4D_68/2013: In der Regel kein unmittelbarer Weiterzug des Kostenentscheids in einer Klagebewilligung

Der Beschw­erde­führer wollte sich vor Bun­des­gericht über die ihm mit der Klage­be­wil­li­gung aufer­legten Kosten in der Höhe von CHF 525 beschw­eren. Das Bun­des­gericht trat jedoch auf seine Beschw­erde nicht ein (BGer. 4D_68/2013 vom 12. Novem­ber 2013, E. 4). Das Bun­des­gericht fasste seine Recht­sprechung zur Anfech­tung von Zwis­ch­enentschei­den zusam­men (E. 3): “Bei der Klage­be­wil­li­gung han­delt es sich nicht … weit­er­lesen

8D_6/2013: Keine Nacht- und Sonntagszuschläge während den Ferien für VBZ-Angestellte

Sechs Angestellte der Verkehrs­be­triebe Zürich (VBZ) leis­teten regelmäs­sig Nacht- und Son­ntagsar­beit, wofür sie entsprechende Zula­gen erhiel­ten. Mit der Unter­stützung eines Per­son­alver­ban­des klagten sie auf Nachzahlung der Zula­gen für den Zeitraum der bezahlten Ferien. Ihr Begehren wurde von allen Instanzen abgewiesen (BGer. 8D_6/2013 vom 13. Novem­ber 2013). Die VBZ-Angestel­l­ten macht­en eine Ver­let­zung des Rechts­gle­ich­heits­ge­bots (E. 3) und … weit­er­lesen

5A_309/2013: Hirschmann: Unterlassungsanspruch, Prüfung im Urteilszeitpunkt; Publikation einer Entschuldigung als Genugtuung

Eine frühere Fre­undin von Carl Hirschmann hat­te von ihm ver­langt, weit­er­er Ver­let­zun­gen zu unter­lassen und im Inter­net eine Entschuldigung zu pub­lizieren. Vor BGer nicht mehr strit­tig war, dass Hirschmann die Per­sön­lichkeit sein­er früheren Fre­undin durch falsche Behaup­tun­gen in ihrer Per­sön­lichkeit schw­er und wider­rechtlich ver­let­zt hat­te. Zu beurteilen waren nur die Rechts­fol­gen. Das BGer set­zt sich dabei … weit­er­lesen

5A_295/2013: Parteirollen im Verfahren der Feststellung neuen Vermögens (SchKG 265a); Klägerrolle des Schuldners (amtl. Publ.)

Leit­et der Gläu­biger gestützt auf einen Ver­lustschein eine neue Betrei­bung ein und erhebt der Betriebene Rechtsvorschlag mit der Begrün­dung, er sei nicht zu neuem Ver­mö­gen gekom­men (SchKG 265a), entschei­det der Richter über die Bewil­li­gung des Rechtsvorschlags. Im vor­liegen­den Ver­fahren war zu entschei­den, wem in einem solchen Ver­fahren die Kläger­rolle (und damit die Leis­tung eines Vorschuss­es) … weit­er­lesen

4A_102/2013: auf die Kündigung des Hauswartvertrags anwendbare Regeln; Bestimmung der “prestation préponderante”

Das BGer hat­te im vor­liegen­den Entscheid einen Hauswartver­trag (Haus­ab­wartsver­trag) zu beurteilen. Dabei han­delt es sich um einen gemis­cht­en Ver­trag mit Ele­menten des Miet- und des Arbeitsver­trags, wobei die Kündi­gung dem­jeni­gen Regime unter­ste­ht, das der über­wiegen­den Leis­tung entspricht: Cette con­ven­tion con­stitue un con­trat mixte qui com­bine des presta­tions du con­trat indi­vidu­el de tra­vail et du con­trat de … weit­er­lesen

