5A_80/2013: keine Verwaltung von Grundstücken im Eigentum eines Drittansprechers

Das BGer bestätigt, dass die Ver­wal­tung eines nach VZG 10 gepfän­de­ten Grund­stücks, das im Eigen­tum ein­er Drit­tansprecherin ste­ht, durch das Betrei­bungsamt nicht in Betra­cht kommt; eine solche Mass­nahme erschiene vor Abschluss des Wider­spruchsver­fahrens als unver­hält­nis­mäs­sig.   Daran ändert die For­mulierung von 16 I VZG (“Das Betrei­bungsamt sorgt von Amtes wegen, solange die Pfän­dung beste­ht, für … weit­er­lesen

9C_975/2012: Anwendungsbereich des Gesamtarbeitsvertrages für den flexiblen Altersrücktritt im Bauhauptgewerbe (amtl. Publ.)

Mit dem Vol­lzug des Gesam­tar­beitsver­trages für den flex­i­blen Alter­srück­tritt im Bauhaupt­gewerbe (GAV FAR), der teil­weise für all­ge­mein­verbindlich erk­lärt wurde, ist die Stiftung für den flex­i­blen Alter­srück­tritt im Bauhaupt­gewerbe (Stiftung FAR) betraut. Im August 2010 teilte die Stiftung FAR der B. GmbH und der R. GmbH mit, sie seien seit dem 1. Jan­u­ar 2007 dem GAVweit­er­lesen

Swissmedic: Umsetzung der sog. Sunset Clause (Art. 16a HMG)

Am 1. Okto­ber 2010 trat der neue Art. 16a HMG (sog. Sun­set Clause) in Kraft. Danach wider­ruft Swissmedic die Zulas­sung eines Arzneimit­tels, wenn dieses nicht inner­halb von drei Jahren nach Erteilung der Zulas­sung in den Verkehr gebracht wird oder wenn ein vorüberge­hen­der Ver­trieb­sun­ter­bruch länger als drei Jahre dauert. Zuge­lassene Arzneimit­tel, die zum Zeit­punkt des Inkraft­tretens … weit­er­lesen

2C_1040/2012: Regeln über die Zustellfiktion sind “vernünftig” zu handhaben

Der Beschw­erde­führer führte betr­e­f­fend ver­schiedene Steuer­jahre Ver­fahren im Kan­ton Zürich. Dem Beschw­erde­führer wur­den ver­schiedentlich Ver­fü­gun­gen mit eingeschrieben­er Post und auch amtlich (d.h. über das Stad­tam­man­namt) zugestellt, die aber von diesem jew­eils nicht abge­holt wur­den. Im Entscheid set­zte sich das BGer mit der Zustell­fik­tion auseinan­der. (E. 4.1) Wed­er das DBG noch das StHG regeln die Form … weit­er­lesen

Börsengesetzgebung: neue Bestimmungen in Kraft getreten

Per 1. Mai 2013 sind diverse rev­i­dierte Bes­tim­mungen der Börsen­ge­set­zge­bung in Kraft getreten: neue Bes­tim­mungen BEHG  neue Bes­tim­mungen BEHV neuer Art. 11 Abs. 2 BEHV-FINMA (siehe Medi­en­mit­teilung FINMA vom 1.05.2013) Mit­teilung I/13 der Offen­le­gungsstelle der SIX Exchange Reg­u­la­tion vom 30.04.2013

4A_331/2010: Vermögensverwaltung, Aufklärungspflicht der Bank

Im Entscheid 4A_331/2010 hat­te das Bun­des­gericht Gele­gen­heit, seine Recht­sprechung zur Aufk­lärungspflicht von Banken in Erin­nerung zu rufen: 2.2.1 Das Bun­des­gericht stellt in sein­er Recht­sprechung dif­feren­zierte Anforderun­gen an die Aufk­lärungspflicht der Banken (BGE 133 III 97 E. 7.1; 124 III 155 E. 3a; 119 II 333 E. 5a; 115 II 62 E. 3a). Dem­nach ist im Einzelfall … weit­er­lesen

4A_388/2012: Streit über Geldforderung aus Arbeitsvertrag ist schiedsfähig, auch wenn eine Bestimmung einer ausländischen Rechtsordnung, die mit dem Rechtsstreit Verbindungen aufweist, für solche Streitigkeiten zwingend die staatliche Gerichtsbarkeit vorschreibt

Im Entscheid 4A_388/2012 vom 18. März 2013 befasste sich das Bun­des­gericht mit der Frage, ob ein Rechtsstre­it aus einem Arbeitsver­trag deshalb nicht schieds­fähig war, weil eine Bes­tim­mung ein­er aus­ländis­chen Recht­sor­d­nung, die mit dem Rechtsstre­it Verbindun­gen aufwies, für Arbeit­srechtsstre­it­igkeit­en zwin­gend die staatliche Gerichts­barkeit vorschreibt. Beschw­erde­führer vor Bun­des­gericht war der ehe­ma­lige Chef­train­er der nationalen Fuss­ball­mannschaft Bul­gar­iens. Beschw­erdegeg­ner­in war … weit­er­lesen

2C_1031/2012: Biologisch Tochter aber rechtlich Nichte — keine Befreiung von der Erbschaftssteuer

A wurde 1943 während der Ehe von Ehe­mann B und Ehe­frau C geboren und galt damit kraft Ehe­lichkeitsver­mu­tung als Tochter des B. Im Sep­tem­ber 2007 beantragte A dem BGer, es sei festzustellen, dass B nicht ihr Vater sei. Das BGer befand let­ztin­stan­zlich, A habe die Klage ver­spätet ein­gere­icht, wom­it B der rechtliche Vater von A blieb. Das … weit­er­lesen

9C_1036/2012: Anwendungsbereich des Verantwortlichkeitsgesetzes des Bundes. Die Haftungsbestimmungen des BVG gehen als lex specialis vor (amtl. Publ.)

Das Bun­des­gericht hat­te zu entschei­den, ob das Ver­ant­wortlichkeits­ge­setz des Bun­des (VG; SR 170.32) oder die Haf­tung­sor­d­nung des BVG (SR 831.40) zur Anwen­dung gelangt. Materiell­rechtlich­er Stre­it­ge­gen­stand war der Rück­griff­sanspruch des Sicher­heits­fonds gegen den Bund aus man­gel­hafter Auf­sicht­stätigkeit gestützt auf das BVG (BGer. 9C_1036/2012 vom 27. März 2012, E. 2.1 und 5.1). Betr­e­f­fend das Ver­hält­nis des VGweit­er­lesen

4A_655/2012: Zulässigkeit der Beschwerde in Zivilsachen in Medizinalhaftungsfällen (amtl. Publ.)

In Medi­z­inal­haf­tungs­fällen gestützt auf öffentlich­es kan­tonales Ver­ant­wortlichkeit­srecht gegen ein öffentlich-rechtlich organ­isiertes Spi­tal ste­ht nur die Beschw­erde in Zivil­sachen bzw. sub­sidiär die Ver­fas­sungs­beschw­erde zur Ver­fü­gung (Art. 72 Abs. 2 lit. b BGG). In einem Grund­satzentscheid hat das Bun­des­gericht entsch­ieden, dass in Medi­z­inal­haf­tungs­fällen nur die Beschw­erde in Zivil­sachen (bzw. eine Ver­fas­sungs­beschw­erde) offen ste­ht, selb­st wenn sich die … weit­er­lesen