4A_246/2015: Beweislastverteilung bei der Krankentaggeldversicherung

Eine Lehrerin machte nach ein­er Auseinan­der­set­zung mit den Schul­be­hör­den eine voll­ständi­ge Arbeit­sun­fähigkeit gel­tend. Der von der Kranken­taggeld­ver­sicherung beauf­tragte Facharzt FMH für Psy­chi­a­trie und Psy­chother­a­pie kam indessen zum Schluss, er könne bei der Lehrerin keine Diag­nose fest­stellen, die ver­sicherungsmedi­zinisch eine Arbeit­sun­fähigkeit begrün­den würde. In der Folge stellte die Ver­sicherung ihre Leis­tun­gen ein, worauf die Lehrerin Klage beim … weit­er­lesen

9C_225/2015: Nicht vertretbare Erhöhung der BVG-Aufsichtsgebühr im Kanton Bern (amtl. Publ.)

Die Bernische BVG- und Stiftungsauf­sicht stellte gestützt auf die vom Regierungsrat erlassene AVSF für das Auf­sicht­s­jahr 2012 eine jährliche Grundge­bühr von CHF 1’800 in Rech­nung. Wäre die Gebühr nach der bis und mit 2011 gel­tenden­den Gebühren­verord­nung bemessen wor­den, wäre die Gebühr dreimal tiefer aus­ge­fall­en (Urteil 9C_225/2015 vom 27. August 2015). Die Vor­sorges­tiftung A. wehrte sich … weit­er­lesen

BR: Botschaft zur Änderung des VStG (Stabilisierung des Finanzplatzes Schweiz; Systemwechsel zum Zahlstellenprinzip aufgeschoben)

Pflicht­wan­de­lan­lei­hen (CoCos) und Anlei­hen mit Forderungsverzicht (Write-off-Bonds) im Sinne des Bankenge­set­zes (Art. 11–13 BankG, SR 952.0) sollen nach Aus­laufen der beste­hen­den Aus­nah­meregelung von Art. 5 Abs. 1 lit. g VStG (gültig bere­its seit 1. Jan­u­ar 2013; s. Ver­rech­nungss­teuerge­setz, VStG, SR 642.21) ab 31. Dezem­ber 2016 weit­ere 5 Jahre lang von der Ver­rech­nungss­teuer ausgenom­men bleiben. Diese … weit­er­lesen

Swiss-made-Verordnung: Vernehmlassung bis am 2. Dezember 2015

Der Bun­desrat hat am 2. Sep­tem­ber 2015 die Vernehm­las­sung für eine Teil­re­vi­sion der Verord­nung über die Benützung des Schweiz­er Namens für Uhren (“Swis­s­­made-Verord­­nung”) eröffnet. Ziel ist die Anpas­sung der Verord­nung an die Swissness”-Gesetzgebung. Die Vernehm­las­sungs­frist endet am 2. Dezem­ber 2015. Entwurf der rev­i­dierten Verord­nung (PDF) Erläutern­der Bericht (PDF) Dem Bericht zufolge wer­den mit der Revi­sion fol­gende Punk­te … weit­er­lesen

1C_63/2015, 1C_109/2015, 1C_237/2015, 1C_293/2015: Das Resultat der Abstimmung zur Volksinitiative “Gegen Masseneinwanderung” ist der bundesgerichtlichen Überprüfung nicht (mehr) zugänglich

Im Urteil vom 24. August 2015 befasste sich das BGer mit der Frage, ob die Stimm­bürg­erin­nen und Stimm­bürg­er im Vor­feld der Abstim­mung zur Volksini­tia­tive “Gegen Massenein­wan­derung” in unzuläs­siger Weise bee­in­flusst wor­den sind. Besagte Volksab­stim­mung fand am 9. Feb­ru­ar 2014 statt. Mit Erwahrungs­beschluss vom 13. Mai 2014 stellte der Bun­desrat fest, dass die Volksini­tia­tive vom Volk … weit­er­lesen