4A_355/2013: Schutz des Vertrauens in fehlerhafte Rechtsbelehrung; “grobe prozessuale Unsorgfalt”; schwierige Abgrenzung zw. ZPO 319 I lit. a und lit. b

Das BGer hat sich in einem etwas ver­winkel­ten Fall u.a. zum The­ma des Ver­trauenss­chutzes geäussert. Der Anspruch auf Schutz des Ver­trauens  fol­gt aus dem Prinzip von Treu und Glauben, set­zt voraus, dass sich die betrof­fene Partei auf die fehler­hafte Rechtsmit­tel­belehrung ver­lassen durfte, und  ver­langt, dass den Parteien aus ein­er unrichti­gen Rechtsmit­tel­belehrung keine Nachteile erwach­sen.  Musste … weit­er­lesen

9C_337/2013: Beginn des Versicherungsschutzes der beruflichen Vorsorge bei Invalidität (Art. 23 lit. a BVG; amtl. Publ.)

Die Beschw­erde­führerin war seit 1991 als Lei­t­erin der Geschäftsstelle ein­er Aktienge­sellschaft tätig. Diese schloss mit ihr im Jan­u­ar 2006 eine Vere­in­barung ab, wonach das Arbeitsver­hält­nis zufolge Schlies­sung der Geschäftsstelle per Ende April 2006 been­det wurde. Die Arbeit­nehmerin erhielt im Gegen­zug eine “Son­der­prämie” in der Höhe von sechs Monats­ge­häl­tern. Am 8. August 2006 stellte die Beschw­erde­führerin … weit­er­lesen

Whistleblowing soll unter gewissen Voraussetzungen rechtmässig werden

In ein­er Medi­en­mit­teilung liess der Bun­desrat ankündi­gen, dass er geset­zlich fes­tle­gen will, unter welchen Voraus­set­zun­gen eine Mel­dung von Arbeit­nehmenden, die auf Unregelmäs­sigkeit­en am Arbeit­splatz hin­weisen (sog. Whistle­blow­er), recht­mäs­sig ist. Die Botschaft für eine entsprechende Teil­re­vi­sion des Oblig­a­tio­nen­rechts wurde ver­ab­schiedet. Gemäss der neuen Regelung sollen Mel­dun­gen in der Regel nur zuläs­sig sein, wenn sie zuerst an … weit­er­lesen

9C_1033/2012: Anrechnung eines fiktiven Erwerbs- oder Ersatzeinkommens bei der Bemessung der Invalidenrente der beruflichen Vorsorge (amtl. Publ.)

Ein gel­ern­ter Fein­mechaniker war 26 Jahre lang bei der­sel­ben Arbeit­ge­berin angestellt. Mit Ver­fü­gung vom 12. Mai 2009 sprach ihm die IV-Stelle Bern rück­wirk­end ab 1. Juli 2003 eine ganze Rente zu (Inva­lid­itäts­grad von 65 % bis 31. Dezem­ber 2003 bzw. 70 % ab 1. Jan­u­ar 2004). Am 5. Juni 2009 löste die Arbeit­ge­berin das Arbeitsver­hält­nis … weit­er­lesen

Umsetzung der “Abzocker-Initiative”: Verordnung tritt am 1. Januar 2014 in Kraft

Der Bun­desrat hat die Verord­nung gegen über­mäs­sige Vergü­tun­gen bei börsenkotierten Gesellschaften, mit welch­er die vom Volk am 3. März 2013 angenommene Abzock­­er-Ini­­ti­a­­tive umge­set­zt wird, auf den 1. Jan­u­ar 2014 in Kraft geset­zt. Die gegenüber dem Voren­twurf in mehreren Punk­ten angepasste Verord­nung, weist die fol­gen­den zen­tralen Punk­te auf (vgl. Medi­en­mit­teilung): Gen­er­alver­samm­lung stimmt über die Vergü­tun­gen ab Gemäss den neuen Bes­tim­mungen stimmt … weit­er­lesen