4A_145/2021: Berufsmässige Vertretung durch Gewerkschaft; falsches Rechtsmittel

Im Rah­men ein­er Beschw­erde eines ehe­ma­li­gen Arbeit­nehmers befasste sich das Bun­des­gericht im Urteil 4A_145/2021 vom 27. Okto­ber 2021 mit der Frage, ob ein­er durch eine Gew­erkschaft vertrete­nen Partei im Sinne von Art. 68 Abs. 2 lit. d ZPO bei Ver­fahrens­fehlern diesel­ben Prozess­fol­gen dro­hen wie bei anwaltlich­er Vertre­tung. Hin­ter­grund des Ver­fahrens war die rück­wirk­ende Ein­stu­fung des … weit­er­lesen

6B_1498/2020: Legitimation zur Anschlussberufung (amtl. Publ.)

Im Urteil 6B_1498/2020 vom 29. Novem­ber 2021 entsch­ied das Bun­des­gericht, dass eine Anschluss­beru­fung, die einzig erhoben wird, um Druck auf den Beschuldigten auszuüben bzw. um einen Rück­zug der Beru­fung zu erre­ichen, unzuläs­sig ist und gegen Treu und Glauben ver­stösst. Hin­ter­grund war ein Schuld­spruch des Region­al­gerichts Bern­er Jura-See­land wegen Verge­wal­ti­gung, ein­fach­er Kör­per­ver­let­zung, Nöti­gung und Dro­hung zu ein­er Frei­heitsstrafe von 4 Jahren, in dessen Folge die Staat­san­waltschaft auf Beru­fung des Beschuldigten hin Anschluss­beru­fung erklärte.

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Das (teil-)revidierte VVG ist am 1. Januar 2022 in Kraft getreten

Am 1. Jan­u­ar 2022 ist das (teil-)revidierte VVG in Kraft getreten. Neu bzw. rev­i­diert sind u.a.: Art. 2a und Art. 2b VVG: Wider­ruf­s­recht des Ver­sicherungsnah­mers mit ein­er Wider­rufs­frist von 14 Tagen Art. 10 VVG: Rück­wärtsver­sicherung Stre­ichung von aArt. 12 VVG (vor­be­halt­slose Annahme) Art. 16 VVG: Gegen­stand der Ver­sicherung Art.35a VVG: ordentlich­es Kündi­gungsrecht Art. 35b VVG: ausseror­dentlich­es … weit­er­lesen

4A_166/2021: Mittellosigkeit im Schiedsverfahren / Prozesskostenhilfe in der Sportschiedsgerichtsbarkeit (amtl. Publ.)

Im zur Pub­lika­tion vorge­se­henen Entscheid 4A_166/2021 vom 22. Sep­tem­ber 2021 befasste sich das Bun­des­gericht mit der Prozesskosten­hil­fe in der Sports­ch­ieds­gerichts­barkeit. Der Radren­n­fahrer A. (Beschw­erde­führer) ver­fügte über eine Lizenz der Union Cycliste Inter­na­tionale (UCI, Beschw­erdegeg­ner­in). Der Beschw­erde­führer reichte dem Tri­bunal Arbi­tral du Sport (TAS) eine Beru­fungserk­lärung gegen den Entscheid des UCI Anti-Dop­ing Tri­bunal ein. Gle­ichzeit­ig ersuchte … weit­er­lesen

4A_166/2021: Mittellosigkeit einer Partei im Schiedsverfahren / Prozesskostenhilfe in der Sportschiedsgerichtsbarkeit (amtl. Publ.)

Im zur Pub­lika­tion vorge­se­henen Entscheid 4A_166/2021 vom 22. Sep­tem­ber 2021 befasste sich das Bun­des­gericht mit Fra­gen rund um die Mit­telosigkeit ein­er Partei im Schiedsver­fahren.   Der Radren­n­fahrer A. (Beschw­erde­führer) ver­fügte über eine Lizenz der Union Cycliste Inter­na­tionale (UCI, Beru­fungs­beklagte). Der Beschw­erde­führer reichte dem Tri­bunal Arbi­tral du Sport (TAS) eine Beru­fungserk­lärung gegen den Entscheid des UCI Anti-Dop­ing Tri­bunal ein. … weit­er­lesen

6B_938/2020: Mehrfache Hinterziehung der Mehrwertsteuer (amtl. Publ.)

