6B_660/2010 und 6B_661/2010: mehrfache Tierquälerei

In dem Urteil 6B_660/2010 und 6B_661/2010 vom 8. Feb­ru­ar 2011 find­et sich ein­er der weni­gen bun­des­gerichtlichen Entschei­de zu den Straf­bes­tim­mungen im Tier­schutzge­setz (TSchG). Die zwei miteinan­der ver­heirateten Beschw­erde­führer waren von der Vorin­stanz wegen mehrfach­er Tierquälerei durch Ver­nach­läs­si­gung ihrer 60 Katzen und mehrfach­er Übertre­tung des Tier­schutzge­set­zes gemäss Art. 26 Abs. 1 lit. a und 28 Abs. … weit­er­lesen

Botschaft über neuen Steuerabzug für Aus- und Weiterbildungskosten

Die Kosten für die beruf­sori­en­tierte Aus- und Weit­er­bil­dung sollen kün­ftig bei der direk­ten Bun­dess­teuer bis zu einem Max­i­mal­be­trag von 6.000 CHF abge­zo­gen wer­den kön­nen. Der Bun­desrat am 4. März 2011 die Botschaft zum Bun­des­ge­setz über die steuer­liche Behand­lung der beruf­sori­en­tierten Aus- und Weit­er­bil­dungskosten ver­ab­schiedet. Die Medi­en­mit­teilung des Eid­genös­sis­chen Finanzde­parte­ments (EFD) erläuternd dazu: Beruf­sori­en­tierte Aus- und … weit­er­lesen

Neue Rechtsgrundlage für “Zugelassene Wirtschaftsbeteiligte”

Am 1. April 2011 tritt eine Änderung des Zollge­set­zes (ZG) in Kraft, die den Sta­tus eines “Zuge­lasse­nen Wirtschafts­beteiligten” (Autho­rised Eco­nom­ic Oper­a­tor, AEO) erst­mals auf Geset­ze­sebene aus­drück­lich vor­sieht. Nach dem neuen Art. 42a ZG kann die Zol­lver­wal­tung den AEO-Sta­­tus an Unternehmen mit Sitz im Zoll­ge­bi­et ver­lei­hen, wenn diese über geeignete Sicher­heits­stan­dards sowie über ein Sys­tem ver­fü­gen, … weit­er­lesen

Revision des BüG

Der Bun­desrat hat am 4. März 2011 die Botschaft zur Total­re­vi­sion des Bun­des­ge­set­zes über Erwerb und Ver­lust des Schweiz­er Bürg­er­rechts ver­ab­schiedet. Das rev­i­dierte Bürg­er­rechts­ge­setz (BüG) ist abges­timmt auf das neue Aus­län­der­s­ge­set­zes (AuG) und ver­fol­gt u.a. fol­gende Ziele: Erfol­gre­iche Inte­gra­tion: Es kön­nen nur noch Aus­län­der um Ein­bürgerung ersuchen, die bere­its eine Nieder­las­sungs­be­wil­li­gung (“Ausweis C”) erlangt haben. Sie … weit­er­lesen

4A_496/2010: keine verbotene Kapitalrückgewähr bei Tilgung einer Aktionärsschuld mit Mittel aus Barliberierung

Das BGer qual­i­fiziert die Zahlung fäl­liger Forderun­gen an Aktionäre aus Mit­teln, die aus ein­er Bar­liberierung stam­men, im Ein­klang mit sein­er beste­hen­den Recht­sprech­nung (zB BGE 87 II 169) nicht als ver­botene Kap­i­tal­rück­gewähr (OR 680 II). “Entschei­dend ist mit Blick auf Art. 680 Abs. 2 OR mithin nicht die Art und Weise, wie das Geld an den … weit­er­lesen

4A_613/2010: zulässige Weisung zum Umgang mit Zuwendungen an das Pflegepersonal

Eine Weisung (hier: enthal­ten in ein­er Hau­sor­d­nung) an das Per­son­al eines Pflege­heims, wonach Geld­spenden von Patien­ten durch die Mitar­beit­er an den Per­son­al­fonds abzuliefern sind, ver­stiess im konkreten Fall nach dem vor­liegen­den Urteil nicht gegen OR 321b II. Zwar erfasst OR 321b II nur Zuwen­dun­gen, die für den Arbeit­ge­ber bes­timmt sind (und deshalb nicht zB Trinkgelder). … weit­er­lesen

4A_270/2010: Beurteilung der Urteilsfähigkeit einer 81-jährigen Frau betr. Verzicht ohne Gegenleistung

Eine Dame, die sich im Alter von 81 Jahren gegenüber der Stadt Genf durch eine Grund­di­en­st­barkeit und ohne eine Gegen­leis­tung verpflichtet hat, ein Grund­stück nicht zu bebauen, war im konkreten Fall urteils­fähig gewe­sen (4A_270/2010). Sie hat­te sich auch nicht in einem wesentlichen Irrtum befun­den. Da auss­er ein­er gewis­sen sozialen Isoliertheit keine Anhalt­spunk­te für eine Ein­schränkung … weit­er­lesen

5D_133/2010: Bestellung der Erbenvertretung “bis zur Teilung” — u.U. nach dem Erbteilungsurteil

Nach ZGB 602 III kann die zuständi­ge Behörde auf Begehren eines Miter­ben “bis zur Teilung” für die Erbenge­mein­schaft eine Vertre­tung (Erben­vertreter) bestellen. Im vor­liegen­den Urteil schützt das BGer ein Urteil des KGer SG als nicht willkür­lich, das fes­thielt, “bis zur Teilung” meine “bis zum Abschluss der Teilung”, also bis zur Auflö­sung der Erbenge­mein­schaft. Dieser Zeit­punkt … weit­er­lesen

Inkrafttreten der V über die elektronische Übermittlung im Bereich SchKG am 1. März 2011

Die Verord­nung des EJPD  über die elek­tro­n­is­che Über­mit­tlung im Bere­ich Schuld­be­trei­bung und Konkurs ist heute Dien­stag in Kraft getreten. Sie regelt die  “tech­nis­chen und organ­isatorischen Vor­gaben und das Daten­for­mat, nach denen Gläu­bigerin­nen und Gläu­biger sowie Betrei­bungs- und Konkursämter in ein­er geschlosse­nen Benutzer­gruppe (eSchKG-Ver­bund) als Ver­bundteil­nehmerin­nen und ‑teil­nehmer Betrei­bungs- und Konkurs­dat­en aus­tauschen.” (Art. 1)

EuGH: Schutz für die graphische Oberfläche eines Computerprogramms nur bei eigenständiger Schutzfähigkeit

Wie u.a. der Tech­nol­o­­gy-and-Sour­c­ing-Blog der Kan­zlei DLA Piper berichtet, hat der EuGH zum ersten Mal, in der Rechtssache C‑393/09, zur Richt­line 91/250/EWG (Com­put­er­pro­gramm­richtlin­ie) Stel­lung genom­men.  Nach dem EuGH-Urteil vom 22.12.2010 soll  die grafis­che Benutze­r­ober­fläche (das “GUI”, Graph­i­cal User Inter­face) keine Aus­drucks­form eines Com­put­er­pro­gramms sein, so dass sie dem Urhe­ber­schutz nach der Com­put­er­pro­gramm­richtlin­ie nicht unter­ste­ht. Immer­hin: … weit­er­lesen