2C_537/2007 (amtl. Publ.): Firmeneigene, durch Dritte betriebene Tankstellen keine Betriebsstätten

Shell betreibt firmeneigene Tankstellen (Com­pa­ny Sta­tions) und Tankstellen im Eigen­tum des Betreibers (Deal­er Sta­tions). Wie das BGer entsch­ied, sind erstere keine Betrieb­sstät­ten der Shell. Zwar hat Shell das Eigen­tum an den betr­e­f­fend­en Ein­rich­tun­gen, doch:  “(…)sie kann über Let­ztere jedoch nicht mehr nach Belieben ver­fü­gen, weil die Nutzungs­berech­ti­gung den Tankstel­len­be­treibern, mithin anderen Recht­strägern, zukommt. Ste­ht eine Geschäft­sein­rich­tung … weit­er­lesen

Botschaften zum Massnahmenpaket Finanzsystem verabschiedet

Der Bun­desrat hat gestern die Botschaft zum Mass­nah­men­paket zur Stärkung des schweiz­erischen Finanzsys­tems ver­ab­schiedet. Der Bun­desrat schlägt zudem eine Änderung des BankG — die nach ihrer Ver­ab­schiedung sofort in Kraft treten sollen — mit fünf Sofort­mass­nah­men zur Stärkung des Ein­legerschutzes vor (Pressemit­teilung). Zur Stärkung des Ein­legerschutzes schlägt die entsprechende Botschaft vor, 1. Anhebung der Höhe … weit­er­lesen

Verschärfung der Insider-Strafnorm per 1. Oktober 2008 in Kraft

Der Bun­desrat hat die Revi­sion von Art. 161 StGB auf den 1. Okto­ber 2008 in Kraft geset­zt. Ziff 3 des Artikels wurde gestrichen. Dadurch ent­fällt die Beschränkung des Begriffs der “ver­traulichen kursrel­e­van­ten Tat­sache” auf eine bevorste­hende Emis­sion neuer Beteili­gungsrechte, auf eine Unternehmensverbindung oder auf ähn­liche Sachver­halte von ver­gle­ich­bar­er Trag­weite. Erfasst sind daher das Aus­nutzen jeglich­er … weit­er­lesen

5A_434/2008: Unterhaltsberechnung im Scheidungsfall

In einem zur Pub­lika­tion vorge­se­henen Entscheid 5A_434/2008 vom 5. Sep­tem­ber 2008 (publ. 24. Okto­ber 2008) äusserte sich das Bun­des­gericht zur Meth­ode der Berech­nung des nachehe­lichen Unter­halts. Das Bun­des­gericht präzisierte dabei seine in BGE 134 III 145 genan­nte Auf­fas­sung. Das Bun­des­gericht führte aus, dass sich nicht ein­fach ein bes­timmtes Berech­nungss­chema zur Anwen­dung brin­gen lässt. Ins­beson­dere würde … weit­er­lesen

5A_164/2008: Aberkennungsurteil als definitiver Rechtsöffnungstitel

Im zur Pub­lika­tion vorge­se­henen Entscheid 5A_164/2008 vom 9. Sep­tem­ber 2008 (publ. 24. Okto­ber 2008) äusserte sich das Bun­des­gericht zur strit­ti­gen Frage, ob ein Aberken­nung­surteil als Voll­streck­ungsti­tel i.S.v. Art. 80 SchKG dienen kann. Diese Frage wird in der Lehre kon­tro­vers disku­tiert (E. 5.2.1–5.2.3). Das Bun­des­gericht entsch­ied nun­mehr, dass eine defin­i­tive Recht­söff­nung auf Grund eines Urteils gewährt … weit­er­lesen

5A_149/2007: Anfechtung eines Stockwerkeigentümerversammlungsbeschlusses (amtl. Publ.)

Am 20. August 2008 veröf­fentlichte das Bun­des­gericht den zur amtlichen Pub­lika­tion vorge­se­henen Entscheid 5A_149/2007. Bis­lang wurde die Frage, ob und in welchem Aus­mass Art. 68 ZGB — kraft der Ver­weisungsnorm von Art. 712m Abs. 2 ZGB — auf die Stock­w­erkeigen­tümerge­mein­schaft Anwen­dung find­et, in der bun­des­gerichtlichen Recht­sprechung offen gelassen. Das BGer bejahte vor­liegend die grund­sät­zliche Anwend­barkeit … weit­er­lesen

9C_99/2008: Alkoholismus keine “Krankheit” (amtl. Publ.)

Wie das BGer am 3. Juli 2008 entsch­ied, muss ein schw­er­er Alko­ho­lik­er die Frage “Bestanden in den let­zten fünf Jahren jemals Krankheit­en oder erlit­ten Sie einen Unfall?” bei der Auf­nahme in die BVG-Stiftung nicht beja­hen, wenn er zum fraglichen Zeit­punkt zwar um seinen über­durch­schnit­tlich hohen Alko­holkon­sum weiss oder wis­sen müsste, sich aber zugle­ich kein­er anzeigepflichti­gen … weit­er­lesen

5A_183/2008: Erforderliche Aufmerksamkeit beim Erwerb von Gebrauchtwagen

In kon­stan­ter Recht­sprechung beschränkt das BGer den Anwen­dungs­bere­ich der Ver­mu­tung des guten Glaubens (ZGBII):  “Für den Erwer­ber ein­er Sache beste­ht keine all­ge­meine Pflicht, sich nach dem Vor­liegen der Ver­fü­gungs­macht des Veräusser­ers zu erkundi­gen; nur wenn konkrete Ver­dachts­gründe gegeben sind, hat er die näheren Umstände abzuk­lären. Dieser Grund­satz gilt allerd­ings nur beschränkt für Geschäft­szweige, in … weit­er­lesen

2C_234/2008: Pflichtenheft iSv GUB/GGA 17 ist generell-abstrakt und kann auf Gesetzes- und Verhältnismässigkeit überprüft werden (amtl. Publ.)

Das BGer hat mit Urteil vom 28. Juli 2008 entsch­ieden, dass das Pflicht­en­heft, das bei der Ein­tra­gung ein­er Ursprungs­beze­ich­nung in das Reg­is­ter nach GUB/GGA 13 und v.a. für den Schutzum­fang der geschützten Ursprungs­beze­ich­nung entschei­dend ist (das Pflicht­en­heft beruht auf LwG 16 II b und gestützt darauf auf GUB/GGA 7), “eher den Gehalt ein­er generell-abstrak­ten Regelung, … weit­er­lesen