8C_339/2012: Abgangsentschädigung nach BPV (amtl. Publ.)

In einem auf Ital­ienisch redigierten Entscheid, der zur amtlichen Pub­lika­tion vorge­se­hen ist, ging es um die finanziellen Fol­gen der Auflö­sung eines Dien­stver­hält­niss­es mit einem Gren­zwächter (BGer. 8C_339/2012 vom 29. Okto­ber 2013). Der Gren­zwächter forderte eine Abgangsentschädi­gung gestützt auf Art. 34a Abs. 3 aBPV (Bun­des­per­son­alverord­nung, SR 172.220.111.3). Die BPV wurde mehrfach rev­i­diert und Art. 34a aBPV … weit­er­lesen

A‑5390/2013: Gruppenersuchen gestützt auf DBA-USA 96 in casu nicht zulässig (Bundesverwaltungsgericht)

Das Bun­desver­wal­tungs­gericht heisst eine Beschw­erde eines Bankkun­den gegen Aus­liefer­ung sein­er Bank­in­for­ma­tio­nen gut. Es äussert sich zu einem Grup­pen­er­suchen des IRS betr­e­f­fend die Bank Julius Baer u.a. zu fol­gen­den Punk­ten (s.a. NZZ und Tage­sanzeiger vom 9.1.2014): Grup­pen­er­suchen gestützt auf das [bis heute mass­gebende] DBA-USA 96 sind unter bes­timmten Voraus­set­zun­gen zuläs­sig. „Nen­nt das Ersuchen keine Namen, sind … weit­er­lesen

2C_344/2013: Kostenvorschuss in Staatshaftungsverfahren

In einem Staat­shaf­tungsver­fahren gegen den Kan­ton Zürich stellte sich die Frage, welche Kosten­vorschuss­regelung zur Anwen­dung gelangt. Das Oberg­ericht Zürich hat­te erwogen, die ZPO komme als sub­sidiäres kan­tonales Recht zur Anwen­dung. Der Beschw­erde­führer stellte sich demge­genüber auf den Stand­punkt, Staat­shaf­tungsver­fahren seien gemäss der Recht­sprechung öffentlich-rechtliche Ver­fahren, weshalb die Kosten­vorschuss­regelung von § 15 des kan­tonalen Ver­wal­tungsrecht­spflegege­set­zes (VRG) … weit­er­lesen

2C_433/2013: institutionelle Unabhängigkeit fehlt bei angestelltem Anwalt einer US-Kanzlei; Diskriminierung; Gleichbehandlung

Das BGer bestätigt wie bere­its der Cour de Jus­tice GE die Ver­weigerung der Ein­tra­gung in das kan­tonale Anwalt­sreg­is­ter ein­er Anwältin, die bei ein­er US-amerikanis­chen Kan­zlei in Genf als Anwältin angestellt war (vgl. auch die Zusam­men­fas­sung bei Le Temps). Das BGer fasst zunächst seine Recht­sprechung zur Trag­weite von BGFA 8 I lit. d bei Inhouse-Anwäl­ten (Unternehmen­sjuris­ten) und … weit­er­lesen

4A_347/2013: vorsorgliche Freigabe hinterlegter Mietzinse: kein Endentscheid i.S.v. BGG 90

Das BGer hält vor­liegend fest, dass der Entscheid über eine vor­sor­gliche Mass­nahme, mit welch­er ein Teil des hin­ter­legten Miet­zins­es freigegeben wird, kein Endentscheid i.S.v. BGG 90 ist. [Zwar] been­det [eine solche Mass­nahme] die Hin­ter­legung im Umfang des frei gewor­de­nen Betrages. Bei einem materiellen Ver­ständ­nis des Begriffs Endentscheid kön­nte man daher schliessen, über den Hin­ter­legungsanspruch sei in … weit­er­lesen

4A_447/2013: “dringender Eigenbedarf”; (keine) Berufung des anfechtenden Mieters auf lange Dauer

Das BGer klärt im vor­liegen­den Urteil den jew­eils iden­tis­chen Begriff des drin­gen­den Eigenbe­darfs i.S.v. OR  261 II lit. a, 271a III lit. a und 272 II lit. d, der eine Inter­essen­ab­wä­gung ver­langt, wie fol­gt: […] le besoin urgent ne pré­sup­pose pas une sit­u­a­tion de con­trainte, voire un état de néces­sité; il suf­fit que, pour des motifs … weit­er­lesen

5A_888/2012: Papier-Schuldbrief als Rechtsöffnungstitel für das Dritt-Grundpfandrecht (amtl. Publ.)

Das BGer hat­te im vor­liegen­den, zur amtlichen Pub­lika­tion vorge­se­henen Entscheid zu beurteilen, ob ein Inhab­er­schuld­brief auch dann einen Recht­söff­nungsti­tel darstellt, wenn das Grund­stück, auf dem der Inhab­er­schuld­brief lastet, vor der Betrei­bung veräussert wor­den war und der Erwer­ber als Drittp­fandge­ber die durch den Schuld­brief sichergestellte Forderung nicht selb­st anerkan­nt hat (zB durch Über­nahme der Schuld in … weit­er­lesen

2C_1032/2012: Ungerechtfertigte Weigerung, einen Spot des VgT auszustrahlen; Grundrechtsbindung der Publisuisse (amtl. Publ.)

Das Bun­des­gericht hat eine Beschw­erde des Vere­ins gegen Tier­fab­riken (VgT) gegen die ver­weigerte Ausstrahlung eines Werbespots “Was das Schweiz­er Fernse­hen totschweigt” gut­ge­heis­sen und den Entscheid der UBI als Vorin­stanz aufge­hoben. Es gab dabei zwei Ver­sio­nen des Spots. In der ersten Ver­sion, die aus­ges­trahlt wor­den war, lautete die For­mulierung “was andere Medi­en totschweigen”. In der zweit­en … weit­er­lesen

5A_478/2013: “Eigenes Fachwissen” des Gerichts; frühzeitige Offenlegung, Verletzung des rechtlichen Gehörs

Die ZPO 183 III kod­i­fiziert indi­rekt den bere­its früher gel­tenden Grund­satz, dass das Gericht sein­er Entschei­dung “eigenes Fach­wis­sen” zugrunde leg­en darf: 4.1. Das Gericht kann auf Antrag ein­er Partei oder von Amtes wegen bei ein­er oder mehreren sachver­ständi­gen Per­so­n­en ein Gutacht­en ein­holen (Art. 183 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Das gerichtliche Gutacht­en ver­schafft dem Gericht die … weit­er­lesen

5A_337/2013: erfolgreiche Anfechtung eines Erbteilungsvertrags wg. Grundlagenirrtums (Echtheit und Wert eines Bilds)

Das BGer schützt ein Urteil der Cour de Jus­tice GE, das die Anfech­tung eines Erbteilungsver­trags wegen Grund­la­genir­rtums zuge­lassen hat­te. Ein Bild im Nach­lass war der Schule von Le Pon­tor­mo (Jacopo da Pon­tor­mo) zugerech­net wor­den, erwies sich später als sehr viel wertvolleres Werk dieses Maler selb­st.  Die Echtheit ist nach der Recht­sprechung ein wesentlich­er Punkt beim … weit­er­lesen