5A_521/2010: Adoption; Zustimmung der Eltern bei mündigen Kindern nicht erforderlich

Im Urteil vom 4. Novem­ber 2010 (5A_521/2010) verneint das Bun­des­gericht die Frage, ob eine mündi­ge Per­son nur adop­tiert wer­den darf, wenn deren Eltern zus­tim­men. Es war zu klären, ob sich Art. 266 Abs. 3 ZGB und Art. 268 Abs. 3 ZGB, wonach die Bes­tim­mungen über die Adop­tion Unmündi­ger auf die Adop­tion mündi­ger bzw. während des … weit­er­lesen

2C_669/2010: Postulationsfähigkeit eines Anwalts, Interessenkonflikt

Zwis­chen zwei Wal­lis­er Anwäl­ten bestand offen­bar Kriegszu­s­tand. Anwalt X. war auf Ver­an­las­sung seines Kol­le­gen Anwalt A. mit diszi­pli­nar­ischen Sank­tio­nen belegt wor­den. Er rächte sich dafür auf eine Weise, die ihm eine Verurteilung u.a. wegen Unge­hor­sams nach StGB 292 und Ver­leum­dung nach StGB 174 ein­brachte. Später trat X. auf als Rechtsvertreter ein­er weit­eren Per­son in einem … weit­er­lesen

5A_567/2010: Genügende Bestimmtheit der abgetretenen Betreibungsforderung

Das BGer schützt ein Urteil, das eine Recht­söff­nung ver­weigert hat­te. Grund­lage des Anspruchs war eine for­mgültige Abtre­tung zugun­sten der Betrei­bungs­gläu­bigerin, die “aus­drück­lich alle Aktiv­en der Verkäuferin” erfasste, “auch wenn diese in diesem Ver­trag nicht einzeln aufge­führt [sind]”. Nach Ansicht des BGer geht aus diesem Wort­laut nicht hin­re­ichend klar her­vor, dass von dieser Über­tra­gung auch die … weit­er­lesen

Neue VO betreffend Zulassung von Humanarzneimitteln

Am 1. Jan­u­ar 2011 wird die neue Ver­wal­tungsverord­nung „Anleitung für die Zulas­sung von Huma­narzneimit­teln mit bekan­nten Wirk­stof­fen“ in Kraft treten. In der Anleitung wer­den die Anforderun­gen an die Doku­men­ta­tion und an einzure­ichende Unter­la­gen für Zulas­­sungs- und Änderungs­ge­suche für Huma­narzneimit­tel mit bekan­nten Wirk­stof­fen beschrieben. Sie erset­zt zusam­men mit der Ver­wal­tungsverord­nung „Anleitung Ein­re­ichung und Zulas­sung von Gener­i­ka” … weit­er­lesen

FINMA und SIX Exchange Regulation verstärken Rechnungslegungsaufsicht

In ihrer Medi­en­mit­teilun­gen von gestern ori­en­tierten die FINMA und die SIX Swiss Exchange über die kün­fti­gen Bestre­bun­gen im Bere­ich Rech­nungsle­gungsauf­sicht. Während sich die FINMA auf die Über­prü­fung und Durch­set­zung der von ihr erlasse­nen Rech- nungsle­gungsvorschriften konzen­tri­ert, wer­den zukün­ftig alle anderen bei Emit­ten­ten anerkan­nten Rech­nungsle­gungs­stan­dards von der SIX Exchange Reg­u­la­tion überwacht. Medi­en­mit­teilung FINMA Medi­en­mit­teilung SIX Swiss … weit­er­lesen

OK: Bundesgerichtsbarkeit soll erweitert werden

Der Bun­desrat will die Bun­des­gerichts­barkeit erweit­ern, um Prob­leme bei der Bekämp­fung der organ­isierten Krim­i­nal­ität (OK) zu beheben, wie aus seinem heute veröf­fentlicht­en “Bericht über allfäl­lige Än-derun­­gen oder Ausweitun­gen der Strafnor­men gegen das organ­isierte Ver­brechen” her­vorge­ht. Derzeit wird eine effiziente Bekämp­fung solch­er Krim­i­nal­itäts­for­men wegen der in diesem Bere­ich unklaren Abgren­zung zwis­chen Bun­des­gerichts­barkeit und kan­tonaler Gerichts­barkeit erschw­ert. … weit­er­lesen

SLK: bei speziellen Angeboten muss idR die Dauer angegeben werden

In einem Entscheid vom 7. Dezem­ber 2010 hielt die Schweiz­erische Lauterkeit­skom­mis­sion SLK fest, dass es unlauter iSv UWG 3 b ist, in einem Restau­rant­führer ein “täglich­es Menu” für einen bes­timmten Preis anzugeben und diesen Preis später zu erhöhen, wenn nicht auch die Dauer des Ange­bots angegeben wurde. Entschei­dend war dabei, dass der Hin­weis auf das … weit­er­lesen

6B_497/2010: Täuschung der Behörde; bedarfsgerechte Wohnung

Das Bun­des­gericht hat die Beschw­erde eines Aus­län­ders, der wegen Täuschung der Behörde nach Art. 118 Abs. 1 AuG verurteilt wor­den war, gut­ge­heis­sen und ihn mit Urteil vom 25. Okto­ber 2010 (6B_497/2010) freige­sprochen. Der Beschw­erde­führer hat­te ein Gesuch um Fam­i­li­en­nachzug für seine Ehe­frau gestellt und einen Mietver­trag für eine 3‑Z­im­mer-Woh­­nung beige­fügt. Nach­dem der Antrag bewil­ligt wor­den … weit­er­lesen

UBI: SF-Berichterstattung zum Fall Holenweger verletzte das Sachgerechtigkeitsverbot

Die Unab­hängige Beschw­erde­in­stanz für Radio und Fernse­hen (UBI) hat eine Beschw­erde gegen einen Beitrag der “Tagess­chau” vom 18. Dezem­ber 2009 teil­weise gut­ge­heis­sen. Der Entscheid bet­rifft die Berichter­stat­tung über den Abschluss der Vorun­ter­suchung im Fall Holen­weger. Es wurde ein ein­seit­iges Bild zum Abschluss der Vorun­ter­suchung im Fall Holen­weger ver­mit­telt, indem nur der Stand­punkt des Unter­suchungsrichters wiedergegeben … weit­er­lesen