9C_1036/2012: Anwendungsbereich des Verantwortlichkeitsgesetzes des Bundes. Die Haftungsbestimmungen des BVG gehen als lex specialis vor (amtl. Publ.)

Das Bun­des­gericht hat­te zu entschei­den, ob das Ver­ant­wortlichkeits­ge­setz des Bun­des (VG; SR 170.32) oder die Haf­tung­sor­d­nung des BVG (SR 831.40) zur Anwen­dung gelangt. Materiell­rechtlich­er Stre­it­ge­gen­stand war der Rück­griff­sanspruch des Sicher­heits­fonds gegen den Bund aus man­gel­hafter Auf­sicht­stätigkeit gestützt auf das BVG (BGer. 9C_1036/2012 vom 27. März 2012, E. 2.1 und 5.1). Betr­e­f­fend das Ver­hält­nis des VGweit­er­lesen

4A_655/2012: Zulässigkeit der Beschwerde in Zivilsachen in Medizinalhaftungsfällen (amtl. Publ.)

In Medi­z­inal­haf­tungs­fällen gestützt auf öffentlich­es kan­tonales Ver­ant­wortlichkeit­srecht gegen ein öffentlich-rechtlich organ­isiertes Spi­tal ste­ht nur die Beschw­erde in Zivil­sachen bzw. sub­sidiär die Ver­fas­sungs­beschw­erde zur Ver­fü­gung (Art. 72 Abs. 2 lit. b BGG). In einem Grund­satzentscheid hat das Bun­des­gericht entsch­ieden, dass in Medi­z­inal­haf­tungs­fällen nur die Beschw­erde in Zivil­sachen (bzw. eine Ver­fas­sungs­beschw­erde) offen ste­ht, selb­st wenn sich die … weit­er­lesen

WEKO dehnt Untersuchung im Bereich Strassen‑, Hoch- und Tiefbau im Kanton Graubünden auf weitere Unternehmen aus

Die Wet­tbe­werb­skom­mis­sion (WEKO) hat am 30. Okto­ber 2012 im Bere­ich des Strassen‑, Hoch- und Tief­baus eine Unter­suchung gegen ver­schiedene Unternehmen im Unteren­gadin eröffnet. Die WEKO geht davon aus, dass sich die Unter­suchungsadres­sat­en an Wet­tbe­werb­sabre­den beteiligt haben, welche die Koor­di­na­tion der Zuteilung von Auss­chrei­bun­gen sowie eine Aufteilung von Baupro­jek­ten und Kun­den zum Inhalt hat­ten (siehe unseren Bericht hier). Mit Medi­en­mit­teilung vom 24. April … weit­er­lesen

2C_356/2012: Bewilligungspflichtiger Personalverleih bei Betreuungs- und Haushaltsdiensten in Privathaushalten

Bewil­li­gungspflichtiger Per­son­alver­leih im Sinne des AVG (SR 823.11) liegt vor, wenn eine GmbH einen 24-Stun­­den-Ser­vice anbi­etet, bei dem die betreuende Per­son rund um die Uhr bei der zu betreuen­den Per­son weilt, ein Zim­mer bezieht und voll­ständig in deren Pri­vathaushalt eingegliedert wird. Zur Abgren­zung des Per­son­alver­leihs von einem Auf­tragsver­hält­nis hielt das Bun­des­gericht fol­gen­des fest (BGer. 2C_356/2012 … weit­er­lesen

4A_611/2012: Abgrenzung von Gleitstunden und Überstunden

Über­stun­den drän­gen sich durch die Bedürfnisse des Betriebes auf oder wer­den durch den Arbeit­ge­ber ange­ord­net, während Gleit­stun­den vom Arbeit­nehmer aus freien Stück­en akku­muliert wer­den.  Das Bun­des­gericht musste in einem Fall entschei­den, ob ein pos­i­tiv­er Gleit­sal­do vor­liegt oder Über­stun­den, die nur mit Ein­ver­ständ­nis des Arbeit­nehmers durch Freizeit aus­geglichen wer­den kön­nen (BGer. 4A_611/2012 vom 19. Feb­ru­ar 2013, … weit­er­lesen

6B_142/2012: Verspätetete Ermächtigung zur Strafverfolgung (amtl. Publ.)

