Rechtsmittel gegen Konkurserkenntnisse (Mitteilung OGer ZH)

Das OGer ZH hat mit Datum vom 28. Dezem­ber 2010 die Konkurs­gerichte und die Konkursämter informiert, dass das OGer bei der Anfech­tung von Konkurs­erken­nt­nis­sen nach SchKG 174 II  seine frühere, grosszügige Prax­is zur Fris­ter­streck­ung aufgibt, weil die Erstreck­ung geset­zlich­er Fris­ten nach ZPO 144 I aus­geschlossen ist und keine Nach­fris­ten ange­set­zt wer­den:  “In dieser Sit­u­a­tion erwägt … weit­er­lesen

NZZ zu elektronischen Eingaben im Verkehr mit Gerichten und Behörden

 Bernd Reichert schreibt in der heuti­gen NZZ über elek­tro­n­is­che Eingaben im Verkehr mit Gericht­en und Behör­den, die auf­grund der eidg. ZPO (jet­zt in der SR mit der Nr. 272 ver­füg­bar), Art. 130, neuerd­ings nicht nur beim Bun­des­gericht zuläs­sig sind. Einzel­heit­en wer­den in der Verord­nung über die elek­tro­n­is­che Über­mit­tlung im Rah­men von Ziv­il- und Straf­prozessen sowie von … weit­er­lesen

5A_584/2010: Befangenheit bei Vorbefassung

Vor dem Bun­des­gericht wurde die Ver­let­zung von Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK gerügt, weil in einem sachen­rechtlichen Rechtsstre­it (Ausübung des Vorkauf­s­rechts mit Ein­tra­gung von Eigen­tum) zwis­chen dem Richter, der über vor­sor­gliche Mass­nah­men entsch­ied, und dem in der Haupt­sache entschei­den­den Richter eine Per­son­alu­nion bestanden hat­te. Das Bun­des­gericht weist die Beschw­erde … weit­er­lesen

Künftig pauschale Vergütung für Hörgeräte

Wie das Bun­de­samt für Sozialver­sicherung (BSV) am 17. Dezem­ber 2010 mit­geteilt hat, wird die Ver­sorgung mit Hörg­eräten durch die IV und AHV ab dem 1. Juli 2011 mit Pauschal­beiträ­gen vergütet. Der heute gel­tende Tar­ifver­trag mit den Akustik­erver­bän­den wird gekündigt. Die Hör­be­hin­derten erhal­ten das Geld for­t­an von der Ver­sicherung direkt aus­bezahlt und kön­nen das Gerät frei … weit­er­lesen

INCOTERMS 2010 seit 1. Januar 2011 in Kraft: DAF, DES, DEQ und DDU gestrichen; DAP und DAT neu

Auf den 1. Jan­u­ar 2011 sind die neuen stan­dar­d­isierten Liefer­k­lauseln der Inter­na­tionalen Han­del­skam­mer (ICC), die INCOTERMS 2010 (7. Revi­sion), in Kraft getreten. Gestrichen wur­den die Klauseln DAF (Deliv­ered At Fron­tier) DES (Deliv­ered Ex Ship) DEQ (Deliv­ered Ex Quay) DDU (Deliv­ered Duty Unpaid).   Neu geschaf­fen wur­den zwei Klauseln:  DAP (Deliv­ered At Place) DAT (Deliv­ered At Ter­mi­nal) Die Klauseln wer­den … weit­er­lesen

4A_551/2010: Grundlagenirrtum beim Hauskauf (mangelnde Wasserversorgung); Auslegung eines Gewährleistungsausschlusses

Das BGer schützt die Anfech­tung eines Grund­stück­kaufver­trags betr. ein bes­timmtes Chalet wegen Grund­la­genir­rtums (OR 24 I 4). Die Käuferin beab­sichtigte – mit Wis­sen des Verkäufers – den Kauf eines Chalets zu Wohnzweck­en, nicht nur für gele­gentliche Ferien. Ihr war zugesichert wor­den, das Chalet ver­füge über eine eigene Quelle. Später stellte sich her­aus, dass das Chalet … weit­er­lesen

4A_504/2010: Rechtsmissbrauchsverbot (nemo auditur turpitudinem suam allegans)

Ein Notar hat­te in einem Grund­stück­kaufver­trag wissentlich und zu Unrecht beurkun­det, ein Grund­stück befinde sich voll­ständig in ein­er Bau­zone. Er wurde in der Folge wegen Urkun­den­fälschung im Amt iSv StGB 317 II (Falschbeurkun­dung) gebüsst. Später kon­nte einige Eini­gung mit der Gemeinde gefun­den wer­den, so dass das Grund­stück den­noch bebaut wer­den kon­nte. In der Folge weigerte … weit­er­lesen

4A_471/2010: Architekt als Totalunternehmer; Vergabe der Arbeiten im eigenen Namen

Das BGer hat­te einen Ver­trag zwis­chen einem Architek­ten und einem Gen­er­alun­ternehmer zu qual­i­fizieren. Die Bauar­beit­en liess der Architekt durch den Gen­er­alun­ternehmer und einen Inge­nieur aus­führen; gegenüber dem Bauher­rn trat allein er auf. Später ent­stand Stre­it zwis­chen dem Architek­ten und dem Gen­er­alun­ternehmer. Strit­tig war die Frage, ob der Gen­er­alun­ternehmer für offene Forderun­gen den Architek­ten oder den … weit­er­lesen

6B_586/2010: Veruntreuung einer geleasten Sache

Eben­falls mit Urteil vom 23. Novem­ber 2010 (6B_586/2010) nimmt das Bun­des­gericht dazu Stel­lung, ob eine geleaste Sache das Tato­b­jekt ein­er Verun­treu­ung gemäss Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB sein kann. Prob­lema­tisch ist insoweit das Merk­mal “fremd”, was nach zivil­rechtlichen Kri­te­rien zu beurteilen ist (vgl. BGE 132 IV 5 E. 3.3 S. 8 f.). Das Bun­des­gericht … weit­er­lesen

6B_586/2010: Schlechterstellungsverbot und Verzicht auf (teilweisen) Strafaufschub

In dem bun­des­gerichtlichen Ver­fahren 6B_586/2010 rügte ein Beschw­erde­führer, dass das Oberg­ericht Zug ihm auf seine Beru­fung hin eine unbe­d­ingte Frei­heitsstrafe von 18 Monat­en aufer­legte, nach­dem das Strafgericht ihn zu ein­er teilbe­d­ingten Frei­heitsstrafe von 18 Monat­en verurteilt hat­te. Dieses Vorge­hen ver­let­ze seinen Anspruch auf rechtlich­es Gehör und ein gerecht­es Ver­fahren, selb­st wenn der Kan­ton Zug kein … weit­er­lesen