BR: Anpassungen zweier DBA | Albanien und Norwegen (nicht nur betr. OECD-Amtshilfestandard)

1.) Änderung­spro­tokoll betr. DBA Alban­ien Die Schweiz und Alban­ien haben heute in Tirana ein Änderung­spro­tokoll zu ihrem Dop­pelbesteuerungsabkom­men vom Novem­ber 1999 unterze­ich­net. Es enthält eine Amt­shil­feklausel nach OECD-Stan­­dard und weit­ere Anpas­sun­gen an die heutige Abkom­men­spoli­tik der Schweiz (Schied­sklausel;  Evo­lu­tivk­lausel bei Lizen­zge­bühren sowie Miss­brauch­sklausel). Nach Abschluss der Ver­hand­lun­gen wurde am 19. Feb­ru­ar 2015 ein Änderung­spro­tokoll para­phiert … weit­er­lesen

BR: Vier weitere Steuerinformationsabkommen in Kraft (Andorra, Grönland, San Marino und Seychellen)

Die Steuer­in­for­ma­tion­s­abkom­men mit Andor­ra, Grön­land, San Mari­no und den Sey­chellen sind in Kraft getreten. Sie wer­den auf Sachver­halte ab dem 1. Jan­u­ar 2016 anwend­bar sein. Gemäss heutiger Medi­en­mit­teilung des Eid­genös­sis­chen Finanzde­parte­mentes sind die Steuer­in­for­ma­tion­s­abkom­men (SIA; resp. engl.: TIEA, Tax Infor­ma­tion Exchange Agree­ments) nach erfol­gre­ichem Abschluss der jew­eili­gen Rat­i­fizierungsver­fahren wie fol­gt in Kraft getreten:    Andor­ra am 27. Juli 2015, … weit­er­lesen

Swissness”: Verordnungsrecht tritt auf 1. Januar 2017 in Kraft

Der Bun­desrat hat let­zte Woche das Verord­nungsrecht zur Swis­s­­ness-Vor­lage (dazu vgl. die Angaben des IGE) genehmigt und auf den 1. Jan­u­ar 2017 in Kraft geset­zt (vgl. Medi­en­mit­teilung; hier sind auch die Geset­zes­texte und Erläuterungs­berichte zu find­en). Es han­delt sich um fol­gende Erlasse: MSchV: Die rev­i­dierte MSchV regelt, wie die 60 Prozent Her­stel­lungskosten für Indus­triepro­duk­te bes­timmt … weit­er­lesen

1C_322/2015: Die Ausgestaltung des schweizerischen Wahlsystems ist kompatibel mit den Bestimmungen des UNO-Pakt II

Im Urteil vom 19. August 2015 beschäftigte sich das BGer mit den Gesamterneuerungswahlen des Nation­al­rats vom 18. Okto­ber 2015, welche von der Staatskan­zlei des Kan­tons Zug im Amts­blatt aus­geschrieben wur­den. Im Auss­chrei­bung­s­text stand unter anderem, dass drei Mit­glieder für den Nation­al­rat zu wählen sind, dass der Kan­ton Zug einen Wahlkreis bildet und dass die Wahl … weit­er­lesen

4A_133/2015: Stillschweigende Annahme des abgeänderten Bonusreglements

Die B. AG führte einen neuen Bonus­plan ein. Im Gegen­satz zum bish­eri­gen Plan, welch­er das Gesamteinkom­men garantierte, wurde im neuen Plan nur noch das Fixge­halt garantiert. Bei Aus­tritt während eines Bemes­sungs­jahres war überdies keine anteilsmäs­sige Auszahlung mehr vorge­se­hen. Die B. AG informierte die betrof­fe­nen Mitar­beit­er nach eige­nen Angaben mit einem Schreiben und ein­er E‑Mail über … weit­er­lesen