Ein ehe­ma­liger Angestell­ter der Bun­de­spolizei, der u.a. wegen Miss­brauchs der elek­tro­n­is­chen Zeit­er­fas­sung ent­lassen wor­den war, gelangte gegen seine Verurteilung wegen Betruges vor das Bun­des­gericht. Der Beschw­erde­führer brachte erfol­gre­ich vor, die Vorin­stanz habe ihn verurteilt, ohne dass die nach dem Ver­ant­wortlichkeits­ge­setz (VG) nötige Ermäch­ti­gung rechtzeit­ig vorgele­gen habe. Das Bun­des­gericht set­zt sich in seinem Urteil vom 28. … weit­er­lesen

Lohnmeldung für ausländische Dienstleistungserbringer aus dem EU/EFTA-Raum

Das Freizügigkeitsabkom­men Schweiz – EU lib­er­al­isiert die vorüberge­hende, gren­züber­schre­i­t­ende Dien­stleis­tungser­bringung bis zu 90 Tagen pro Kalen­der­jahr. Mitar­beit­er, die im Auf­trag eines Betriebs mit Sitz im EU/E­F­­TA-Raum eine Dien­stleis­tung bis zu max­i­mal 90 Tagen erbrin­gen, sind zwar meldepflichtig, aber nicht bewil­li­gungspflichtig. Das Par­la­ment hat in der Som­mers­es­sion 2012 beschlossen, die beste­hen­den flankieren­den Mass­nah­men zum freien Per­so­n­en­verkehr … weit­er­lesen

StPO: klare Regelung der verdeckten Ermittlung und Fahndung

Die verdeck­te Ermit­tlung wird kün­ftig enger definiert und für die verdeck­te Fah­n­dung wird eine geset­zliche Grund­lage geschaf­fen. Der Bun­desrat hat die entsprechende Änderung der Straf­prozes­sor­d­nung (StPO) auf den 1. Mai 2013 in Kraft geset­zt. Auf den gle­ichen Zeit­punkt treten Vorschriften für eine vere­in­fachte Pro­tokol­lierung sowie eine Präzisierung des Anwalts­ge­heimniss­es in Kraft. Die verdeck­te Ermit­tlung liegt nach … weit­er­lesen

Swissmedic: Anpassung der Verwaltungsverordnung Anleitung Zulassung von im Ausland bereits zugelassenen Arzneimitteln

Swissmedic hat Anpas­sun­gen an der Ver­wal­tungsverord­nung Anleitung Zulas­sung von im Aus­land bere­its zuge­lasse­nen Arzneimit­teln (Art. 13 HMG) vorgenom­men. Par­al­lel dazu wurde die Check­liste (CL) For­male Kon­trolle Art. 13 HMG umfassend über­ar­beit­et. Die wichtig­sten Änderun­gen und Ergänzun­gen der Ver­wal­tungsverord­nung fasst Swissmedic in ein­er Medi­en­mit­teilung zusam­men. Die rev­i­dierte Fas­sung trat am 15. April 2013 in Kraft. Es … weit­er­lesen

4A_665/2012: Schätzung des entgangenen Gewinns bei nicht erteilten Aufträgen nach OR 42

Das OGer BE hat­te im Zusam­men­hang mit einem Stre­it um ent­gan­genen Gewinn für die damit ver­bun­dene Frage anzurech­nen­der Erspar­nisse erkan­nt, es sei gericht­sno­torisch, dass Anwäl­ten bei Due Dil­i­­gence-Prü­­fun­­gen und Con­trol­ling gewin­n­min­dern­der Aufwand von ca. 50% des Umsatzes anfalle. Im konkreten Fall schätzte es den Aufwand jedoch auf nur 1/3: Das Oberg­ericht erwog dazu, es sei … weit­er­lesen