5A_458/2012: Schuldanerkennung iSv SchKG 82 I; Verrechnungserklärung

Das BGer bestätigt im vor­liegen­den Urteil seine Recht­sprechung, dass eine zur pro­vi­sorischen Recht­söff­nung (SchKG 82 I) berechti­gende Schul­dan­erken­nung nur dann vor­liegt,  […] wenn daraus der vor­be­halts- und bedin­gungslose Wille des Betriebe­nen her­vorge­ht, dem Betreiben­den eine bes­timmte oder leicht bes­timm­bare Geld­summe zu zahlen (BGE 136 III 627 E. 2 S. 629; 132 III 480 E. 4.2 … weit­er­lesen

4A_244/2012: fehlende Schiedsvereinbarung zugunsten des TAS wegen fehlender Bestimmtheit der Schiedsvereinbarung

Das BGer heisst im vor­liegen­den Urteil eine Beschw­erde gegen einen Schied­sentscheid des TAS gut, weil das TAS seine Zuständigkeit zu Unrecht bejaht hat­te (vgl. die Zusam­men­fas­sung auf englisch bei PLC). Das TAS hat­te seine Zuständigkeit aus ein­er Schied­sklausel in einem Employ­ment Agree­ment zwis­chen einem Fuss­ball­club und einem Spiel­er abgeleit­et. Später hat­ten die Parteien jedoch mit … weit­er­lesen

5A_360/2012: internationale Zuständigkeit für Widerspruchsklagen (revLugÜ 22/5)

Das BGer schützt im vor­liegen­den Fall ein Urteil des OGer ZG als nicht willkür­lich, das eine Wider­spruch­sklage i.S.v. SchKG 108  als Klage voll­streck­ungsrechtlich­er Natur beurteilt hat­te, für die nach LugÜ 1988 Art. 16 Ziff. 5 (revLugÜ 22 Ziff. 5) ohne Rück­sicht auf den Wohn­sitz des Beklagten die auss­chliessliche Zuständigkeit des Staates vor­be­hal­ten sei, in welchem … weit­er­lesen

8C_358/2012: fehlender Kündigungsschutz bei Schwangerschaft im Kt. NE ist unechte Gesetzeslücke; keine gerichtliche Ergänzung (amtl. Publ.)

Im vor­liegen­den Fall stellte sich die Frage, ob das Neuen­burg­er Gesetz über den Beamten­sta­tus (Loi sur le statut de la fonc­tion publique, LSt), das keinen Kündi­gungss­chutz während Schwanger­schaft vor­sieht, als lück­en­haft gerichtlich zu ergänzen ist. Im konkreten Fall war eine unter das LSt fal­l­ende Angestellte während ihrer Schwanger­schaft unter­lassen wor­den. Das LSt ver­weist unter dem … weit­er­lesen

4A_622/2012: Voraussetzungen arglistigen Verschweigens iSv OR 199

Das BGer hat­te im vor­liegen­den Fall den Verkauf ein­er Liegen­schaft zu beurteilen, deren Gebäude­fläche sich im Nach­hinein als niedriger als ursprünglich angegeben erwiesen hat­te. Unstrit­tig war, dass im Kaufver­trag die Gewährleis­tung aus­geschlossen wor­den war. Die Käuferin berief sich jedoch auf OR 199, wonach die Aufhe­bung oder Beschränkung der Gewährspflicht ungültig ist, wenn der Verkäufer den … weit­er­lesen

5A_882/2012: Fristverlängerung iSv SchKG 33 II von einem Tag

Das BGer hält im vor­liegen­den Entscheid fest, dass das Ermessen i.S.v. SchKG 33 II nicht ver­let­zt wird, wenn ein­er im Deutsch­land wohn­haften Per­son eine Fristver­längerung von einem Tag (für die Erhe­bung ein­er SchKG-Beschw­erde) gewährt wird: Wenn die Vorin­stanz die am 13. Dezem­ber 2011 der Schweiz­erischen Post übergebene Beschw­erde als rechtzeit­ig erachtet hat, wird dem Beschw­erdegeg­n­er … weit­er­lesen

Bundesgesetz über die Psychologieberufe per 1. April 2013 in Kraft

Der Bun­desrat hat das Bun­des­ge­setz über die Psy­cholo­gieberufe (PsyG) auf den 1. April 2013 in Kraft geset­zt. Das PsyG hat nach seinem Art. 1 fol­gen­den Zweck und Gegen­stand: 1 Dieses Gesetz bezweckt: a. den Gesund­heitss­chutz; b. den Schutz vor Täuschung und Irreführung von Per­so­n­en, die Leis­tun­gen auf dem Gebi­et der Psy­cholo­gie in Anspruch nehmen. 2 Zu … weit­er­lesen

5A_376/2012: Eingabe bei der sachlich oder funktionell unzuständigen Instanz; überspitzer Formalismus bejaht

Das BGer hält im vor­liegen­den Entscheid fest, dass eine Behörde, die zuwartet, bis sich ein verbesser­lich­er Fehler nicht mehr heilen lässt, und danach die Partei die Fol­gen dieses Fehlers tra­gen lässt, über­spitzt for­mal­is­tisch han­delt. Konkret hat­te das  Bezirks­gericht Hor­gen einen nicht vertrete­nen Beschw­erde­führer nach Erhalt eines Rechtsmit­tels nicht darauf aufmerk­sam gemacht, dass die Beschw­erde bei der … weit­er­lesen

5A_568/2012: Novenrecht im LugÜ-Exequaturverfahren

Das BGer hält fest, dass ZPO 326 (Noven­recht im Beschw­erde­v­er­fahren) im Exe­quaturver­fahren für LugÜ-Urteile nicht anwend­bar ist: […] Zumal das erstin­stan­zliche Ver­fahren ein­seit­ig ist und die Gegen­partei erst im Rechtsmit­telver­fahren ihren Stand­punkt einzubrin­gen ver­mag, kann Art. 326 ZPO im Exe­quatur-Ver­­fahren nicht zum Tra­gen kom­men, son­dern müssen Noven im Rechtsmit­telver­fahren gemäss Art. 43 LugÜ i.V.m. Art. 327a ZPOweit­er­lesen

2C 337/2012: Hoheit für Besteuerung des aufgeschobenen Grundstückgewinns liegt beim Zuzugskanton

Im Entscheid ging es ein­er­seits um die zwei­jährige Frist bei der Ersatzbeschaf­fung von Wohneigen­tum und ander­seits um die Steuer­ho­heit bei der Erhe­bung der ursprünglich aufgeschobe­nen Steuer. Der Beschw­erde­führer verkaufte am 3. Jan­u­ar 2001 die selb­st­genutzte Wohn­liegen­schaft im Kan­ton NW. Ein Jahr zuvor, am 7. Jan­u­ar 2000, hat­te der Beschw­erde­führer Stock­w­erkeigen­tum im Kan­ton LU erwor­ben, worin … weit­er­lesen