ist. Der Erblass­er A schloss mit seinem Sohn X einen “Kaufver­trag mit Erb­vor­bezug” über ein Grund­stück ab. Der Kauf­preis wurde getil­gt durch … weit­er­lesen

4A_168/2014: Nichtigkeit eines Anfangsmietzinses bei fehlender Verwendung des amtlichen Formulars (amtl. Publ.)

Dem Bun­des­gericht bot sich in diesem Urteil die Gele­gen­heit, seine Recht­sprechung im Zusam­men­hang mit der Nichtigkeit eines Anfangsmi­et­zins­es, welch­er den Mietern nicht auf dem hier­für vorge­se­henen amtlichen For­mu­lar mit­geteilt wor­den war, in Erin­nerung zu rufen. Hin­ter­grund des Ver­fahrens bildete ein am 11. Sep­tem­ber 2006 abgeschlossen­er Mietver­trag über eine Woh­nung in Genf, bei welchem es anlässlich der Rück­gabe der Woh­nung … weit­er­lesen

BVGer C‑4168/2014: Kein Rechtsmittel gegen Entscheide des BR zur TARMED

Das BVGer ist auf eine Beschw­erde gegen die bun­desrätliche Verord­nung über die Anpas­sung von Tar­if­struk­turen in der Kranken­ver­sicherung nicht einge­treten. Seit 1. Okto­ber 2014 ist die Anpas­sung der TARMED-Tar­if­struk­­tur (TARMED) von ca. 200 Mio. CHF in Kraft. Damit erhal­ten die Grund­ver­sorg­er, ins­beson­dere Haus- und Kinderärzte, einen Zuschlag pro Kon­sul­ta­tion in der Arzt­prax­is. Gle­ichzeit­ig wer­den die … weit­er­lesen

EGMR 60101/09: Einstellungsverfügungen wegen Verjährungen dürfen in der Begründung keine Schuldigerklärung in der Sache enthalten

Dominique Strebel komm­ten­tiert auf seinem Blog das Urteil 60101/09 vom 28. Okto­ber 2014 (Pel­tereau-Vil­leneuve c. Suisse) des Europäis­chen Gericht­shofs für Men­schen­rechte (EGMR). Mit dem Entscheid wird der Gen­er­al­staat­san­walt des Kan­tons Genf gerügt. Dieser hat­te ein Strafver­fahren wegen Ver­jährung eingestellt, aber den Beschuldigten in sein­er Begrün­dung trotz­dem in der Sache für schuldig erk­lärt. Es ging um … weit­er­lesen

1C_59/2012, 1C_61/2012: Das gemischte Wahlsystem für die Kantonsratswahlen im Kanton Appenzell A. Rh. ist bundesverfassungskonform (amtl. Publ.)

Im Urteil vom 26. Sep­tem­ber 2014 äussert sich das BGer zur Zuläs­sigkeit eines gemis­cht­en Wahlsys­tems für die Kan­ton­sratswahlen im Kan­ton Appen­zell A. Rh. Die Gesamterneuerungswahl des Kan­ton­srats des Kan­tons Appen­zell A. Rh. fan­den am 3. April 2011 statt. Am 6. April 2011 gelangte Tim Walk­er an den Regierungsrat mit dem Antrag, das Resul­tat der Kan­ton­sratswahl … weit­er­lesen