Im Urteil 6B_938/2020 vom 12. Novem­ber 2021 the­ma­tisierte das Bun­des­gericht die Ver­jährung und die Strafzumes­sung bei mehrfach­er Ein­fuhrs­teuer­hin­terziehung. Hin­ter­grund des Entschei­ds war die man­gel­nde bzw. falsche Anmel­dung zahlre­ich­er Kun­st­ge­gen­stände eines Beschuldigten bei der Ein­fuhr in die Schweiz, weswe­gen die Eid­genös­sis­che Zol­lver­wal­tung (EZV) ihm eine Busse von Fr. 4 Mio. aufer­legt hat­te, gegen die der Beschuldigte Ein­sprache erhob.

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5A_454/2020: Definitiver Rechtsöffnungstitel über Volljährigenunterhalt

Im Urteil 5A_454/2020 vom 13.10.2021 hält das Bun­des­gericht fest, eine im Eheschutzver­fahren geschlossene Eltern­vere­in­barung über Volljähri­ge­nun­ter­halt ver­schaffe dem Kind einen defin­i­tiv­en Recht­söff­nungsti­tel, auch wenn es bei Ein­leitung des Ver­fahrens bere­its volljährig gewe­sen und der Volljähri­ge­nun­ter­halt damit gar nicht Prozess­ge­gen­stand sei. Das Ein­ver­ständ­nis des Kindes sei nicht erforder­lich. Im Einzel­nen erwägt das Bun­des­gericht, der Beschw­erde­führer sei … weit­er­lesen

CA.2020.10: Strafrechtliche Verwertbarkeit von Aussagen im Rahmen eines FINMA-Enforcementverfahrens

Im Urteil CA.2020.10 vom 2. August 2021 entsch­ied das Bun­desstrafgericht über die Frage der strafrechtlichen Ver­w­ert­barkeit von Aus­sagen im Rah­men eines Enforce­mentver­fahrens der FINMA. Hin­ter­grund war ein Ver­fahren der FINMA gegen einen Beauf­sichtigten, in dessen Folge das EFD ein Ver­wal­tungsstrafver­fahren eröffnet hat­te. Zum Zeit­punkt der Ein­ver­nahme durch die FINMA galt der Ein­ver­nommene jedoch noch nicht als Beschuldigter, weshalb im Raum stand, ob der “nemo tenetur”-Grundsatz gewahrt wor­den war.

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1B_473/2021: Zulässigkeit von Überwachungsmassnahmen

Im Urteil 1B_473/2021 vom 25. Novem­ber 2021 prüfte das Bun­des­gericht die Zuläs­sigkeit ein­er Überwachung des Post- und Fer­n­melde­v­erkehrs. Hin­ter­grund war ein Strafver­fahren der Staat­san­waltschaft Lenzburg-Aarau, die auf­grund des Ver­dachts ver­schieden­er Ein­bruchdieb­stäh­le Rand­dat­en des Mobil­tele­fons des Beschuldigten erhoben hat­te, woge­gen dieser nach Offen­le­gung der durchge­führten Überwachungs­mass­nahme Beschw­erde führte.

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1B_612/2021: Voraussetzungen für Untersuchungs- und Sicherheitshaft

Im Urteil 1B_612/2021 vom 24. Novem­ber 2021 hat sich das Bun­des­gericht mit den Voraus­set­zun­gen der Anord­nung von Sicher­heit­shaft befasst. Das Region­al­gericht Ober­land verurteilte einen Beschuldigten u.a. wegen ver­sucht­en Mordes zu ein­er Frei­heitsstrafe von 14 Jahren, nach­dem dieser mehrere Schüsse auf seine Ex-Part­ner­in abge­feuert hatte.

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