6B_916/2008: Beamtenbegriff; Sich-bestechen-Lassen, Vorteilsannahme; Ungetreue Amtsführung (amtl. Publ.)

Das Bun­des­gericht hat mit Urteil vom 21. August 2009 (6B_916/2008) eine Beschw­erde teil­weise gut­ge­heis­sen, die gegen einen Entscheid der Strafkam­mer des Bun­desstrafgerichts mit Antrag auf vol­lum­fänglichen Freis­pruch ein­gelegt wor­den war. Die Strafkam­mer hat­te den Beschw­erde­führer des Sich-bestechen-Lassens (Art. 322quater StGB), der Vorteil­san­nahme (Art. 322sexies StGB), der unge­treuen Amts­führung (Art. 314 StGB) und der Urkun­den­fälschung im … weit­er­lesen

Einheitliches Recht für internationale Seefrachtverträge

Der Bun­desrat beschloss gestern, die Schaf­fung ein­heitlichen Rechts für inter­na­tionale Seefrachtverträge zu unter­stü­tuzen. Aus der Medi­en­mit­teilung: “Er hat am Mittwoch das neue Uno-Übereinkom­­men über Seefrachtverträge genehmigt und einen Vertreter des Bun­de­samts für Jus­tiz ermächtigt, das Übereinkom­men am 23. Sep­tem­ber 2009 in Rot­ter­dam zu unterze­ich­nen.Das unter Schweiz­er Beteili­gung aus­ge­han­delte Uno-Übereinkom­­men erset­zt die bish­eri­gen Verträge und schafft … weit­er­lesen

UWG-Revision: Botschaft verabschiedet

Der Bun­desrat hat heute die Botschaft zu ein­er Änderung des Bun­des­ge­set­zes gegen den unlauteren Wet­tbe­werb (UWG) ver­ab­schiedet. Die vorgeschla­gene Revi­sion soll den Schutz gegen einzelne täuschende Geschäft­sprak­tiken verbessern, die Durch­set­zbarkeit der geset­zlichen Bes­tim­mungen erle­ichtern und die Grund­lage für die Zusam­me­nar­beit mit aus­ländis­chen Lauterkeit­sauf­sichts­be­hör­den schaf­fen. Die materiell­rechtlichen Neuerun­gen im UWG zie­len darauf ab, den Miss­brauch von … weit­er­lesen

5A_228/2009: nicht zwingend Wiederholungsgefahr bei Bestreitung der Widerrechtlichkeit

In einem Urteil im Bere­ich des Per­sön­lichkeitss­chutzes hat das BGer seine Recht­sprechung von BGE 124 III 72 ff. (“ Eine Wieder­hol­ungs­ge­fahr darf in der Regel schon dann angenom­men wer­den, wenn der Beklagte die Wider­rechtlichkeit des bean­stande­ten Ver­hal­tens bestre­it­et, ist doch dann zu ver­muten, dass er es im Ver­trauen auf dessen Recht­mäs­sigkeit weit­er­führen wird”, E. 2.a) … weit­er­lesen

Neu: Elektronischer Strafregister-Auszug als digital signiertes PDF-Dokument

Ab dem 1. Sep­tem­ber 2009 kann beim Bun­de­samt für Jus­tiz (BJ) der Strafreg­is­ter-Auszug neu auch als elek­tro­n­is­ches, dig­i­tal sig­niertes Doku­ment bestellt wer­den.  Damit stellt erst­mals in der Schweiz eine Behörde einen Reg­is­ter­auszug als PDF-Doku­­ment mit dig­i­taler Sig­natur aus. Por­tal für Strafreg­is­ter-Auszüge des Bun­de­samts für Jus­tiz Zur Medienmitteilung

Umgang mit nachrichtenlosen Vermögenswerten: Änderungen von OR, ZGB und ZPO

Der Bun­desrat schlägt vor, nicht mehr wie früher geplant durch ein Spezialge­setz, son­dern durch Änderun­gen des OR, des ZGB und der ZPO den Umgang mit nachricht­en­losen Ver­mö­genswerten zu regeln (vgl. den Entwurf, den zuge­höri­gen Bericht, die Medi­en­mit­teilung und die Berichter­stat­tung der NZZ). Finanz­in­ter­mediäre müssen danach generell alle  “ihnen zumut­baren Vorkehrun­gen tre­f­fen, damit der Kon­takt zum … weit­er­lesen

2C_807/2008: Dienstleistungen einer Anwaltskanzlei für ein Schiedsgericht als MWSt-befreite Tätigkeit hoheitlichen Charakters (amtl. Publ.)

Eine nicht namentlich genan­nte Zürcher Anwalt­skan­zlei, die mit der Führung des CRT betraut war (bei Inter­esse kann das dem CRT zugrunde liegende MoM kon­sul­tiert wer­den), musste der Haupt­abteilung MWSt Nach­s­teuern von rund CHF 275’000 zzgl Verzugszin­sen für 1999 und 2000 abliefern, nach­dem die EStV Umsätze der Anwalt­skan­zlei im Zusam­men­hang mit der Führung des Sekre­tari­ats des … weit­er­lesen

A‑621/2009: Nichtige Kündigung durch die ETH

Das Bun­desver­wal­tungs­gericht hat eine durch die ETH aus­ge­sproch­ene Kündi­gung trotz ein­er Zer­rüt­tung des Ver­trauensver­hält­niss­es als nichtig iSv BPG 14 I b erachtet, weil die ETH die Gen­eraldirek­torin des Insti­tuts, an welchem der ehe­ma­lige Arbeit­nehmer beschäftigt war, selb­st zur Kon­flik­t­si­t­u­a­tion beige­tra­gen hat­te. Zudem hat­te die ETH vor der Ent­las­sung des Mitar­beit­ers keine Mass­nah­men zur Entspan­nung der … weit­er­lesen